American Football Wetten in der Schweiz 2026 — zwei Bewilligungen, zehn Namen und eine Marge dazwischen
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Was im Schweizer Sportwettmarkt zählt, steht auf zwei Listen: der Bewilligung und dem Wettprogramm. Wer American Football wetten will, hat in diesem Land genau zwei Adressen mit Bewilligung — Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport — und daneben eine Handvoll ausländischer Namen, die sich in hübschen Farben präsentieren und in der Schweiz nichts dürfen. Zwischen diesen beiden Welten liegt der eigentliche Preisunterschied, und der ist nicht die Quote.
Oktober 29, 2026 — geprüft gegen die Bewilligungsangaben der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) und die veröffentlichten Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter.
Vergleich der American-Football-Anbieter in der Schweiz
Der Vergleich beginnt bei dem, was sich nicht wegklicken lässt. In der Schweiz dürfen Sportwetten nur von Veranstaltern mit einer Bewilligung nach dem Geldspielgesetz angeboten werden, und die Kantone haben die Zahl dieser Veranstalter auf zwei begrenzt. Wer eine American-Football-Wette platzieren will, kann das also bei einem von zwei konzessionierten Anbietern tun oder bei einem ausländischen Buchmacher, der hier keine Bewilligung hat — und der damit auch nicht an das hiesige Sperrregister angeschlossen ist. Diese Unterscheidung ist keine Fussnote, sie ist die erste Zeile jeder seriösen Einordnung.

Zwei Dinge fallen auf, wenn man den Markt so sortiert. Erstens: die Zahl der beworbenen ausländischen Namen ist gross, die Zahl der bewilligten Angebote aber ist zwei. Zweitens: die Bewilligung kostet den Spielenden nichts und den Veranstalter sehr viel, denn die Reingewinne gehen an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen. Genau deshalb ist die Bewilligungsfrage die einzige Zeile einer Vergleichstabelle, die man nicht mit «je nach Anbieter» beantworten kann.
Die folgende Einordnung nennt für jeden Namen den Bewilligungsstatus und den Veranstalter oder die gemeldete Bewilligung. Sie ist keine Empfehlung, sie ist eine Ausgangslage.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter oder gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne |
| Wettigo | keine Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung nach Art. 4 BGS |
| GG.BET | keine Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung nach Art. 4 BGS |
| Donbet | keine Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung nach Art. 4 BGS |
| Sportuna | keine Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung nach Art. 4 BGS |
| N1 Bet | keine Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung nach Art. 4 BGS |
| Betwinner | keine Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung nach Art. 4 BGS |
| AmunRa | keine Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung nach Art. 4 BGS |
| Interwetten | keine Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung nach Art. 4 BGS |
Die linke Spalte der beiden Schweizer Häuser ist die einzige, in der ein Veranstaltername steht, der auch Betriebsbewilligungen pro Spiel hinter sich hat. Bei allen acht weiteren Namen steht in der mittleren Spalte dasselbe Wort, und das ist der Punkt: nicht «eine andere Bewilligung», sondern keine, die in der Schweiz etwas gilt. Ausländische Genehmigungen aus Curaçao, Malta, Deutschland oder woher auch immer entfalten hier keine Wirkung. Ein Anbieter mit Sitz im Ausland, der Schweizer Spielende annimmt, organisiert damit ein Grossspiel ohne hiesige Bewilligung.
Was das für den Einzelnen heisst, ist unangenehm konkret: Wer bei einem dieser acht Namen gewinnt, hat in der Schweiz kein Aufsichtsorgan, an das er sich wenden kann, keine Fair-Play-Kontrolle und keinen Anschluss an das Sperrregister. Bei einem Verfahren gegen den Veranstalter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden. Der Spielende wird nach der Praxis des Bundesamts für Justiz nicht bestraft — das ist die eine gute Nachricht in diesem Absatz, und sie ist dünn.
Die Kantone haben das Angebot aber nicht nur zahlenmässig begrenzt, sondern auch inhaltlich. Erlaubt ist nur, was auf der Liste der Aufsicht steht: zugelassene Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Was auf dieser Liste fehlt, wird von keinem bewilligten Veranstalter angeboten, und die Liste sagt selbst, wie eng sie ist — Eckball- oder Kartenmärkte tauchen darin nicht auf, ein Esport-Bereich ebenso wenig. American Football gehört zum erlaubten Katalog; die Detailfragen dazu klärt der Abschnitt «Was American Football ausmacht und welche Wetten daraus entstehen».
Und dann ist da noch der Punkt, den ein Vergleich der Anbieternamen gern verschweigt: Wo man wohnhaft sein muss. Ein Online-Konto erhält nur, wer in der Schweiz Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat, und in der Praxis zusätzlich im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Swisslos bedient die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein, die Loterie Romande die sechs Westschweizer Kantone. Ein Welscher kommt bei Sporttip nicht rein, ein Zürcher bei Jouez Sport nicht — für einen Teil des Landes ist die Auswahl damit nicht zwei, sondern eins.
Ein weiteres Kriterium, das in Werbetexten nie vorkommt, weil es sich nicht als Vorteil verkaufen lässt: der Auszahlungsbetrag im Verhältnis zum Einsatz, also die Marge, die im Preis steckt. Sie ist der eigentliche Preis des Produkts «Sportwette», und sie lässt sich ausrechnen. Wie, steht im Abschnitt zu Quoten und Marge, und die Rechnung gehört zum Handwerkszeug jedes Spielenden.
Was American Football ausmacht und welche Wetten daraus entstehen
Die Sportart bestimmt, worauf man überhaupt setzen kann, und American Football hat mehr Sonderfälle als die meisten anderen Sportarten. Ein Spiel in den USA besteht aus vier Vierteln zu je 15 Minuten Nettospielzeit; High-School- und europäische Amateurteams spielen vier Viertel zu je 12 Minuten. Auf dem Feld stehen je Mannschaft elf Spieler, die Offense bekommt vier Versuche, um mindestens 10 Yards Raumgewinn für ein neues First Down zu erzielen. Das Spielfeld ist 120 Yards (109,73 m) lang und etwa 53 Yards (48,46 m) breit, wovon 100 Yards auf das eigentliche Spielfeld und je 10 Yards auf die beiden Endzonen entfallen.
Punkte werden gezählt, und diese Zählung ist der Grund, warum Football-Wetten andere Fragen stellen. Ein Touchdown zählt 6 Punkte, der Extrapunkt 1, die Two-Point-Conversion 2, ein Field Goal 3 und eine Safety 2 Punkte. Wer eine Wette auf den Sieger abschliesst, denkt in Siegen; wer eine Über/Unter-Wette abschliesst, denkt in genau diesen Punktwerten. Zur Pause kann ein Spiel völlig offen sein und am Ende zweistellig ausfallen, weil zwei Field Goals und ein Touchdown die Differenz in vier Minuten auf den Kopf stellen. Solche Wetten sind keine längeren Versionen einer Fussballwette, sie sind eine eigene Disziplin.
Die Regeln selbst sind Teil des Wettprodukts, und ihre jüngste Änderung verdient einen zweiten Blick. Die Verlängerung in der NFL dauert 10 Minuten; seit der Saison 2025 gilt nicht mehr das Sudden-Death-Prinzip, bei dem ein Touchdown des zuerst angreifenden Teams sofort entschied. In den NFL-Playoffs dauert jede Verlängerung 15 Minuten, gespielt wird bis zur Entscheidung. Im College Football hat in der Verlängerung jedes Team einen Drive, der an der gegnerischen 25-Yards-Linie beginnt; ab der dritten Overtime ist ein Extrapunkt nicht mehr zulässig, stattdessen muss eine Two-Point-Conversion gespielt werden.
Bedeutsamer für die eigene Wette als alle diese Regeln ist allerdings eine Klausel im Kleingedruckten. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Diese Formulierung stammt aus dem Fussball und greift im Football genauso: Eine Wette auf den Sieger bezieht sich auf das Ende der regulären Spielzeit nach Football-Lesart und nicht auf das Ende der Verlängerung. Wer sich in der Overtime freut, während der Schein längst verloren ist, hat genau diesen Punkt überlesen.
Aus dieser Regel und dem Spielplan entstehen die Märkte. Wer den Ausgang in der regulären Spielzeit nicht riskieren will, findet in der Verlängerungs-Option seinen Ausgleich, sofern das Programm sie ausweist. Wer ohnehin eine Meinung zum Punkteschnitt hat, landet bei Über/Unter. Wer an ein knappes Spiel glaubt, bei Handicap. Jeder dieser Märkte trägt seine eigene Marge, und die ist nicht in jedem Markt gleich hoch — dazu unten mehr.
Spielplan, Hauptrunde, Playoffs: wann Angebote verfügbar sind
Der Kalender der NFL bestimmt, wann es ein Wettprogramm zu American Football gibt und wann nicht. Die Liga umfasst 32 Teams in den Conferences AFC und NFC mit je vier Divisionen zu je vier Teams; jedes Team bestreitet 17 Hauptrundenspiele in 18 Wochen mit einem spielfreien Wochenende (Bye). Diese Bye-Woche ist der unspektakulärste Grund dafür, dass ein Wettprogramm an einem Wochenende dünner ausfällt als an einem anderen.
In die Playoffs kommen 14 Teams, sieben je Conference: die vier Divisionssieger und drei Wildcard-Teams. Der Super Bowl wird am zweiten Sonntag im Februar ausgetragen, die erste Auflage fand im Januar 1967 statt; den Super Bowl LX gewannen die Seattle Seahawks mit 29:13 gegen die New England Patriots. Zwischen dem Ende der Hauptrunde und dem Endspiel liegt damit eine kurze Phase mit sehr wenigen, aber sehr besetzten Spielen — und genau dort ist das Angebot schmal und die Nachfrage gross.
Für die praktische Planung eines Spielenden heisst das: American Football ist kein ganzjähriges Produkt. Wer zwischen Februar und Sommer ein Football-Wettprogramm erwartet, wird enttäuscht, und wer eine Langzeitwette auf die Saison oder das Endspiel abschliessen will, hat dazu nur in einem Fenster Gelegenheit, das mit den Playoffs endet. Bei Sporttip gehören solche Langzeitwetten ausdrücklich zu den Wettarten, für die ein Cash-Out möglich ist — ein Detail, das in der ruhigen Phase des Kalenders interessanter wird als während der Hauptrunde.
Der Kanton spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle, der Wohnsitz schon. Wer in einem Kanton des Swisslos-Gebiets lebt, findet das Sporttip-Programm zum Football auf der Plattform, die ihm ohnehin offensteht; wer in der Westschweiz wohnt, auf der Plattform von Jouez Sport. Ein Veranstalter, der beiden Gebieten dient, existiert nicht. Zwei Schweizer Angebote klingt nach Wahl, ist aber eine Aufteilung.
Quoten und Marge: der Preis, den jeder Schein bezahlt
Über Quoten wird geredet wie über Wetteraussichten, dabei ist eine Quote vor allem eine Rechnung. Um zu sehen, was ein Buchmacher für seine Dienstleistung behält, addiert man die Kehrwerte aller Quoten eines Marktes und bildet daraus den Auszahlungsschlüssel; die Differenz zu 100 Prozent ist die Marge. Ein Zwei-Weg-Markt — etwa Handicap oder Über/Unter, wo es genau zwei Ausgänge gibt und kein Unentschieden dazwischenliegt — lässt sich damit vollständig nachrechnen.
Nehmen wir dazu ein illustratives Beispiel, keine zitierte Preisstellung: ein Zwei-Weg-Markt zu Quoten von 1.90 und 1.90. Der Auszahlungsschlüssel ergibt sich aus 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), das sind rund 95 Prozent, und die Marge damit rund 5 Prozent. Wer eine solche Wette mit einem Einsatz von CHF 100 platziert, bekommt bei einem Treffer CHF 190 zurück, also CHF 90 Gewinn — und von jedem Hunderter, der im Markt liegt, bleiben dem Veranstalter im Durchschnitt rund CHF 5.
Dieses Ergebnis ist ein Band, keine feste Grösse. Die Marge hängt von der Stellung des Marktes ab: Bei einem Zwei-Weg-Markt mit je 1.90 liegt sie um die 5 Prozent, bei einem Markt mit mehreren Ausgängen und einem klaren Favoriten fällt sie in der Regel höher aus, bei einer grossen Paarung mit viel Umsatz tendenziell niedriger. Dasselbe Spiel kann in zwei verschiedenen Märkten unterschiedlich teuer sein. Ein Über/Unter-Markt und ein Handicap-Markt sind zwei Rechnungen, und die schlechtere Quote in einem davon ist immer noch eine Quote.
Das ist die Zahl, die jede Werbebotschaft überlebt. Ein Anbieter, der mit «besten Quoten» wirbt, verkauft eine Behauptung über ein Produkt, dessen Preis in jedem einzelnen Markt anders ausfällt — und der Preis, den ein Spielender zahlt, steht nirgends in der Werbung. Er steht in der Quote selbst, und er lässt sich mit einer Division prüfen. Wer das einmal gemacht hat, liest Quotenwerbung anders. Vergleichen lohnt sich also — aber nicht zwischen zwei Zeilen auf einer Werbeseite, sondern zwischen zwei Märkten desselben Spiels.
Ein Hinweis zur Rechnung: Der Auszahlungsschlüssel sagt, welcher Anteil aller Einsätze eines Marktes langfristig an die Spielenden zurückfliesst. Er sagt nichts darüber, ob eine einzelne Wette gewinnt, und er ist kein Versprechen für einen einzelnen Schein. Über viele Wetten hinweg ist er eine belastbare Erwartung, im Einzelfall eine Statistik.
Bewilligung und Rechtslage: was in der Schweiz gewettet werden darf
Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und werden von der Gespa mit Sitz in Bern beaufsichtigt — nicht von der ESBK, die nur die Casinos überwacht. Eine Bewilligung verlangt eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Genau hier liegt die Grenze, die keinen Vergleich zulässt: Ein ausländischer Anbieter mit einer Genehmigung aus Curaçao, Malta oder Deutschland erfüllt diese Voraussetzung nicht, und seine Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung.

Weil das so ist, gibt es auch keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher. Die Aufsicht führt keine Warteliste mit zusätzlichen Kandidaten, sie führt die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Wer nach «dem dritten Anbieter mit Bewilligung» sucht, sucht etwas, das es nicht gibt. Die Kantone haben die Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt.
Was gewettet werden darf, ist ebenso geschlossen geregelt. Wetten sind nur auf Sportereignisse möglich — auf Wetter, Politik oder Fernsehshows nicht. Massgeblich ist die Liste der Aufsicht mit den zugelassenen Sportarten, Wettbewerben und Wettarten, und diese Liste liest sich restriktiver, als der Markt es vermuten lässt: Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, niemals Wetten auf Trainingsläufe. Eckball- und Kartenmärkte sucht man darin vergebens, einen Esport-Bereich ebenfalls. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.
Livewetten sind zulässig, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat; das Gesetz beschränkt sie nicht auf bestimmte Live-Märkte. Der Cash-Out dagegen ist nicht geregelt — er ist eine Funktion des jeweiligen Veranstalters und nichts, worauf sich ein Anspruch stützen lässt.
Damit sind wir beim Konto selbst, und das ist der Punkt, an dem die Bewilligungsfrage persönlich wird. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz voraus und in der Praxis zusätzlich im Gebiet des Veranstalters. Zur Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Bei den Auszahlungen gilt dieselbe Strenge: Gewinne und Guthaben gehen nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettgeschäft nicht, und Kredite an Spielende sind untersagt.
Was diese Architektur kostet, ist schnell erzählt. Der Spielende zahlt mit Daten, Wohnsitznachweis und einem Auszahlungsweg, der auf seinen Namen lautet. Dafür bekommt er einen Veranstalter, der an das Sperrregister angeschlossen ist, eine Aufsicht, die Beschwerden entgegennimmt, und ein Angebot, das einem genehmigten Katalog entsprechen muss. Der Auslandskunde bekommt diese vier Dinge nicht, und er bekommt sie auch nicht billiger — die Marge in seinem Markt bezahlt er trotzdem.
Ein Schnitt, der im Alltag öfter vorkommt als in der Theorie: Der Bundesrat hat getestet, ob an Verkaufsstellen an Minderjährige verkauft wird. 2025 wurde in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer Beratung an einem Kiosk für einen Kontrollmechanismus hält, irrt. Der Schutz liegt beim eigenen Konto und bei den eigenen Limiten, nicht beim Schalterpersonal. Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen, wenn es um den Einzelfall geht.
Limiten, Spielsperre und die Kosten der Selbstkontrolle
American Football läuft am Sonntagabend und oft bis nach Mitternacht, und das macht aus einem Spielabend schnell eine Serie. Genau deshalb ist der wirksamste Teil des Schweizer Regelwerks nicht die Bewilligung, sondern das, was der Spielende vorher selbst festlegen muss. Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen; die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Staatlich vorgeschrieben ist nicht eine bestimmte Zahl, sondern dass es solche Werte geben muss: Der Veranstalter hat einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste zu verlangen. Eine feste Einzahlungsobergrenze kennt die Schweiz nicht — die Limiten sind die des Spielenden, und das ist der entscheidende Unterschied zu Systemen, in denen eine Behörde eine Zahl vorgibt. Wer die Schwelle zu hoch ansetzt, hat sie selbst zu hoch angesetzt.
Die Asymmetrie in der Swisslos-Regel ist der wichtigste Satz dieser Art im ganzen Schweizer Wettrecht. Nach unten wirkt eine Änderung sofort, nach oben dauert sie 72 Stunden. Das Gesetz verlangt eine Erhöhung nach 24 Stunden; die beiden Veranstalter wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Drei Tage zwischen dem Impuls und der Umsetzung sind keine Schikane — sie sind die einzige Bremse, die in genau der Minute greift, in der sie gebraucht wird. Und wer die Limite in dieser Minute aufschrauben will, findet dort keinen Knopf, der sofort reagiert.
Daneben steht die Spielsperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann nur nach drei Monaten aufgehoben werden, und dafür ist eine Fachstelle einbezogen; eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Bei ausländischen Anbietern fehlt dieser Anschluss vollständig — die Sperre bleibt dort ein Häkchen im eigenen Konto und gilt nur für ein Haus.
Die Kosten dieser Selbstkontrolle sind gering und liegen vor allem in der Bequemlichkeit. Eine Limite, die zu tief sitzt, zwingt zum Warten. Eine Sperre, die man später bereut, lässt sich nicht am nächsten Tag zurücknehmen. Der Gegenwert ist ein Betrag, der nie vom Konto verschwindet. Ein Spielabend, der um 2 Uhr morgens in die Verlängerung geht, ist genau der Moment, für den diese 72 Stunden gebaut wurden.
Prognosen, Value Bets und die Grenze des Machbaren
Eine Prognose entsteht aus Form, Ausfällen, Heimvorteil und Quoten, und an dieser Reihenfolge ändert sich nichts dadurch, dass man sie oft genug wiederholt. Wer zwei Teams über mehrere Wochen beobachtet, sieht Muster: eine Offense, die im dritten Viertel regelmässig abfällt, eine Defense, die nach Ballverlusten anfällig ist, ein Heimteam, das bei schlechtem Wetter seinen Rhythmus verliert. Ausfälle wiegen im Football schwerer als in den meisten Sportarten, weil einzelne Positionen das Spielsystem tragen; fällt der Quarterback, ändert sich ein Angriff vollständig, und die Quote bewegt sich, sobald eine Meldung durchkommt. Der Heimvorteil schliesslich ist in der NFL real, aber ungleich verteilt — in einem Stadion mit lautem Publikum mehr als in einem halb leeren.
Was aus diesen Bestandteilen entsteht, ist eine Schätzung und keine Gewissheit. Ein Value Bet ist die Behauptung, dass eine Quote den wahren Ausgang zu hoch bewertet, und diese Behauptung ist immer eine Annahme über eine Zahl, die niemand kennt. Wer sie aufstellt, muss bereit sein, sich zu irren — nicht ein bisschen, sondern in der Regel. Das ist keine Warnung vor dem Wetter, das ist die Struktur der Sache.
Wer eine Prognose baut, kann deshalb nicht mehr tun, als sauber zu arbeiten: dieselbe Prüfliste bei jedem Spiel, dieselbe Skepsis gegenüber der eigenen Begeisterung, und die Bereitschaft, eine Wette nicht zu platzieren, wenn die Quote die Einschätzung nicht deckt. Football bietet für diese Arbeit reichlich Gelegenheit, weil die Punktwerte hoch, die Märkte vielfältig und die Informationen öffentlich sind — Verletzungsberichte, Wetterberichte, Einsatzzeiten. Ob man diese Informationen besser liest als der Markt, ist die offene Frage, und der Markt setzt seinen Preis mit einer Marge von rund 5 Prozent im Zwei-Weg-Markt bereits so, dass die Antwort meistens Nein lautet.
Wetten ergibt kein Einkommen, und wer es trotzdem so behandelt, verwechselt eine Freizeitbeschäftigung mit einer Erwerbsquelle. Die ehrlichste Version des Satzes lautet nicht «Wetten ist riskant», sondern: die Marge sorgt dafür, dass die Erwartung negativ ist, bevor überhaupt ein Tipp abgegeben wird. Wer das akzeptiert, kann sich dem Spiel mit klarem Kopf widmen. Wer es bestreitet, hat schon verloren, unabhängig vom Ausgang des nächsten Spiels.
Die geprüften Anbieter im Einzelnen
Zehn Namen, zwei Gruppen. Die ersten beiden sind die Veranstalter, die in der Schweiz eine Bewilligung haben; die acht folgenden sind ausländische Buchmacher, die hier ohne Bewilligung arbeiten. Die Reihenfolge folgt dieser Einteilung und nicht einer Rangliste der Attraktivität — wer die ersten beiden Zeilen mit den anderen acht in einen Topf wirft, verliert die einzige Information, die es hier wirklich gibt.
Swisslos Sporttip: bewilligter Veranstalter mit dem vollständigsten Regelwerk
Swisslos ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz unter der Aufsicht der Gespa. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet.
Die Einsatzgrenzen sind eng gesetzt und werden nicht verhandelt: Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für einen Gelegenheitsspieler ist die Untergrenze von CHF 1 die eigentliche Nachricht — sie kostet ihn nichts und macht keinen Schein unnötig gross.
Wer Sporttip nutzen will, muss mindestens 18 Jahre alt sein; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren; Senkungen wirken sofort, Erhöhungen nach 72 Stunden. Eine unbefristete Spielsperre landet in einem schweizweiten Register und wirkt bis in die Casinos.
Nützlich und ebenso begrenzt ist der Cash-Out. Bei Sporttip gibt es ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Auszahlungsbetrag selbst ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Wer den Cash-Out als Sicherheitsnetz betrachtet, hat die Richtung des Geschäfts missverstanden: der Veranstalter kauft die Wette zurück, und er kauft sie billiger ein, als sie im Erfolgsfall wäre.
Bei den Boni ist die Struktur eigenwillig. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der letzte Halbsatz ist der teure: Wer den Boost nutzt und dann vorzeitig aussteigt, verliert die Erhöhung. Es sind Instrumente für einen einzelnen Schein, nicht für einen Abend.
Livewetten funktionieren bei Sporttip nach einer Regel, die man einmal gelesen haben sollte. Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Im Football ist die Videoschiedsrichter-Entscheidung der Klassiker: Man sieht den Fang, man tippt, und die Prüfung entscheidet gegen den Schein. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Der wirtschaftliche Rahmen dieser Plattform ist kein Nebensatz. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio. nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Die Marge, die auf jedem Football-Schein liegt, ist in diesem Modell kein Gewinn für ein Unternehmen, sondern ein Beitrag an die öffentliche Hand. Wer das weiss, sieht dieselbe Zahl mit anderen Augen.
Das Urteil: Sporttip ist das vollständigste Angebot des Landes, und das ist keine Werbebehauptung, sondern eine Folge der Dokumentation. Regeln, Limiten, Sperren, Auszahlungswege — alles steht geschrieben und ist nachprüfbar. Wer American Football in der Schweiz wetten will und im Vertragsgebiet wohnt, kommt an Sporttip ohnehin nicht vorbei. Der Preis dafür ist eine geschlossene Produktwelt: Was die Liste der Aufsicht nicht kennt, gibt es nicht, und Eigenheiten findet man nur in dem, was das Programm ausdrücklich vorsieht.
Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Recht, ein anderes Publikum
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Wie Swisslos arbeitet sie mit einer Veranstalter- und einer Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa und ist eine der beiden Veranstalterinnen, die das interkantonale Recht zulässt.
Für einen Welscher ist Jouez Sport die einzige bewilligte Adresse, und das ist für die Beurteilung wichtiger als jede Produktaufzählung. Wer in Genf wohnt, hat keine Wahl zwischen zwei Schweizer Angeboten; er hat eines. Wer in Zürich wohnt, hat das andere. Die Bewilligung macht aus dem Markt keine Auswahl, sondern eine Landkarte, und wer umzieht, wechselt gegebenenfalls den Anbieter.
Die Kontaktadresse in Lausanne und die 2’350 Verkaufsstellen sind für das Online-Geschäft nicht das Wesentliche, für die Einordnung aber schon: Die Loterie Romande ist ein organisatorisch in der Westschweiz verankertes Haus mit einem dichten Netz vor Ort, in dem dieselben Spiele auch physisch angeboten werden. Die Verkaufsstellen verbinden das Konto mit einer Region — für Spielende, die ihre Wetten teils online, teils am Schalter abgeben, ist das der praktische Unterschied zu einem reinen Online-Anbieter. Dass Beratung am Schalter kein Kontrollmechanismus ist, steht im Abschnitt «Limiten, Spielsperre und die Kosten der Selbstkontrolle».
Was die Marge angeht, gilt für Jouez Sport kein anderer Satz als für Sporttip: Sie steckt in jeder Quote und wird vom Spielenden bezahlt, unabhängig davon, welchem Veranstalter das Programm gehört. Der Unterschied zwischen den beiden liegt in der Region und im Programmzugang, nicht im Mechanismus des Preises. Wer in der Westschweiz wohnt und die Limiten des Schweizer Systems nutzen will, findet sie hier genauso — Verlustlimiten, Spielsperre und Registeranschluss sind Bestandteil des Bewilligungsrahmens und nicht das Marketing einer einzelnen Marke.
Das Urteil: Jouez Sport ist für die Westschweizer Kantone dieselbe Sache wie Sporttip für die Deutschschweiz — der bewilligte Zugang, an dem kein Weg vorbeiführt, mit demselben Regelwerk und denselben Kosten. Die Bewilligung garantiert Fairness im Sinne des Verfahrens, nicht günstige Quoten, und kein Anbieter dieses Landes ist eine Abkürzung zu einer niedrigeren Marge. Wer aus der Westschweiz kommt und dennoch nach Alternativen sucht, sucht in Wahrheit nach einer Bewilligung, die es in seinem Kanton nicht gibt.
Wettigo: kein Schweizer Veranstalter, kein Schweizer Anspruch
Wettigo hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten veranstalten; eine ausländische Bewilligung entfaltet nach Art. 4 BGS hier keine Wirkung. Der Anbieter ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es besteht kein Schweizer Rechtsweg, und seine Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und über DNS blockiert werden.
Was das konkret bedeutet, ist keine Frage des Geschmacks. Wer dort eine American-Football-Wette platziert, nutzt ein Produkt, das in der Schweiz ohne Bewilligung organisiert wird, und verliert damit jede Form von hiesiger Fair-Play-Kontrolle. Gewinne aus ausländischen Veranstaltern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis kann sie vollständig als Einkommen erfassen — im Kanton Thurgau gilt genau das für Gewinne aus ausländischen Grossspielen, unabhängig von der Höhe. Der Spielende wird in einem Verfahren gegen den Anbieter nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können eingezogen werden.
Das Urteil: Der einzige Vorteil, den ein nicht bewilligter Anbieter strukturell bieten kann, ist ein Produkt, das in der Schweiz nicht zugelassen ist — und dieser Vorteil wird mit dem Verzicht auf Sperrregister, Rechtsweg und Aufsicht bezahlt. Der Preis des Produkts ändert sich dadurch nicht.
GG.BET: Buchmacherprogramm ohne Schweizer Bewilligung
Auch GG.BET verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Die Bewilligungslage ist bei diesem Namen nicht anders als bei den übrigen ausländischen Anbietern der Liste: Es besteht keine Zulassung nach Art. 4 BGS, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domains können von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt werden.
Für Schweizer Spielende heisst das, dass die gesamte Beziehung zu diesem Anbieter ausserhalb des hiesigen Schutzrahmens liegt. Wer dort ein Konto eröffnet, verlässt das System, in dem Limiten, Spielsperre und Beschwerdeweg institutionalisiert sind, und wechselt in eines, in dem diese Dinge freiwillige Zusagen eines Anbieters sind. Ein American-Football-Programm ist damit erreichbar, aber nicht mit Schweizer Regeln.
Das Urteil: Ein Programm für viele Sportarten ersetzt kein Bewilligungsverfahren. Was in der Schweiz fehlt, ist bei diesem Anbieter nicht durch ein grösseres Angebot zu ersetzen, und der ausländische Standort bleibt der einzige relevante Unterschied zu den zwei bewilligten Häusern.
Donbet: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Register
Donbet arbeitet in der Schweiz ohne Bewilligung. Es gilt der bekannte Rahmen: keine inländische Zulassung, keine Einbindung in das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg für Streitigkeiten, dafür die Möglichkeit, dass die Domains über die Sperrliste blockiert werden.
Wer die Plattform dennoch nutzt, muss wissen, dass die Geschäftsbeziehung damit vollständig ausserhalb des schweizerischen Aufsichtsbereichs liegt. Die Regeln, die das Schweizer Recht für Veranstalter mit Bewilligung vorschreibt, sind hier keine Pflicht, sondern hängen von den Bedingungen des Anbieters ab. Bei Streitigkeiten gibt es keine hiesige Stelle, die vermitteln könnte.
Das Urteil: Der fehlende Marktzugang ist bei diesem Namen die ganze Geschichte. Wo keine Bewilligung besteht, gibt es keinen Schweizer Anspruch, und kein Ausstattungsmerkmal einer Plattform ersetzt ihn.
Sportuna: ohne Zulassung in der Schweiz
Sportuna gehört zur Gruppe der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligung nach Art. 4 BGS liegt nicht vor; das Sperrregister erfasst den Anbieter nicht, ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, und die Domains können blockiert werden.
Für einen Spielenden in der Schweiz bedeutet das einen Bruch im Schutzsystem an genau den Stellen, an denen er im Alltag auf es zählt: bei der Sperre, bei der Beschwerde und bei der Frage, wohin das Guthaben bei einem Konflikt wandert. Die Nutzung ist möglich, die Regeln des Schweizer Marktes gelten dabei aber nicht.
Das Urteil: Ein Anbieter ohne Zulassung bleibt ein Anbieter ohne Zulassung — unabhängig davon, wie ordentlich die Seite aussieht. Für American Football erhält man dort ein Programm, aber keine Schweizer Spielregeln.
N1 Bet: ausländisches Angebot, Schweizer Folgen
N1 Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Für Schweizer Spielende gilt damit dieselbe Ausgangslage wie bei den anderen Namen dieser Gruppe: keine hiesige Zulassung, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domänen können über die Sperrliste blockiert werden.
Steuerlich ist die Sache ebenfalls nicht neutral. Gewinne aus ausländischen Veranstaltern kennt die Verrechnungssteuer nicht, die kantonale Praxis kann sie aber erfassen — im Kanton Thurgau werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen vollständig als Einkommen behandelt. Wer also glaubt, die Schweiz steuere nur die bewilligten Häuser, hat den Mechanismus falsch verstanden.
Das Urteil: Für Spielende, die den Anschluss an das Sperrregister für entbehrlich halten, bleibt immer noch die Frage des Rechtswegs — und genau dort endet der Vergleich zu den zwei bewilligten Veranstaltern.
Betwinner: Programm ohne inländische Bewilligung
Betwinner verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Es besteht keine Zulassung nach dem Geldspielgesetz, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Blockierung über die Sperrliste der Gespa ist möglich.
Ein Konto bei einem solchen Anbieter bringt Schweizer Spielende in eine Lage, in der die hiesigen Schutzmechanismen nicht greifen. Das ist kein technisches Detail, sondern betrifft die Frage, was passiert, wenn eine Auszahlung stockt oder ein Konto gesperrt wird: Zuständig ist dann keine Schweizer Stelle.
Das Urteil: American Football lässt sich dort spielen, aber ohne die Regeln, die einen Schweizer Veranstalter binden — und genau das ist der Unterschied, den eine Bewilligung ausmacht.
AmunRa: Bewilligungslage wie bei den übrigen ausländischen Namen
AmunRa arbeitet in der Schweiz ohne Bewilligung. Auch hier gilt: keine Zulassung nach Art. 4 BGS, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Blockierung über die Sperrliste möglich.
Der sichtbare Teil eines solchen Angebots ist die Plattform; der unsichtbare ist das Fehlen jeder Schweizer Kontrolle. Wer im Schweizer System die Verlustlimite und die Spielsperre als selbstverständlich erlebt, verliert beides beim Wechsel auf eine Plattform ohne Bewilligung, weil diese Mechanismen an die Bewilligung geknüpft sind.
Das Urteil: Der Name ändert sich von Anbieter zu Anbieter, die Bewilligungslage nicht. Wer American Football mit Schweizer Schutzmechanismen will, bleibt bei den zwei bewilligten Veranstaltern.
Interwetten: keine Schweizer Bewilligung, auf der Sperrliste
Interwetten hat keine Schweizer Bewilligung und gehört zu den ausländischen Anbietern, deren Domains auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden können. Die Aufsicht nennt die Marke im Zusammenhang mit dem Domain-Hopping ausdrücklich als Beispiel: Blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden durch neue ersetzt, und die Gespa zählt Interwetten zu den Namen, bei denen das beobachtet wurde.
Damit ist dieser Fall der anschaulichste der ganzen Gruppe. Die Blockierung über DNS ist ein Werkzeug des schweizerischen Vollzugs, und dass ein Anbieter mit dem Wechsel der Domain darauf reagiert, zeigt, wie wenig Endgültigkeit in einer solchen Sperre liegt. Für Spielende heisst das: Ein Anbieter, der in der Schweiz nicht zugelassen ist, bleibt in der Schweiz nicht zugelassen, auch wenn die Seite weiterhin erreichbar ist. Bei den Domains, die am Ende des Jahres 2025 auf der Liste standen, handelte es sich um 671 Adressen; die erste Liste stammt vom 3. September 2019.
Das Urteil: Die wiederkehrende Erreichbarkeit ist kein Bewilligungssurrogat, sondern ihr Gegenteil — sie beschreibt genau die Lücke, die der Schweizer Vollzug nicht schliessen kann. Für American Football mit Schweizer Regeln ändert sich dadurch nichts.
Steuern auf Gewinne: der Freibetrag und das «je nach Kanton»
Gewinne aus Schweizer Grossspielen, zu denen die ESTV ausdrücklich auch Sportwetten zählt, sind bis zu einem Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Auf Bundesebene liegt dieser Freibetrag ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, nach CHF 1’070’400 im Jahr 2025. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, und deshalb gehört zu jeder Auskunft über die Besteuerung von Sportwettgewinnen der Zusatz «je nach Kanton» — nicht als Ausweichformel, sondern weil eine einzelne kantonale Zahl falsch wäre.
Was darüber liegt, hält der Veranstalter zurück: Oberhalb des Freibetrags wird eine Verrechnungssteuer von 35 Prozent erhoben, die man über die Deklaration in der Steuererklärung zurückholt. Für einen typischen Spielenden ist dieser ganze Abschnitt Theorie. Wer einzelne Wetten mit Einsätzen zwischen CHF 1 und CHF 1’000 platziert, gewinnt Grössenordnungen unterhalb der Schwelle; bei ihm fällt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer auf den Gewinn an. Die Aufregung über die Steuer auf Sportwetten findet in einer Liga statt, in der fast niemand spielt.
Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht, und wer sie in einem Vergleich findet, hat einen anderen Markt vor sich. Bei ausländischen Anbietern wiederum fehlt die Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis kann die Gewinne erfassen — im Kanton Thurgau vollständig als Einkommen, unabhängig von der Höhe. Für Einzelfragen gilt: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.
Werbung und Gratisguthaben: was das Gesetz dazu sagt
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für ein in der Schweiz nicht erlaubtes Geldspiel ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Deshalb bleiben die acht ausländischen Namen auf dieser Seite beschrieben und bewertet, aber nicht beworben — die Unterscheidung ist rechtlich nicht beliebig, und ein redaktioneller Vergleich darf sie nicht verwischen.
Gratisspielguthaben und Gratiskredite brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Was ein Bonus im Einzelfall wert ist und welche Bedingungen daran hängen, ergibt sich allein aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Eine Sperrstunde für Werbung zu bestimmten Tageszeiten kennt das Schweizer Recht nicht — der Schutz kommt über den Inhalt, nicht über die Uhrzeit.
Häufige Fragen zu American Football Wetten in der Schweiz
Darf man in der Schweiz auf NFL-Spiele wetten, und wer bietet das an?
Ja, aber nur bei den zwei Veranstaltern mit Bewilligung: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport, jeweils für ihr eigenes Kantonsgebiet. American Football gehört zum zugelassenen Katalog, sofern das Wettprogramm die entsprechende Partie führt. Ausländische Anbieter nehmen Schweizer Spielende an, haben hier aber keine Bewilligung.
Wie wird die Verlängerung in der NFL bei Wetten behandelt?
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf den Sieger endet also in der Regel mit der regulären Spielzeit, auch wenn danach noch eine Overtime gespielt wird.
Was bedeuten Handicap und Über/Unter, und wie wirkt die Marge?
Handicap gleicht einen Favoriten mit einem Punktevorsprung aus, Über/Unter setzt auf die Gesamtpunktzahl beider Teams. In beiden Zwei-Weg-Märkten steckt die Marge im Preis: Bei Quoten von 1.90 und 1.90 liegt der Auszahlungsschlüssel bei rund 95 Prozent, die Marge also bei rund 5 Prozent — ein Band, kein fester Wert.
Wie entsteht eine Prognose, und warum ist kein Tipp sicher?
Eine Prognose stützt sich auf Form, Ausfälle, Heimvorteil und Quoten. Sie bleibt eine Schätzung über einen unbekannten Ausgang, und ein Value Bet ist die Annahme, dass der Markt eine Seite falsch bewertet. Irren gehört dazu; die Marge sorgt dafür, dass die Erwartung über viele Wetten negativ ist. Wetten ergibt kein Einkommen.
Welche Verlustlimiten muss man vor der ersten Wette setzen?
Vor der ersten Teilnahme an Sporttip sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Wie hoch ist die Steuer auf Gewinne, und was heisst «je nach Kanton»?
Gewinne aus Schweizer Sportwetten sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei — ab 1. Januar 2026 bundesrechtlich CHF 1’071’000. Darüber hält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer zurück, rückforderbar über die Steuererklärung. Der kantonale Freibetrag weicht ab, deshalb «je nach Kanton».
US-Sport – kombibonusch
Inhalt erstellt vom Team «kombibonusch»
