Serie A Wetten in der Schweiz 2026 — Quoten, Marge und was jede Wette wirklich abzieht
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Stand: Oktober 29, 2026. Bewilligungen und Limiten geprüft gegen die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht, und gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen der beiden bewilligten Veranstalter.
Wer in der Schweiz auf die italienische Liga wetten will, stösst auf eine Zahl, die im Werbematerial der Branche nirgends steht: zwei. Zwei Veranstalter dürfen Sportwetten anbieten, Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport, und alles andere, was ein Schweizer Browser unter «Serie A Quoten» ausspuckt, hat hier keine Bewilligung. Das ist keine Fussnote zur Rechtslage, es ist die Grundlage jeder Rechnung, die auf dieser Seite folgt. Denn eine Quote ist kein Angebot, sondern ein Preis mit einer eingebauten Gebühr, und wer diese Gebühr nicht kennt, kann die Grösse seines Einsatzes nicht sinnvoll wählen. Die zwei Veranstalter verteilen ihren Reingewinn an die Kantone und an die Stiftung Sportförderung Schweiz — CHF 562 Mio. für 2025, davon CHF 109 Mio. aus den Sportwetten. Ein Geschäftsmodell, das öffentliche Aufgaben finanziert, ist damit nicht unseriös. Es ist nur genau das, was es ist: ein Geschäftsmodell.
Vor der ersten Wette: Verlustlimiten, Pausen und der 72-Stunden-Trick
Die erste Handlung auf einem Schweizer Wettkonto ist keine Wette. Sie ist eine Zahl, die man selbst festlegt, bevor man überhaupt eine Quote zu sehen bekommt. Wer bei Sporttip einsteigt, muss vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Dazu kommt auf Wunsch eine Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage. Das Gesetz verlangt von jedem Veranstalter, einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste festzulegen, und es formuliert dabei eine Richtung, die man kennen sollte: Senken gilt sofort, Erhöhen erst nach Ablauf einer Frist. Swisslos und die Loterie Romande setzen diese Frist in ihren eigenen Bedingungen auf 72 Stunden, während das Geldspielgesetz selbst 24 Stunden nennt.

Warum die Frist in eine Richtung wirkt
Eine Limite, die man jederzeit erhöhen kann, ist keine Limite. Sie ist ein Vorsatz. Die 72 Stunden sind deshalb der eigentliche Spielerschutzmechanismus des Schweizer Systems, und sie funktionieren ausschliesslich gegen den Impuls, nicht gegen die Vernunft. Wer an einem Sonntagabend nach einer Serie von verlorenen Kombiwetten beschliesst, sein Monatslimit zu verdoppeln, findet am Montagmorgen dieselbe Wette vor, nur mit kühlerem Kopf. Ein Kanton hat hier übrigens keine andere Frist als der nächste: die 72 Stunden gelten bei beiden Veranstaltern einheitlich, es gibt keinen Spielraum nach Wohnsitz.
Was ein Limit pro Tag gegen ein Limit pro Monat kostet
Zwei Zahlen, dieselbe Summe. Ein Monatslimit von CHF 300 und ein Tageslimit von CHF 300 sind wirtschaftlich verschiedene Dinge — die zweite Variante erlaubt es, den Monatsbetrag an einem einzigen Samstag zu verdampfen, an dem sechs Spiele der Serie A gleichzeitig angepfiffen werden. Wer sich ein Tageslimit setzt, das in der Höhe seinem Monatsbudget entspricht, hat sich kein Limit gesetzt, sondern eine Erlaubnis. Die drei Staffelungen von Sporttip existieren genau deshalb: die kurze Frist ist die bremsende, die lange die planende. Wer nur eine Zahl einträgt, trägt sie meist in die falsche Zeile.
Die Spielsperre und das Register, das weiter reicht als das eigene Konto
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird dagegen in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Bemerkenswert daran ist die Reichweite: eine Sperre, die man bei einem Anbieter ausspricht, weitet sich auf einen ganzen Markt aus. Genau diese Reichweite fehlt jeder Offshore-Seite — dazu mehr im Abschnitt über Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Wer heute bei einem ausländischen Anbieter spielt und morgen die gesetzliche Sperre will, muss wissen, dass die beiden Systeme einander nicht kennen.
Ein freiwilliger Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss vom Veranstalter angeboten werden, und wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Das ist die unangenehmste Regel im ganzen Konstrukt, und sie ist konsequent: das Geld, das im Spiel ist, ist nicht mehr das Geld des Spielers, sobald er nicht mehr teilnehmen darf.
Prognosen: was eine Einschätzung wert ist und was sie kostet
Die Suche nach «Serie A Tipps» ist die Suche nach einem Vorteil, den es nicht zu kaufen gibt. Wie eine Einschätzung überhaupt entsteht, lässt sich trotzdem sauber beschreiben, und das ist mehr wert als jede Empfehlung: Form der letzten Spiele, Tabellenlage, Ausfälle, die Bedeutung der Partie für beide Seiten, Heimstärke — und dann die Quote. Der letzte Faktor ist der einzige, der den Wert einer Prognose mathematisch verändert. Eine Einschätzung, die ein Ergebnis für wahrscheinlich hält, ist erst dann etwas wert, wenn die angebotene Quote über der Wahrscheinlichkeit liegt, die man selbst ansetzt.
Die Marge steckt schon in der Einschätzung
Trainer reden von Chancen, Buchmacher von Preisen, und dieselbe Partie trägt beides. Wer die Serie A verfolgt und überzeugt ist, dass eine Mannschaft 50 % der wahrscheinlichen Ausgänge abdeckt, braucht eine Quote über 2.00, um langfristig nicht zu verlieren. Alles darunter ist eine Wette auf das Eintreten eines Ereignisses zu einem Preis, der die eigene Überzeugung nicht bezahlt. Das ist die ganze Theorie des Werteinsatzes in zwei Sätzen, und sie erklärt, warum Formtabellen allein keine Rendite erzeugen. Über tausende Wetten entscheidet nicht das Urteilsvermögen über die Mannschaft, sondern das Verhältnis zwischen eigener Wahrscheinlichkeit und angebotener Quote.
Langzeit und Meister: die Wette, die Kapital bindet
Serie A Meisterwetten sind Langzeitwetten und haben eine Eigenschaft, die in keiner Quote sichtbar ist: sie binden Geld über Monate. Wer im August auf den Meister setzt, dessen Einsatz liegt bis Ende Mai fest, und der tatsächliche Ertrag muss gegen die Zeit gerechnet werden, in der dieses Geld nicht verfügbar war. Der Cash-Out hilft dabei weniger, als man denkt. Bei Sporttip ist der Cash-Out-Betrag tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; angeboten werden muss er nicht für alle Wetten. Bei Langzeitwetten gibt es ihn zwar, aber er ist kein Ausstieg zum fairen Preis, sondern ein Ausstieg zu einem Preis, den der Veranstalter setzt. Das ist keine Kritik an einem Mechanismus, sondern die Beschreibung eines Mechanismus: wer eine Langzeitwette abschliesst, verkauft dem Veranstalter eine Option und kauft eine zweite zurück — zu deren Bedingungen.
Was eine Live-Wette an Sicherheit kostet
Live-Wetten sind schnell, und Schnelligkeit hat in der Schweiz eine eigene Preisfrage. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. Und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Der Einsatz kommt also zurück, der Gewinn nicht. Wer live setzt, während der Ball noch rollt und die Situation schon entschieden ist, verliert die Chance auf den Gewinn und behält den Einsatz. Es gibt keinen legitimen Weg, das zu umgehen, und es braucht auch keinen: die Alternative ist, auf eine Lage zu setzen, die noch offen ist.
Quoten, Marge und die Wettarten, die es zu unterscheiden gilt
Eine Quote ist ein Bruch. Sie drückt aus, wie viel der Veranstalter für einen Einsatz von einer Einheit zurückzahlt, nicht, wie wahrscheinlich ein Ereignis ist. Der Unterschied zwischen diesen beiden Sätzen ist der ganze Betrug der Werbebranche, und er verschwindet, sobald man die Auszahlungsquote eines Marktes ausrechnet.
Die eingebaute Gebühr, ausgerechnet an einem Beispiel
Nehmen wir einen 1X2-Markt mit Quoten von 2.10, 3.40 und 3.60 — ein Rechenbeispiel, kein quotierter Preis. Der Quotenschlüssel, also der Anteil aller Einsätze, den dieser Markt zurückzahlt, ergibt sich aus 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60). Die Kehrwerte summieren sich auf rund 1,0479, und das heisst: dieser Markt zahlt zwischen 95 % und 96 % der Einsätze an die Wettenden zurück. Die Marge des Veranstalters liegt entsprechend zwischen 4 % und 5 %. Wo die genaue Zahl landet, hängt an der letzten Stelle der Summe; die Botschaft ändert sich nicht. Auf jeden eingesetzten Franken behält der Veranstalter also rund vier bis fünf Rappen, unabhängig davon, wer gewinnt. Genau deshalb ist die Marge die einzige Zahl im Sportwettenmarkt, die für den Betreiber nicht volatil ist. Nicht jede Serie-A-Partie trägt denselben Aufschlag. Bei einem Spiel mit klarem Favoriten, etwa einem Heimteam um 1,25, fällt die Auszahlungsquote eines 1X2-Marktes erfahrungsgemäss anders aus als hier, oft schlechter — unter 1,25 stehen verhältnismässig grössere Margenfenster als bei 2,10. Ich betone: hier steht ein Rechenbeispiel für die Methode, keine Messung eines echten Spiels. Wie Sporttip und Jouez Sport bei einer konkreten Partie bepreisen, sieht man auf dem Wettschein, und der Vergleich beider Anbieter bei derselben Begegnung ist der einzige Vergleich, der zählt.
Einzelwette, Kombiwette und wo die Marge mehrfach greift
Bei der Einzelwette zahlt man die Marge einmal. Bei der Kombiwette multipliziert man die Quoten der einzelnen Voraussagen zu einem Gesamtpreis; die Margen der einzelnen Märkte multiplizieren sich in die Auszahlungsquote hinein, und zwar ungünstig für die Wettenden. Eine zweibeinige Kombiwette aus zwei Märkten mit je 95 % Rückzahlung zahlt rechnerisch rund 90 % zurück, eine vierbeinige aus vier solchen Märkten rund 81 %. Das ist der Punkt, den Kombiwetten-Werbung konsequent verschweigt: der Reiz liegt im wachsenden möglichen Gewinn, der Preis in der fallenden Rückzahlung. Bei Sporttip kommt ein Mechanismus für verknüpfte Ereignisse hinzu. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Auszahlung des Einsatzes ist kein Schaden, aber auch kein Gewinn — eine Stunde Arbeit und ein Ergebnis von null.
Der Kombiboost: 5 % für vier, 100 % für fünfzehn
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Rechnen wir das ehrlich. Vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 sind kombinierte Quoten ab 1,50⁴, also ab rund 5,06. Auf eine kombinierte Quote von 5,06 gelegt, erhöht der Boost von 5 % auf den Nettogewinn das Ergebnis um 5 % von 4,06 — aus 4,06 werden rund 4,26. Aus einer Wette mit 5,06 werden also rund 5,26. Das ist ein zusätzlicher Franken auf einen Einsatz, der über vier Beine gegangen ist, und die vier Beine haben zusammen bereits mehr als eine Marge getragen. Wer Kombiwetten ohnehin spielt, nimmt den Boost mit, weil er nichts kostet. Wer wegen des Boosts Kombiwetten spielt, hat den Anreiz der Werbung mit derselben Zahl widerlegt, mit der er ihn begründet.
Quotenboosts und Profitboosts: einmal pro Person, nie nach einem Cash-Out
Sporttip kennt daneben Quotenboosts und Profitboosts. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Die letzte Bedingung ist die interessante: wer eine Wette mit Boost vorzeitig auflöst, verliert die Erhöhung, und da der Cash-Out-Betrag ohnehin tiefer liegt als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, zahlt er zweimal. Erst den Abschlag, dann die verlorene Prämie.
Serie A: Aufbau der Liga und was daraus für Wetten folgt
Die Serie A ist keine Ansammlung von Spielen, sondern ein Kalender mit Regeln, und diese Regeln entscheiden, welche Märkte überhaupt sinnvoll sind. Seit der Saison 2004/05 spielen 20 Vereine, zuvor waren es 18; jeder Verein bestreitet 38 Spieltage im Hin- und Rückspiel, die Saison läuft von Ende August bis Ende Mai. Organisiert wird das Ganze von der Lega Nazionale Professionisti Serie A, einer Untereinheit des italienischen Fussballverbands.
Auf- und Abstieg: der Markt, der auf die Tabelle schaut
Aus der Serie A steigen die letzten drei Mannschaften in die Serie B ab. Auf steigen die beiden Besten der Serie B und der Sieger der Play-offs der Plätze 3 bis 6. Damit trägt die untere Tabellenhälfte ab etwa dem 30. Spieltag eine eigene Wertigkeit: Spiele zwischen zwei Mannschaften im Abstiegskampf sind nicht nach der Tabellenposition zu bewerten, sondern nach der Dringlichkeit. Das ist kein Trick, sondern der einzige legitime Grund, warum dieselbe Quote in zwei Teilen der Saison unterschiedlich viel wert sein kann.
Punktgleichheit: der direkte Vergleich entscheidet
Bei Punktgleichheit entscheidet in der Serie A der direkte Vergleich; Entscheidungsspiele wurden bis zur Saison 2005/06 ausgetragen. Für die Tabelle ist das eine Fussnote, für Langzeitwetten auf die Endplatzierung eine Hauptsache. Zwei Mannschaften mit identischer Punktzahl können unterschiedliche Plätze belegen, und wer auf eine Platzierung wettet statt auf den Meister, wettet auf ein Regelwerk und nicht nur auf Ergebnisse. Das ist eine genauere Wette mit einem engeren Markt.
Die Serie A 2025/26 und was ein Rückblick wirklich zeigt
Die abgelaufene Saison lief vom 23. August 2025 bis zum 24. Mai 2026; Meister wurde Inter Mailand mit 87 Punkten. Abgestiegen sind US Cremonese mit 34 Punkten, Hellas Verona mit 21 Punkten und Pisa SC mit 18 Punkten. Torschützenkönig wurde Lautaro Martínez von Inter Mailand mit 17 Toren. Zwei Dinge fallen daran auf, und beide sind für die kommende Saison relevant. Erstens: 87 Punkte in 38 Spielen sind ein sehr hoher Wert, der Meister hat die Liga deutlich dominiert. Zweitens: 17 Tore genügten für die Torjägerkrone — in einer Liga, in der ein Torjäger mit einem solchen Wert durchkommt, ist der Markt «Torschützenkönig» schwerer zu treffen, als er aussieht, weil die Spitze eng zusammenliegt.
Zur Historie gehört ein Satz, weil er die Dimension jeder Meisterwette zeigt. Rekordmeister ist Juventus Turin mit 36 Titeln, gefolgt von Inter Mailand mit 21 und dem AC Mailand mit 19. Die erste italienische Meisterschaft wurde 1898 ausgetragen, den ersten Titel gewann der CFC Genua; den Namen Serie A trägt die Liga seit der Reform von 1946.
Die reguläre Spielzeit und die Nachspielzeit
Ein Detail, das jeden Treffer in der 94. Minute entscheidet. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer — beim Fussball etwa 90 Minuten — plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf ein Ergebnis wettet und in der Nachspielzeit den Ausgleich kassiert, hat die Wette verloren, und das ist keine Härte des Anbieters, sondern die Standarddefinition. Anders sieht es aus, wenn ein Pokalspiel in die Verlängerung geht: dort bleibt die 90-Minuten-Wette unberührt, und die Verlängerungswette ist ein eigener Markt. Wer beide Märkte verwechselt, verwechselt zwei verschiedene Preise.
Die beiden Veranstalter im Vergleich und was ihre Zahlen unterscheiden
In der Schweiz ist der Vergleich zweier Bewilligungen ein Vergleich zweier Kantonsgebiete, nicht zweier Firmen mit unterschiedlichem Geschäftsmodell. Beide dürfen Sportwetten als Grossspiel veranstalten, beide unterstehen der Aufsicht der Gespa, beide führen ein Online-Konto nur für Personen, die im eigenen Gebiet wohnhaft sind. Wer im Kanton Zürich lebt, kann kein Jouez-Sport-Konto eröffnen, und wer in Genf lebt, kein Sporttip-Konto. Damit ist der Vergleich für die meisten Leser bereits entschieden, bevor er begonnen hat.
| Kriterium | Swisslos Sporttip | Loterie Romande Jouez Sport |
|---|---|---|
| Bewilligung | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, Aufsicht Gespa | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, Aufsicht Gespa |
| Veranstalterin | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| Organisator oder gemeldete Bewilligung | Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; Swisslos betreibt Sporttip in 19 Kantonen, im Tessin und in Liechtenstein | Loterie Romande Veranstalterin für Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis; 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende |
| Bediente Kantone | AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH sowie Tessin und das Fürstentum Liechtenstein | Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura |
| Mindest- und Höchsteinsatz | CHF 1 Mindesteinsatz; CHF 1’000 Höchsteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten, CHF 10’000 für Systemwetten | — |
| Verlustlimiten | 1, 7 und 30 Tage, Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000, Senkung sofort, Erhöhung nach 72 Stunden | — |
Die Tabelle hat zwei leere Zellen, und diese Leere erzählt die eigentliche Geschichte des Schweizer Marktes. Während Swisslos seine Einsatzgrenzen und seine Schutzlimiten in veröffentlichten Bedingungen ausbuchstabiert, sind die entsprechenden Werte der Loterie Romande in deren eigenen Bedingungen nachzuschlagen, und dort steht, was für die Westschweiz gilt. Das ist keine Lücke in der Aufsicht, sondern eine Folge davon, dass zwei Veranstalter mit zwei getrennten Vertragswerken bestehen. Wer vergleichen will, vergleicht zwei Dokumente, nicht zwei Reklameflächen.
Das Geschäftsmodell hinter der einen und der anderen Zahl
Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio. nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Diese beiden Zahlen zusammen sind die interessante Beobachtung: der Beitrag der Sportwetten an den Gemeinnützigkeitsertrag ist gesunken, während das Gesamtbild stabil blieb. Für den Wettenden ändert das nichts an der Quote. Für das Verständnis des Systems ändert es viel: Sportwetten sind in der Schweiz nicht das Hauptgeschäft der Veranstalter, sondern ein Nebengeschäft mit einer gesetzlich begrenzten Zahl von Anbietern. Eine Branche mit zwei Veranstaltern hat keinen Preiskampf und deshalb auch keinen Grund, die Marge zu senken. Genau das ist der Grund, warum die 95 % vom Anfang dieses Abschnitts hier kein Skandal sind, sondern eine logische Folge der Marktordnung.
Ein Konto, eine Identität, ein Auszahlungsweg
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Wohin ausgezahlt wird, ist ebenfalls geregelt: Gewinne und Guthaben gehen nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers; anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettmarkt nicht, und Kredite an Spielende sind verboten. Wer von einem ausländischen Anbieter kommt, für den ist das die grösste Umstellung: kein Konto bei einer dritten Person, kein Wallet ohne Namen, kein Empfänger, der nicht auf dem Ausweis steht.
Die zehn Anbieter im Vergleich: zwei mit Bewilligung, acht ohne
Die folgende Einordnung nennt zu jedem Anbieter, ob er über eine Schweizer Bewilligung verfügt, und wer die Veranstaltung organisiert oder welche Bewilligung gemeldet ist. Die Reihenfolge beginnt mit den beiden bewilligten Veranstaltern und führt danach ausländische Marken auf, die Schweizer Spielende antreffen. Diese Marken sind zum Vergleich aufgeführt, weil sie im Alltag vorkommen, nicht weil sie empfehlenswert wären. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten veranstalten. Ausländische Bewilligungen haben hier keine Geltung.
| Anbieter | Bewilligungsstatus in der Schweiz | Veranstalter oder gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (Grossspiel), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; eine der zwei kantonal zugelassenen Veranstalterinnen |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (Grossspiel), Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande; eine der zwei kantonal zugelassenen Veranstalterinnen |
| 22Bet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz |
| IviBet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz |
| BassBet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz |
| Sportuna | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz |
| Rollbit | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz |
| BillyBets | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz |
| BetAlright | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz |
| myBet | ohne Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Geltung in der Schweiz |
Was in dieser Liste sofort auffällt: acht der zehn Einträge tragen in der Bewilligungsspalte dieselbe Aussage. Das ist keine Recherchelücke, das ist das Ergebnis. Es gibt keinen weiteren bewilligten Anbieter, weil es in der Schweiz keinen geben darf, und die Gespa veröffentlicht in diesem Feld nur die Sperrliste blockierter ausländischer Domains. Wer eine Vergleichstabelle mit zehn geprüften Schweizer Lizenzen findet, hat eine Tabelle gefunden, die es nicht geben kann.
Swisslos Sporttip: die Bewilligung mit der tiefsten Einsatzgrenze
Swisslos mit dem Produkt Sporttip ist eine der beiden Veranstalterinnen, die die Kantone zulassen, mit Sitz in Basel und tätig im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Ein Online-Konto steht nur Personen offen, die in diesem Gebiet wohnhaft sind. Nichts an dieser Marke ist überraschend, und das ist in diesem Markt ein Lob: die Bedingungen sind veröffentlicht, die Limiten stehen in Zahlen da, und die Frage, ob man am Ende ausgezahlt wird, stellt sich nicht.
Die Einsatzgrenzen sind der Punkt, an dem Sporttip für einen Teil der Leser unbrauchbar wird. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Diese CHF 1’000 pro Wette sind die eigentliche Grenze des Schweizer Modells. Wer 2’000 auf ein Spiel setzen will, setzt sie nicht in einem Zug, und eine Umgehung über zwei Wetten auf dasselbe Ereignis ist keine Umgehung, sondern eine zweite Wette zum zweiten Preis. Für den Gelegenheitswetter sind CHF 1’000 pro Wette viel. Für den, der Sportwetten als Kapitalanlage betrachtet, sind sie das Ende des Plans.
Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten, und Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Alterskontrolle ist bei einem Veranstalter, der ein Konto mit hochgeladenem Ausweis führt, kaum umgehbar — am Verkaufspunkt dagegen nicht immer. Die Gespa hat 2025 mit Testkäufen geprüft, wie gut das funktioniert: von 200 Fällen wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer den Verkaufsschalter als besonders geschützt ansieht, sollte diese Zahl kennen. Die Kontoeröffnung mit Ausweisprüfung ist der strengere Weg — nur ist er nicht der einzige.
Der Sporttip-Kombiboost und die Quotenboosts sind Gratisleistungen mit Bedingungen, die den Nutzen kleiner machen als den beworbenen Satz. Wer sie ohnehin qualifiziert, verliert nichts. Wer eine Kombination erst wegen der Schwelle von vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 zusammenstellt, handelt nach einem Anreiz, den der Veranstalter gesetzt hat, und nicht nach eigener Einschätzung. Das ist der Unterschied, den die 5 %-Stufe nicht sichtbar macht.
Loterie Romande Jouez Sport: die Westschweizer Bewilligung
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Wer in diesen sechs Kantonen wohnt, hat keine Wahl zwischen zwei Anbietern, sondern einen Anbieter — und wer in der Deutschschweiz wohnt, hat den anderen. Der Wettbewerb, den die Werbung des Marktes suggeriert, findet zwischen den beiden Veranstaltern nicht statt, weil sie sich geografisch ausschliessen.
Der Unterschied, der wirklich zählt, liegt damit nicht im Angebot, sondern im Zugang. Ein Konto setzt Wohnsitz im Vertragsgebiet voraus, und die Identitätsprüfung über den Ausweis ist in beiden Häusern dieselbe Pflicht aus derselben Verordnung. Für einen Wettenden, der zwischen Zürich und Lausanne pendelt, ist das eine praktische Frage: das Konto hängt am Wohnsitz, nicht am Aufenthaltsort. Wer umzieht, prüft die Bedingungen des Hauses, das dann zuständig wird — und ein Konto bei der anderen Veranstalterin lässt sich nicht einfach mitnehmen.
Die Bewilligungsbasis ist bei beiden Häusern identisch, und auch das gehört in einen Vergleich: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, Aufsicht durch die Gespa. Wer in der Westschweiz wohnt, gewinnt durch den Wechsel zu Jouez Sport keinen rechtlichen Vorteil und verliert keinen. Er wechselt die Marke, nicht den Schutz. Und wer eines der acht ausländischen Angebote danebenlegt, wechselt auch den Schutz — was der nächste Abschnitt beziffert.
Was «ohne Schweizer Bewilligung» konkret bedeutet
Bei den acht ausländischen Marken im Vergleich steht in jeder Zeile dieselbe Feststellung, und die Feststellung selbst ist der ganze Inhalt. Eine Bewilligung ist gemeldet oder nicht, aber selbst eine gemeldete Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung. Daraus folgt eine Kette von Folgen, die man nicht wegdiskutieren kann.
Die vier Dinge, die mit der Bewilligung wegfallen
Kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, das heisst: eine Spielsperre, die jemand bei einem Schweizer Veranstalter hinterlegt hat, wird von diesen Anbietern nicht gesehen. Kein Schweizer Rechtsschutz, das heisst: kein Weg über die kantonale Aufsicht und keine Schweizer Gerichtsbarkeit für eine Streitigkeit über eine Wette. Keine Schweizer Aufsicht über die Wettprogramme, das heisst: keine Bindung an die geschlossene Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die hier für die Veranstalter gilt — diese Liste ist eine Beschränkung, aber sie ist auch eine Garantie, dass nichts bepreist wird, was das Gesetz nicht kennt. Und kein Zugriff des Schweizer Rechts auf die Auszahlung: Gewinne ausländischer Anbieter sind einem schweizerischen Vollstreckungsweg nicht ohne Weiteres zugänglich.
Was es kostet, ohne diese vier Dinge zu spielen
Zwei Dinge, und beide sind unangenehm konkret. Erstens die Steuer, aber anders als man denkt: Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, und das klingt zunächst gut. Die kantonale Praxis kann solche Gewinne jedoch anders behandeln, und die Steuerpraxis des Kantons Thurgau etwa erfasst Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen. Wer in einem Kanton mit dieser Praxis wohnt, zahlt auf einen ausländischen Gewinn, was er auf einen Schweizer Gewinn bei typischer Höhe nicht zahlt.
Zweitens die Verfügbarkeit. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, am Ende von 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — die Gespa nennt das Domain-Hopping und führt dafür unter anderem Interwetten und Bet-at-Home an, sie nennt bet365 als auf der Liste stehend. Wer auf einer solchen Seite ein Guthaben liegen hat, wenn die Domain blockiert wird, hat kein Schweizer Institut, an das er sich wenden kann. Das ist kein abstraktes Risiko, sondern eine Frage von Stunden.
Die Rechtslage: eine geschlossene Liste, die den Preis mitbestimmt
Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz und werden von der Gespa beaufsichtigt, der interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern. Die ESBK ist hier nicht zuständig; sie beaufsichtigt nur Kasinos. Eine Bewilligung braucht sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Ein ausländischer Anbieter mit Curaçao-, Malta- oder deutscher Bewilligung fällt damit nicht unter diese Aufsicht, weil seine Bewilligung hier keine Geltung hat. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt.

Was überhaupt bepreist werden darf
Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Qualifikationsrunden sind nur erfasst, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, und auf Trainingsläufe darf überhaupt nicht gewettet werden. Corner-Märkte und Kartenmärkte finden sich auf der Liste nicht, und einen Esport-Abschnitt gibt es dort ebenfalls nicht. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Was das für die Serie A heisst: das italienische Sportereignis selbst ist wettbar, die üblichen Nebenmärkte sind es nicht alle, weil sie auf der Liste nicht stehen. Wer aus einer Suchanfrage auf Serie-A-Corners stösst, sollte wissen, dass dieser Markt im bewilligten Schweizer Angebot nicht vorgesehen ist.
Was die Bewilligung den Wettenden kostet
Die geschlossene Liste und die zwei Veranstalter sind derselbe Mechanismus von zwei Seiten. Die Zahl der Anbieter deckelt den Wettbewerb und damit den Anreiz, die Marge zu drücken. Für die Wahlfreiheit ist das ein Verlust und für den, der die Wette in den Schutzmechanismen des Schweizer Systems absichern will, ein Gewinn. Ein Anbietervergleich mit acht Bewilligungen kann nicht entstehen, weil es keine acht gibt — und wer auf die Suche danach geht, wird stattdessen eine Sperrliste finden.
Wo das Wetten ohne Bewilligung hin führt
Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu veranstalten ist strafbar, gewerbsmässig bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe. Der Spielende wird nicht bestraft. Das ist wichtig, weil in Foren manchmal das Gegenteil behauptet wird. Aber der Satz steht nicht allein. Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und eine Kontrolle über ein faires Verfahren existiert nicht. Für Schweizer Spielende absehbar zuverlässig sind nur zwei Namen, und der Rest ist eine Frage des Risikos, das man selbst trägt.
Was Steuern aus einer Serie-A-Wette machen
Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundeswert des Freibetrags beträgt ab dem 1. Januar 2026 CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag ist unterschiedlich hoch, weshalb hier «je nach Kanton» die einzige belastbare Aussage ist. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, und die Rückforderung läuft über die Deklaration in der Steuererklärung.
Ein typischer Wettender gewinnt weit unterhalb dieses Betrags und zahlt deshalb weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer auf seinen Sporttip- oder Jouez-Sport-Gewinn. Das ist die gute Nachricht. Eine Steuer auf den Einsatz kennt die Schweiz nicht, und wer eine solche in einem Rechner findet, sollte sie ignorieren: es gibt sie hier nicht. Bei einem ausländischen Anbieter sieht es anders aus — nicht bei der Verrechnungssteuer, die hier gar nicht greift, sondern bei der Einkommensteuer, weil die kantonale Praxis solche Gewinne erfassen kann. Wer in einem Kanton mit dieser Praxis wohnt, sollte das vor der ersten Wette wissen, nicht nach dem ersten grossen Gewinn. Für beides gilt, was in jeder Steuerfrage gilt: die kantonale Steuerverwaltung oder eine Steuerberatung fragen.
Von der Quote zur Auszahlung: drei Rechnungen, die jeder prüfen kann
Der Abstand zwischen Werbung und Wettschein besteht aus Rechnungen, die weder Geheimnis noch kompliziert sind.
Eine Einzelwette mit CHF 50 Einsatz auf eine Quote von 2.10 zahlt 50 × 2.10 = CHF 105 zurück, der Nettogewinn beträgt 50 × 1.10 = CHF 50. Der Einsatz kommt zurück, der Gewinn ist die Differenz. Klingt banal, wird aber regelmässig verwechselt — «Gewinn» heisst bei vielen Anbietern das, was der Schalter auszahlt, nicht die Differenz zum Einsatz.
Für die Marge bleibt es bei der Rechnung vom Anfang: bei 2.10 / 3.40 / 3.60 summiert sich 1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60 auf rund 1,0479, die Auszahlungsquote des Marktes liegt damit zwischen 95 % und 96 %, die Marge zwischen 4 % und 5 %. Ein Leser, der diese vier Zeilen am Wettschein selbst nachrechnet, weiss mehr über das Geschäft als nach jeder Lektüre von Bonusbedingungen.
Beim Mindesteinsatz ist die Rechnung kurz: eine Kombiwette bei Sporttip kostet mindestens CHF 1. Das ist eine niedrige Schwelle, und sie ist nicht der Punkt. Der Punkt ist der Höchsteinsatz von CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette bei einem Höchsteinsatz von CHF 10’000 für eine Systemwette. Wer die Bankroll grösser plant, merkt an dieser Stelle, dass die bewilligte Schweizer Wette für den kleinen und mittleren Einsatz gebaut ist.
Macht eine Serie-A-Wette Einkommen?
Diese Frage steht am Ende und verdient eine direkte Antwort. Eine Wette ist ein Geschäft mit negativem Erwartungswert, solange die Marge eingebaut ist. Von 100 auf einen Markt gesetzten Franken zahlt der Markt etwa 95 bis 96 Franken zurück, und niemand bekommt diese 95 bis 96 Franken, sondern jeder bekommt seinen eigenen Ausgang. Über viele Wetten nähert sich das Ergebnis dem Erwartungswert. Das ist keine Prognose über eine Saison, das ist Arithmetik über viele Saisons.
Was folgt daraus für die Praxis? Sportwetten können eine gut informierte Freizeitbeschäftigung mit einem bezifferbaren Preis sein. Sie können kein Einkommen sein. Wer Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzt, tut das nicht, weil er zu unvernünftig zum Wetten wäre, sondern weil er es mit einem Angebot zu tun hat, das genau dafür gebaut ist, an einem Abend mehr Geld zu bewegen als geplant. Eine Limite ist eine Entscheidung, die man einmal trifft und dann nicht mehr treffen muss. Genau deshalb ist sie vor der ersten Wette zu treffen, und nicht danach.
Häufige Fragen zu Serie-A-Wetten in der Schweiz
Wer darf in der Schweiz überhaupt Wetten auf die Serie A anbieten?
Nur die zwei Veranstalter, die die Kantone zulassen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide verfügen über Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa. Jeder Anbieter ist auf sein Vertragsgebiet beschränkt, und ein ausländischer Anbieter mit eigener Bewilligung darf in der Schweiz keine Sportwetten anbieten.
Ist italienischer Fussball auf der Gespa-Liste der zugelassenen Wettarten enthalten?
Wettbar sind Sportveranstaltungen, die auf der geschlossenen Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten stehen. Für die Serie A heisst das: die üblichen Resultat- und Meistermärkte sind erfasst, Corner- und Kartenmärkte dagegen nicht, und für Esport enthält die Liste keinen Abschnitt. Wer einen Markt sucht, der dort nicht steht, findet ihn im Schweizer Angebot nicht.
Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette auf einen einzelnen Spieltag?
Der Rückzahlungsbetrag ist Einsatz mal Quote, der Nettogewinn Einsatz mal Quote minus eins. Bei CHF 50 Einsatz zu Quote 2.10 fliessen CHF 105 zurück, davon CHF 50 Gewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Voraussagen zu einem Gesamtpreis, und jede einzelne Quote trägt bereits die Marge ihres Marktes.
Was bedeutet die Marge in den Quoten für Meister- und Langzeitwetten?
Bei einem 1X2-Markt mit 2.10, 3.40 und 3.60 zahlt der Markt rund 95 bis 96 % der Einsätze zurück, die Marge liegt also zwischen 4 % und 5 %. Bei Meister- und Langzeitwetten kommt hinzu, dass der Einsatz über Monate gebunden ist und der Cash-Out tiefer liegt als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn. Der Preis besteht hier aus Marge und Zeitverlust.
Was gehört bei Fussballwetten zur regulären Spielzeit, und zählt die Nachspielzeit mit?
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Ein Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit zählt damit gegen die Wette, ein Tor in der Verlängerung nur, wenn die Wette auf die Verlängerung lautet.
Ab welchem Betrag wird ein Gewinn aus Sporttip oder Jouez Sport besteuert?
Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Der Bundeswert liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 bei CHF 1’070’400, und der kantonale Freibetrag ist je nach Kanton anders. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, rückforderbar über die Steuererklärung.
Fussball – kombibonusch
Inhalt erstellt vom Team «kombibonusch»
