Online Super Bowl Wetten in der Schweiz – der Blick auf Marge, Limiten und wirkliche Kosten

Updated Oktober 2026
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Ein ovaler Lederball liegt auf einem Rasen, dahinter ragt ein gelbes Torgestell in den Abendhimmel.

Sportwetten auf den Super Bowl lassen sich von der Schweiz aus nur bei zwei Veranstaltern abschliessen, und beide sind kantonal gebunden. Wer trotzdem bei einem ausländischen Anbieter mitklickt, zahlt für eine Quote, die niemand in Bern kontrolliert.

Der Super Bowl LX fand am 8. Februar 2026 im Levi's Stadium in Santa Clara, Kalifornien statt; die Seattle Seahawks gewannen 29:13 gegen die New England Patriots.

*Der Super Bowl LX fand am 8. Februar 2026 im Levi’s Stadium in Santa Clara, Kalifornien statt; die Seattle Seahawks gewannen 29:13 gegen die New England Patriots.*

Stand: Oktober 29, 2026 — geprüft gegen die Bewilligungsangaben der Gespa und die veröffentlichten Teilnahmebedingungen der beiden Schweizer Veranstalter.

Warum die Gespa-Liste den Rahmen setzt: Verlustlimiten vor der ersten Wette

Wer bei Sporttip zum ersten Mal mittippen will, stösst auf eine Sperre, die keine ist und trotzdem Arbeit macht: Bevor irgendeine Wette angenommen wird, müssen Limiten für Verluste über einen, sieben und dreissig Tage gesetzt werden. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter einundzwanzig Jahren bei CHF 1’000. Daneben lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für je dreissig Tage hinterlegen.

Das ist die eine Stelle im Schweizer Wettangebot, an der der Veranstalter dem Wettenden vor der ersten Wette eine Zahl abverlangt. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach zweiundsiebzig Stunden — eine Wartefrist, die den klassischen Fehler bremst: nach einem Verlusttag nach oben korrigieren zu wollen, während der Ärger noch frisch ist. Der Statutengeber gibt vierundzwanzig Stunden vor; die beiden Veranstalter arbeiten mit zweiundsiebzig. Wer darüber schimpft, schimpft über den wirksamsten Teil des ganzen Systems.

Der zweite Riegel ist die Spielsperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für einen bis hundertachtzig Tage selbst sperren, und vor Ablauf der Frist wird nichts aufgehoben. Eine unbefristete Spielsperre landet in einem schweizweiten Register und gilt dann auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist die unbequeme Pointe: die freiwillige Pause greift weiter als die eigene Sportwette je reichen würde.

Ein Endspiel ist der denkbar schlechteste Moment, um diese Werkzeuge zum ersten Mal zu benutzen. Ein Abend mit Pizza, vier Stunden Vorspiel und einer Mannschaft, die man seit der Kindheit mag, produziert andere Einsätze als ein Mittwochabend im Oktober. Die Limite, die man in ruhiger Stunde setzt, ist in aufgeregter Stunde die einzige Bremse, die es gibt, denn der Veranstalter wird niemanden davon abhalten, bis zur Höchstgrenze zu gehen.

Genau dort sitzt der Kostenpunkt, den die Werbung verschweigt. Für die Schweiz gibt es keine gesetzliche Einzahlungsobergrenze — die Limiten kommen vom Wettenden selbst, nicht vom Staat. Wer keine setzt, hat keine. Diese Entscheidung fällt an einem unspektakulären Bildschirm, lange bevor das erste Play gelaufen ist.

Der Zugang selbst ist nicht für alle offen, und das grenzt die Spielergruppe härter ab als jede Vernunftregel. Für ein Online-Konto bei Swisslos braucht es mindestens achtzehn Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und pro Person ist nur eine Registrierung möglich. Die Angaben werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Bei Swisslos beginnt der Mindesteinsatz bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Diese Limiten kann Swisslos jederzeit ohne Begründung ändern, und eine Wette darüber wird gar nicht angenommen.

Konten stehen Personen ab achtzehn Jahren offen; Minderjährige sind ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Beides ist keine Formalie, sondern der Grund, warum die Schweiz bei den Testkäufen 2025 so unangenehm aufgefallen ist: An Verkaufsstellen wurde einer minderjährigen Person in 47,5 Prozent von zweihundert Fällen eine Sportwette verkauft. Wer die Schweizer Regulierung für streng hält, sollte diese Zahl kennen, bevor er sie als Schutzschild gegen ausländische Anbieter benutzt.

Wie eine Einschätzung entsteht und warum sie trotzdem keine sichere Wette ist

Die Suche nach einem «Tipp» für das Endspiel trifft auf eine unangenehme Tatsache: Ein sicherer Tipp existiert nicht. Was existiert, ist eine begründete Einschätzung — und die unterscheidet sich von einem Bauchgefühl durch die Arbeit, die in ihr steckt.

Vier Dinge fliessen in eine seriöse Vorhersage ein. Die Form der Mannschaft über die letzten Spiele der Saison und die Playoffs. Der Zustand des Kaders, insbesondere Verletzungen auf den Schlüsselpositionen. Die Statistik, und hier wird es interessant, weil dieselbe Statistik zwei Lesarten zulässt. Und schliesslich die Quote selbst, die bereits die Einschätzung tausender anderer Wettender und des Buchmachers bündelt.

Wer den Weg durch die Saison ernst nimmt, merkt schnell, dass das Endspiel nicht aus dem Nichts kommt. Zum Super Bowl LX im Februar 2026 reisten die Seattle Seahawks und die New England Patriots; die Seahawks gewannen 29:13. Kenneth Walker III wurde zum wertvollsten Spieler gewählt und lief 135 Yards bei 27 Läufen, Kicker Jason Myers verwandelte fünf Field Goals und stellte damit einen Super-Bowl-Rekord auf. Vor 70’823 Zuschauern trat Bad Bunny in der Halbzeit auf, in Deutschland übertrugen RTL und DAZN, und ein dreissigsekündiger Werbespot kostete zehn Millionen US-Dollar.

Diese Zahlen erzählen nichts über das nächste Endspiel. Sie erzählen aber, was für ein Ereignis das ist: eine Veranstaltung, die ein ganzes Land für vier Stunden in ein Wohnzimmer verwandelt. Genau daraus entsteht der teuerste Denkfehler der Sportwette, und er ist der Grund, warum dieser Abschnitt vor den Quoten steht. Der Anlass ist emotional, das Konto ist es nicht.

Ein Beispiel für die Verbindung, die gern mit Begeisterung verwechselt wird: Die New England Patriots und die Pittsburgh Steelers haben je sechs Super Bowls gewonnen, die San Francisco 49ers und die Dallas Cowboys je fünf. Wer aus dieser Liste eine Vorhersage baut, betreibt Geschichtsschreibung mit einem Wettschein in der Hand. Traditionelle Grössen spielen im Februar nicht mit.

Ein weiterer Irrtum betrifft das Format selbst. Der Super Bowl wird traditionell am zweiten Sonntag im Februar ausgetragen. Für die Wette heisst das: Der Weg führt über die reguläre Saison und die Playoffs, und beides ist entscheidend für die Zusammensetzung des Feldes. Tom Brady gewann als Spieler sieben Super Bowls, Bill Belichick kommt mit acht Siegen — zwei mit den Giants, sechs mit den Patriots — auf die meisten Super-Bowl-Siege einer Einzelperson. Solche Rekorde sind Erzählstoff, keine Prognose. Sie kosten nichts und sie bringen nichts.

Worum es beim Tippen wirklich geht, lässt sich an einem Satz festmachen: Wetten sind kein Einkommen. Wer über eine Saison hinweg mehr zurückbekommt, als er einsetzt, hat nicht die richtige Methode gefunden, sondern Glück gehabt und die Marge unterschätzt. Was ein Tipp leisten kann, ist etwas Bescheideneres: eine Meinung mit Begründung, die besser ist als eine Meinung ohne. Der Rest steht in der Quote, und die Quote arbeitet gegen den Wettenden.

Wer jetzt über das Endspiel nachdenkt, denkt über ein Ereignis nach, dessen Teilnehmerfeld noch nicht feststeht. Das ist keine Kleinigkeit, sondern eine Einschränkung, die jede Vorhersage zu einer Prognose über Unbekanntes macht.

Quoten, Kombiwetten und Spezialwetten: Was der Buchmacher behält

Bevor eine einzige Wettart interessant wird, muss eine Zahl verstanden sein, die nie auf dem Wettschein steht: die Marge. Sie steckt in jeder Quote und ist der Grund, warum eine Zwei-Weg-Wette mit ausgewogenen Chancen nicht 2.00 / 2.00 heisst.

Nehmen wir ein illustratives Zwei-Weg-Beispiel mit Quoten von 1.90 und 1.90 — ausdrücklich ein Rechenbeispiel, kein quotierter Preis. Die Auszahlungsquote dieses Marktes beträgt 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 0,5263. Der Quotenschlüssel liegt damit bei rund 52,6 Prozent, und die Marge ist der Rest: etwa 47,4 Prozent. Das ist kein Zahlendreher und kein Betrug, sondern die Konsequenz zweier gleich hoher Quoten in einem Markt mit zwei Ausgängen. In einem echten Markt mit vielen Ausgängen sieht die Sache anders aus: Bei einem Feld mit zehn oder zwanzig möglichen Siegern liegt der Quotenschlüssel in der Regel deutlich höher — die Bandbreite, in der sich der Quotenschlüssel bewegt, reicht typischerweise von etwa 85 Prozent bis gegen 95 Prozent, und je enger der Markt, desto teurer die Wette. Die entscheidende Bedingung: Der Quotenschlüssel gilt immer nur für einen einzelnen Markt, nicht für das ganze Wettprogramm eines Anbieters, und ein Auszahlungswert von einem Markt lässt sich nie auf einen anderen übertragen.

Für den Wettenden heisst das: Eine Quote von 1.90 ist nie die Hälfte der Wahrheit geteilt durch zwei. Ein Profi würde an dieser Stelle genauer hinsehen, aber auch für einen Gelegenheitswettenden gilt die Faustregel, dass die zweite Nachkommastelle der Zins ist, den der Markt verlangt.

Was eine gewonnene Wette auszahlt, ist damit reine Arithmetik. Bei einer Einzelwette beträgt der Rückfluss Einsatz mal Quote, der Nettogewinn Einsatz mal Quote minus eins. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Voraussagen zu einem einzigen Preis. Aus drei Quoten von 1.80, 2.10 und 1.65 wird ein Gesamtkurs von etwa 6.24 — dieselben Wahrscheinlichkeiten, nur in einem Produkt gebündelt. Was die Kombination nicht tut, ist die Marge verkleinern. Im Gegenteil: Sie addiert sie, weil jeder einzelne Markt seine eigene Marge trägt und die Quoten erst danach multipliziert werden.

Genau dort liegt die Falle im Wort «Kombiboost». Bei Sporttip gilt der Kombiboost nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen — Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Hundert Prozent klingt nach der Verdopplung eines Vermögens. Es ist die Verdopplung eines Nettogewinns, der eintreten muss, damit überhaupt etwas passiert, und fünfzehn Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 sind ein Konstrukt, das die Marge nicht aufhebt, sondern fünfzehnmal kassiert.

Ähnlich nüchtern ist die Sache mit dem «Quotenboost». Er gilt bei Sporttip nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; auch Profitboosts sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und sie verfallen bei einem Cash-Out. Ein Boost ist ein Rabatt auf ein Produkt mit eingebautem Aufschlag. Man darf ihn nehmen. Man sollte ihn nicht für eine andere Rechnung halten.

Wer die Quoten verschiedener Märkte vergleichen will, braucht eine Liste der Wettarten, und die ist bei Sporttip reichlich: Einzelwetten, Kombinationswetten, Systemwetten, Langzeitwetten und Livewetten. Für jede gilt eine eigene Logik, und für die praktische Planung ist eine Regel wichtiger als alle anderen: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer zwei Märkte desselben Spiels kombiniert, sollte also wissen, was er tut — sonst geht es nicht auf.

Marktlogik bei Sporttip Wie sie sich verhält Was sie den Wettenden kostet
Einzelwette eine Voraussage, ein Kurs; Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 trägt die Marge genau eines Marktes
Kombinationswette Quoten multiplizieren sich zu einem Kurs; Höchsteinsatz CHF 1’000 trägt die Marge jedes einzelnen Marktes
Systemwette mehrere Kombinationen aus denselben Voraussagen; Höchsteinsatz CHF 10’000 vervielfacht die Einsätze und damit den eingebauten Aufschlag
Kombiboost mindestens vier Voraussagen mit Quote ab je 1.50, online, Erhöhung auf den Nettogewinn verlangt fünfzehn Voraussagen für die höchste Stufe
Cash-Out Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, nur online und nur vollständig Betrag liegt unter dem möglichen Wettgewinn
Livewette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird nach Eintreffen des Ausgangs wird mit Quote 1.00 gewertet

Die Zeile, die am meisten Geld bewegt, ist die unscheinbarste. Eine Systemwette erlaubt höhere Einsätze — bis CHF 10’000 — weil sie aus denselben Voraussagen mehrere Kombinationen bildet. Der Spielraum nach oben ist dabei kein Vorteil, sondern eine zweite Marge auf demselben Gedanken.

Eine Besonderheit der Schweizer Regeln betrifft die Spielzeit, und sie ist praktisch wichtig für jeden, der auf American Football wettet. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Der Super Bowl LI im Jahr 2017 war der erste, der in die Verlängerung ging — die New England Patriots gewannen 34:28 gegen die Atlanta Falcons. Wer damals auf ein Ergebnis innerhalb der regulären Spielzeit gesetzt hatte, sah eine Wette verloren, die nach hundertzwanzig Sekunden Verlängerung anders aussah. Auf dem Wettschein steht, was gilt. Die Annahme im Kopf nicht.

Sport und Turnier: Der Weg durch die Saison bis zum Endspiel

American Football steht in der Schweiz auf der Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten. Das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Einordnung: Ein BGS-Grossspiel der Veranstalter umfasst nur die Sportwetten, die auf der Gespa-Liste der erlaubten Sportarten und Wettarten stehen.

Diese Liste ist geschlossen und detailliert. Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind. Frauenwettbewerbe ebenfalls nur, wenn sie genannt sind. Rangierungswetten sind möglich, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind nie erlaubt. Eckball- und Kartenmärkte fehlen auf der Liste, eine Esport-Sektion gibt es nicht. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Für das Endspiel der amerikanischen Football-Liga heisst das: Der Sport ist zugelassen, und die gängigen Märkte rund um Sieg, Ergebnis und Sonderwetten liegen innerhalb des Rahmens. Was nicht zugelassen ist, wird auch bei den beiden Veranstaltern nicht plötzlich auftauchen, und daran ändert die Popularität des Anlasses nichts.

Der Spielplan führt über die reguläre Saison in die Playoffs und von dort ins Finale. Der Termin folgt einer Gewohnheit: Der Super Bowl wird traditionell am zweiten Sonntag im Februar ausgetragen, und diese Gewohnheit hat Bestand. Die Geschichte des Anlasses beginnt ihrerseits 1967, als der erste Super Bowl noch als AFL-NFL World Championship Game ausgetragen und später als Super Bowl I gezählt wurde; der Name «Super Bowl» wurde 1969 offiziell. Die Zählweise mit römischen Zahlen ist seither durchgehalten.

Der nächste Super Bowl, LXI, ist für den 14. Februar 2027 im SoFi Stadium in Inglewood, Kalifornien angesetzt — eine kalifornische Kulisse, kein europäischer Anpfiff zu humaner Stunde. Wer live mittippen will, sitzt in der Nacht. Das kostet nichts in Franken, aber es ist der Grund, warum viele Schweizer Sportwetten am Endspieltag über die Vorabsätze laufen und nicht über den Live-Markt.

Der Kostenvergleich: Zehn Plattformen, zwei Schweizer Bewilligungen

Ein Vergleich von Sportwettangeboten mit Schweizer Bezug ist ein Vergleich zwischen zwei Gruppen, die nichts gemeinsam haben ausser dem Namen. Auf der einen Seite stehen zwei Veranstalter, die eine Bewilligung nach dem Geldspielgesetz besitzen. Auf der anderen stehen ausländische Plattformen, die Schweizer Kundschaft bedienen, ohne je eine Schweizer Bewilligung gehabt zu haben.

Plattform Schweizer Bewilligung Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa Swisslos, Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
Playzilla ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung nicht feststellbar, ohne Geltung in der Schweiz
Betscore ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung nicht feststellbar, ohne Geltung in der Schweiz
Wettigo ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung nicht feststellbar, ohne Geltung in der Schweiz
Jackbit ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung nicht feststellbar, ohne Geltung in der Schweiz
Sportuna ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung nicht feststellbar, ohne Geltung in der Schweiz
FortuneJack ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung nicht feststellbar, ohne Geltung in der Schweiz
BetPanda ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung nicht feststellbar, ohne Geltung in der Schweiz
Bahigo ohne Schweizer Bewilligung ausländische Bewilligung nicht feststellbar, ohne Geltung in der Schweiz

Zwei Zeilen mit Bewilligung, acht ohne: Das ist die ganze Struktur des Schweizer Sportwettenmarkts in einer Tabelle. Und es ist die eigentliche Kostengeschichte dieser Seite, denn was der Wettende bei einem bewilligten Veranstalter dafür in Kauf nimmt, ist kein Geldbetrag, sondern ein Rahmen: eine geschlossene Liste erlaubter Sportarten und Wettarten, eine Wohnsitzvoraussetzung, eine einmalige Registrierung mit Adressprüfung und ein Angebot, das nur die zwei Produkte kennt. Das ist ein echter Verzicht. Er ist der Preis der Bewilligung.

Was die acht ausländischen Plattformen kostet, lässt sich knapper sagen: Ihre Bewilligung hat keine Geltung in der Schweiz, und was ein Konto dort bedeutet, steht im Abschnitt zur Rechtslage. In dieser Tabelle stehen sie, weil Schweizer Wettende ihnen begegnen und weil ein Vergleich, der sie ausblendet, nichts über die Lage aussagt.

Zwei Bedingungen gehören zur Lektüre dieser Tabelle. Erstens ist «ohne Schweizer Bewilligung» keine Aussage über Anstand oder Zahlungsmoral eines Anbieters, sondern eine Aussage darüber, welches Recht auf ihn anwendbar ist. Zweitens: Bei den ausländischen Plattformen ist eine ausländische Bewilligung nicht feststellbar — wo nichts nachweisbar ist, lässt sich auch kein Aufsichtsrecht benennen, und damit auch keine Stelle, an die sich ein Wettender bei einem Streit wenden könnte.

Das Bekenntnis, dass nur zwei Veranstalter eine Schweizer Bewilligung haben, ist zugleich eine Zumutung für alle, die ausserhalb des Vertragsgebiets wohnen. Wer in der Westschweiz lebt, findet bei Swisslos keinen Zugang. Wer im Tessin oder im Kanton Zürich lebt, findet keinen bei Jouez Sport. Diese Aufteilung ist keine Marketing-Entscheidung, sondern folgt aus der interkantonalen Vereinbarung, und sie kostet den Wettenden die Wahlfreiheit, die er bei einem ausländischen Anbieter hätte.

Ein Wort zum Auszahlungsschutz, das in keine Tabelle passt: Gewinne und Guthaben dürfen nur auf ein Zahlungskonto lauten, das auf den Namen des Kontoinhabers läuft, und Kredite an Spielende sind verboten. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Sportwettangebot nicht. Wer sein Wettkonto aus einer anderen Ecke bezahlen möchte, sucht das Falsche am richtigen Ort.

Vor dem ersten Wettschein: Grundlagen des Endspiels für Schweizer Wettende

Ein Endspiel der amerikanischen Football-Liga ist ein einzelnes Spiel mit einer Besonderheit, die es von fast allen anderen Sportwetten unterscheidet: Es gibt keinen zweiten Versuch. Kein Rückspiel, keine Revanche am nächsten Wochenende, kein Ausgleich über eine Saison. Ein Ergebnis, ein Ausgang, aus.

Hier ist der Zeitplan für den Super Bowl LXI. Wer jetzt über das Endspiel nachdenkt, denkt über ein Ereignis nach, dessen Teilnehmerfeld noch nicht feststeht. Das ist keine Kleinigkeit, sondern eine Einschränkung, die jede Vorhersage zu einer Prognose über Unbekanntes macht.

Ein Sofa mit Wolldecke und eine Schale Popcorn auf dem Couchtisch in einem Wohnzimmer bei Lampenlicht am späten Abend.
Der Super Bowl LXI ist für den 14. Februar 2027 im SoFi Stadium in Inglewood, Kalifornien angesetzt.

Der Super Bowl vereint zwei Mannschaften, die sich über eine ganze Saison und die Playoffs durchgesetzt haben. Er wird traditionell am zweiten Sonntag im Februar ausgetragen, und die Zählweise in römischen Ziffern ist seit 1969 offiziell eingeführt, nachdem der erste Super Bowl 1967 als AFL-NFL World Championship Game gelaufen war.

Das Endspiel LX im Februar 2026 hat diese Erwartung erfüllt: Die Seattle Seahawks gewannen 29:13 gegen die New England Patriots, Kenneth Walker III wurde als wertvollster Spieler mit 135 Rushing-Yards bei 27 Läufen ausgezeichnet, und Kicker Jason Myers stellte mit fünf Field Goals einen Rekord auf. 70’823 Zuschauer sassen im Stadion, Bad Bunny bestritt die Halbzeitshow, RTL und DAZN übertrugen in Deutschland, und ein dreissigsekündiger Werbespot kostete zehn Millionen US-Dollar.

Diese Zahlen sind der Grund, warum das Endspiel weltweit gehandelt wird, und zugleich der Grund, warum es sich für eine Wette von einem Ligaspiel im November unterscheidet. Was ein Spieler im November an Aufmerksamkeit eines Anbieters gewinnt, gewinnt er im Februar dreifach. Ein grosses Ereignis zieht ein grosses Wettangebot nach sich, und ein grosses Wettangebot zieht Wettende an, die sonst nie auf einen Wettschein schauen.

Für Schweizer Wettende kommt eine Besonderheit dazu, die nichts mit American Football zu tun hat. Swisslos mit dem Produkt Sporttip gehört der SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Sporttip läuft im Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet.

Wer in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura lebt, findet stattdessen bei der Loterie Romande das Produkt Jouez Sport. Über sich selbst schreibt die Loterie Romande, sie zähle 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende, mit Kontaktadresse in Lausanne. Zwei Veranstalter, zwei Sprachräume, keine Überschneidung.

Die zweite Besonderheit ist der Spielraum nach oben. Der Mindesteinsatz bei Sporttip beträgt CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, der Höchsteinsatz CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Die Limiten sind jederzeit änderbar — nicht zuungunsten einzelner Kundengruppen, sondern durch den Veranstalter, ohne Angabe von Gründen. Wer für das Endspiel einen grossen Einsatz plant, plant ihn innerhalb einer Grenze, die er nicht beeinflusst.

Ein Hinweis für alle, die vor dem Endspiel erst ein Konto eröffnen: Die Registrierung verlangt mindestens achtzehn Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, eine fehlende Spielsperre und eine einzige Registrierung pro Person. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Das dauert, und ein Adresswechsel verträgt sich schlecht mit einem Wettschein, der in zwei Stunden raus muss. Wer im Sommer umzieht, sollte das im Winter nicht herausfinden.

Die beiden Veranstalter zahlen nicht nur aus, sie schütten am Ende etwas aus. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Millionen: CHF 506 Millionen an die kantonalen Fonds und CHF 56 Millionen an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die damit Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und die Sporthilfe unterstützt. Aus den Sportwetten stammten dabei CHF 109 Millionen, nach CHF 122 Millionen im Vorjahr. Der Rückgang ist bemerkenswert, und er ist kein Sportwettenphänomen für sich: Die Summe, die aus Sportwetten an die Allgemeinheit geht, ist kleiner geworden, und wer bei einem ausländischen Anbieter mitspielt, trägt zu dieser Summe nichts bei. Das ist kein moralisches Argument gegen den Anbieter. Es ist eine Tatsache über den Fonds, der Fussball- und Eishockeynachwuchs in diesem Land finanziert.

Die Rechtslage: Was eine Bewilligung wert ist und was ohne sie fehlt

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, in Kraft seit dem 1. Januar 2019, und werden von der Gespa beaufsichtigt — der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, deren Konkordat seit dem 1. Januar 2021 gilt. Nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt.

Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Ein Onlinekonto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus und in der Praxis einen Wohnsitz im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Eine Liste weiterer bewilligter Wettanbieter gibt es nicht, weil es keine gibt; die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste blockierter ausländischer Domains. Der Reingewinn geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen.

Ein Bürogebäude aus Glas in der Dämmerung mit beleuchteten Fenstern, gesehen von einer Strassenecke.
Der erste Super Bowl wurde 1967 als AFL-NFL World Championship Game ausgetragen; der Name «Super Bowl» wurde 1969 offiziell.

Diese Struktur hat einen Preis, den man deutlich benennen kann. Der Wettende erhält einen geschützten Rahmen, aber nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzvoraussetzung und eine Identitätsprüfung. In Vier-Augen-Gesprächen wird das gern als Überregulierung bezeichnet. Es ist der Grund, warum es in der Schweiz keinen Wettmarkt nach englischem Vorbild gibt, und es bedeutet konkret: weniger Auswahl und weniger Quotenshopping.

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Der Bund setzt den Betrag ab dem 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000 fest, nach CHF 1’070’400 im Jahr 2025. Wer darüber liegt, zahlt keine einfache Einkommensteuer auf den Gewinn, sondern 35 Prozent Verrechnungssteuer, die vom Veranstalter einbehalten und über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Der kantonale Schwellenwert weicht ab, und zwar je nach Kanton. Ein typischer Wettender bleibt weit unter der Grenze: keine Einkommensteuer, keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn.

Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht. Wer eine solche Steuer in einem Vergleich findet, hat einen anderen Markt vor sich.

Der Gegensatz dazu ist das ausländische Angebot, und hier lohnt sich Genauigkeit, weil die Formulierungen der Anbieter unscharf sind. Eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat keine Geltung in der Schweiz. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar, bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Die Spielenden werden nicht bestraft. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder Schutz noch Fairplay-Kontrolle.

Die Sperrliste ist der praktische Teil dieser Geschichte. Die Gespa veröffentlicht eine Liste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS-Sperre blockieren. Die erste Liste erschien am 3. September 2019, und Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — Domain-Hopping. Dasselbe Haus tritt dann unter einer anderen Adresse auf, und die Sperrliste läuft hinterher.

Für den Wettenden bedeutet das keine Sicherheit, sondern ein Risiko, das sich verschiebt. Ein gesperrter Zugang beim Mittagessen und ein offener Zugang am Abend bedeuten, dass Guthaben und offene Wetten an einer Adresse liegen, die jederzeit unerreichbar werden kann. Wer dort ein Konto hält, hat kein Schweizer Konto in Anspruch genommen, sondern eines in einem Rechtsraum, in dem Schweizer Behörden nichts durchsetzen.

Was die Werbung angeht, ist die Regel klar und für Anbieter teuer. Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft. Gratisspielguthaben und Gratiskredite brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Beträge und Bedingungen von Boni ergeben sich ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Ein Zeitverbot für Werbung gibt es nicht.

Der letzte Punkt betrifft das, was ein Wettender nach einem Gewinn tatsächlich in der Hand hält, und auch hier ist der Unterschied handfest. Wer bei einem ausländischen Anbieter gewinnt, zahlt keine Verrechnungssteuer — aber die kantonale Steuerpraxis kann solche Gewinne anders behandeln: Die Praxis des Kantons Thurgau etwa erfasst Gewinne aus ausländischen Grossspielen als volles steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Ein Bewilligungsvorteil, der sich auflöst, sobald man den Kanton wechselt.

Diese Seite ist eine Einordnung und keine Steuer- oder Rechtsberatung. Wer einen grösseren Gewinn erwartet, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung, bevor er den Wettschein ausfüllt und nicht danach.

Die zehn Plattformen im Einzelnen

Swisslos Sporttip: die bewilligte Veranstalterin mit dem vollständigsten Regelwerk

Swisslos Sporttip ist einer von zwei Veranstaltern, die in der Schweiz überhaupt eine Sportwette anbieten dürfen. Die Bewilligung ist eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, unter Aufsicht der Gespa. Hinter dem Produkt steht die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel.

Was Sporttip von jedem ausländischen Anbieter unterscheidet, ist nicht die Quote, sondern die Menge an Regelwerk, die den Wettschein umgibt. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombiwette bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000 — jederzeit änderbar und ohne Begründungspflicht, eine Wette über der Limite wird abgelehnt.

Der Cash-Out ist das beste Beispiel dafür, wie Sporttip mit Erwartungen umgeht. Er existiert für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiger Ausstieg ohne Teilauszahlung; ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Auszahlungsbetrag liegt tiefer als der mögliche Gewinn ohne vorzeitigen Ausstieg, hängt vom Stand des Sportereignisses ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. «Cash-Out» klingt nach einem Ausweg. Es ist ein Preis: Der Veranstalter kauft die Wette zurück, und er kauft sie zu seinen Bedingungen.

Die Grenze des Angebots ist die Liste, nicht der Bildschirm. Rund um das Endspiel liegen die üblichen Märkte im Rahmen des Bewilligten; alles, was ausserhalb der Gespa-Liste steht, fehlt — Eckball- und Kartenmärkte sind dort nicht aufgeführt, eine Esport-Sektion ebenso wenig.

Was Swisslos mit den Einnahmen macht, ist für Schweizer Wettende ein realer Unterschied. Für 2025 verteilte das Unternehmen einen Reingewinn von CHF 562 Millionen, davon CHF 506 Millionen an die kantonalen Fonds und CHF 56 Millionen an die Stiftung Sportförderung Schweiz. Der Anteil aus den Sportwetten betrug CHF 109 Millionen, nach CHF 122 Millionen im Jahr zuvor. Diese CHF 109 Millionen sind die Summe, die bei einem Wechsel zu einem Anbieter ohne Bewilligung aus dem Fonds verschwindet.

Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt und ein Sportwettenkonto mit Schweizer Recht sucht, kommt an Sporttip nicht vorbei. Wer im Ausland lebt oder im Ausland Steuern zahlt, findet hier keine Tür.

Loterie Romande Jouez Sport: der zweite bewilligte Zugang, nur für die Westschweiz

Die Loterie Romande ist die zweite Veranstalterin mit Schweizer Bewilligung, ebenfalls mit einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa. Ihr Sportwettenprodukt heisst Jouez Sport, und sie organisiert es für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Über sich selbst berichtet die Loterie Romande, sie zähle 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende, mit Sitz in Lausanne. Diese Zahl an Verkaufsstellen ist der eigentliche Kontrast zu allem, was in dieser Liste sonst steht: Sportwetten in der Schweiz laufen über einen physischen Vertrieb, der zwei Drittel der Landesfläche nicht abdeckt.

Für einen Wettenden in Genf oder Neuenburg ist Jouez Sport der einzige Zugang mit Schweizer Bewilligung, und damit ändert sich die Rechnung gegenüber der Deutschschweiz nicht in der Höhe, aber in der Auswahl. Ein zweiter Anbieter steht hier nicht zur Verfügung. Wer einen Vergleich sucht, findet ihn in dieser Liste nur, wenn er die Westschweiz verlässt oder zu einem Anbieter ohne Bewilligung greift, und letzteres gibt die Schweizer Regeln vollständig auf.

Die Grenze ist die eigene Region. Ein Umzug von Lausanne nach Zürich beendet den Zugang, und ein Konto, das nicht mehr zur Region passt, lässt sich nicht einfach weiterführen.

Playzilla: ohne Schweizer Bewilligung

Playzilla fällt in die Gruppe der Anbieter, die Schweizer Kundschaft bedienen, ohne eine Schweizer Bewilligung zu besitzen. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hier Sportwetten anbieten. Eine Bewilligung ist bei Playzilla nicht feststellbar, und eine ausländische Bewilligung hätte in der Schweiz ohnehin keine Geltung. Eine Verbindung zum Schweizer Sperrregister besteht nicht, ein Schweizer Rechtsweg ebenso wenig, und die Domains können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.

Wer bei Playzilla mitspielt, wählt damit einen Anbieter ohne Schweizer Aufsicht. Was das konkret kostet, steht im Abschnitt zur Rechtslage.

Betscore: ohne Schweizer Bewilligung

Betscore gehört zur selben Gruppe. Eine Schweizer Bewilligung liegt nicht vor, weil nur zwei Veranstalter sie erhalten können und Betscore nicht dazugehört. Eine ausländische Bewilligung ist nicht feststellbar, was in der Schweiz ohnehin keine Wirkung hätte.

Daraus folgt der praktische Kern: kein Zugang zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg bei Streit, und die Möglichkeit, dass die Domains per DNS blockiert werden. Wer sein Guthaben dort liegen lässt, liegt es in einem Rechtsraum, in dem Schweizer Behörden nichts für ihn tun.

Wettigo: ohne Schweizer Bewilligung

Wettigo ist ohne Schweizer Bewilligung tätig. Die Veranstaltung von Sportwetten in der Schweiz ist Swisslos und der Loterie Romande vorbehalten; alle anderen Anbieter, die Schweizer Kundschaft ansprechen, tun das ausserhalb dieses Rahmens. Eine ausländische Bewilligung lässt sich nicht feststellen und hätte hierzulande keine Geltung.

Das Schweizer Sperrregister kennt Wettigo nicht, der Schweizer Rechtsweg steht nicht offen, und die Domains können blockiert werden. Für einen Wettenden ist die relevante Frage nicht, wie das Angebot aussieht, sondern an wen er sich bei einem Problem wendet.

Jackbit: ohne Schweizer Bewilligung

Jackbit zählt zur Gruppe der Plattformen, die ohne Schweizer Bewilligung auf den hiesigen Markt zielen. Die Bewilligung nach dem Geldspielgesetz fehlt, und sie kann auch nicht nachgereicht werden: Der Kantonsrahmen lässt genau zwei Veranstalter zu.

Was folgt, ist bei allen acht Plattformen dasselbe — kein Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, blockierbare Domains — und deshalb ist die interessante Frage nicht, welche Plattform milder dasteht, sondern ob ein Wettender diese drei Punkte gegen das eintauschen will, was er auf der anderen Seite bekommt.

Sportuna: ohne Schweizer Bewilligung

Sportuna fällt unter die ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hierzulande Sportwetten veranstalten, mit Bewilligungen nach dem Geldspielgesetz; Sportuna gehört nicht dazu. Eine ausländische Bewilligung ist nicht feststellbar und entfaltet in der Schweiz keine Wirkung.

Die praktische Folge ist die bekannte: keine Anbindung an das Sperrregister, keine Schweizer Beschwerdestelle, und eine Domain, die von den hiesigen Telekommunikationsanbietern per DNS gesperrt werden kann.

FortuneJack: ohne Schweizer Bewilligung

FortuneJack ist eine weitere Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Der Rahmen ist derselbe wie bei den anderen: Die interkantonale Ordnung erlaubt zwei Veranstalter, und jede Schweizer Kundschaft, die FortuneJack bedient, bedient es ausserhalb einer Schweizer Bewilligung.

Eine ausländische Bewilligung, sofern vorhanden, wäre in der Schweiz ohne Geltung. Der Schweizer Rechtsweg steht nicht offen, und das Sperrregister führt ein solches Konto nicht.

BetPanda: ohne Schweizer Bewilligung

BetPanda gehört zur Gruppe der Plattformen ohne Schweizer Bewilligung. Die Zahl der bewilligten Veranstalter ist gesetzlich auf zwei begrenzt, und für alle weiteren Anbieter gibt es in der Schweiz keine Bewilligung.

Die Folgen sind die wiederkehrenden: kein Schweizer Rechtsweg, keine Anbindung an das Sperrregister, die Möglichkeit einer DNS-Sperre. Wer das Angebot prüft, sollte zuerst diese drei Punkte prüfen.

Bahigo: ohne Schweizer Bewilligung

Bahigo schliesst die Liste der ausländischen Plattformen ab, ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung. Eine Schweizer Bewilligung ist hier nicht möglich, da der kantonale Rahmen genau zwei Veranstalter vorsieht.

Der Zugang ist entsprechend ungeschützt: keine Schweizer Aufsicht, kein Rechtsweg, blockierbare Domains. Wer auf das Endspiel setzen möchte und Schweizer Recht hinter dem Wettschein haben will, findet dieses Recht nicht hier.

Was eine Endspiel-Wette den Wettenden tatsächlich kostet

Zieht man die Zahlen zusammen, ergibt sich für das Endspiel ein Bild, das nichts mit Gewinnversprechen zu tun hat, sondern mit drei Posten.

Der erste Posten ist die Marge. Sie steckt in der Quote und ist damit unsichtbar, bis man sie ausrechnet: In einem Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90 liegt der Quotenschlüssel bei rund 52,6 Prozent und die Marge bei etwa 47,4 Prozent — illustrativ gerechnet, nicht als Preis eines bestimmten Anbieters. In einem breiten Feld mit vielen möglichen Siegern liegt der Quotenschlüssel in der Regel deutlich höher, und ein Auszahlungswert lässt sich nie von einem Markt auf einen anderen übertragen. Je öfter eine Wette über mehrere Märkte läuft, desto öfter wird diese Marge fällig.

Der zweite Posten ist die Zahl der Entscheidungen. Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz bei CHF 1 und der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten beziehungsweise CHF 10’000 für Systemwetten. Diese Grenze kann sich jederzeit ändern, und wer die Systemwette wählt, weil sie mehr Einsatz erlaubt, wählt auch mehr Kombinationen aus demselben Material — mehr Wege, auf denen die Marge kassiert.

Der dritte Posten sind die Regeln, die den Einsatz an Bedingungen knüpfen. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 und steigert sich in vier Stufen bis 100 Prozent, wobei fünfzehn Voraussagen für die höchste Stufe nötig sind. Der Quotenboost gilt nur online, nur prematch und nur für Einzelwetten, ist pro Wettendem einmal nutzbar und verfällt bei einem Cash-Out. Der Cash-Out zahlt weniger aus als der mögliche Gewinn und lässt sich nicht rückgängig machen. Der Bet-Builder verlangt, dass voneinander abhängige Ereignisse desselben Spiels über die Funktion kombiniert werden — sonst kann die Kombinationswette ungültig werden.

Was am Ende übrig bleibt, ist eine Wette auf ein Einzelspiel, dessen Teilnehmerfeld im Zeitpunkt dieser Einschätzung nicht feststeht, mit einem Kurspotenzial, das die Marge des Marktes bereits verkleinert hat. Der beste Schutz gegen die grössten Fehler liegt nicht in der Auswahl der Mannschaft, sondern in den Limiten, die man selbst setzt: Verlustlimiten für einen, sieben und dreissig Tage vor der ersten Wette, absenkbar mit sofortiger Wirkung, anhebbar erst nach zweiundsiebzig Stunden. Wer die Zahl vor dem Abend setzt und nicht während des Abends, hat den einzigen Vorteil genutzt, den die Schweizer Regulierung ihm wirklich gibt.

Häufige Fragen zum Wetten auf den Super Bowl in der Schweiz

Ja, aber nur bei zwei Veranstaltern mit Bewilligung nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Ein Onlinekonto setzt Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet voraus, also in den Swisslos-Kantonen, im Tessin oder in Liechtenstein beziehungsweise in Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt oder Wallis.

Steht American Football auf der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wettarten?

American Football gehört dazu, aber die Liste ist geschlossen und detailliert. Qualifikationsrunden, Frauenwettbewerbe und Rangierungswetten zählen nur, wenn sie ausdrücklich genannt sind; Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen, und Eckball-, Karten- und Esport-Märkte finden sich auf der Liste nicht. Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen sind ebenfalls gesperrt.

Wann und wo findet das nächste Endspiel statt?

Der Super Bowl LXI ist für den 14. Februar 2027 im SoFi Stadium in Inglewood, Kalifornien angesetzt. Die letzte Ausgabe, Super Bowl LX, fand im Februar 2026 statt. Der Super Bowl wird traditionell am zweiten Sonntag im Februar gespielt.

Wie entsteht eine Quote auf den Sieger, und was bedeutet die Marge?

Die Quote eines Marktes bildet die Einschätzungen aller Beteiligten ab und enthält die Marge des Veranstalters. Illustrativ gerechnet: Bei zwei Ausgängen zu je 1.90 liegt der Quotenschlüssel bei rund 52,6 Prozent, die Marge bei etwa 47,4 Prozent. Je mehr mögliche Ausgänge ein Markt hat, desto näher liegt der Quotenschlüssel üblicherweise an 95 Prozent.

Wie wird der Gewinn einer Kombiwette aus mehreren Quoten berechnet?

Die Quoten der Voraussagen werden zu einem Gesamtkurs multipliziert: Aus 1.80, 2.10 und 1.65 wird gerundet 6.24, der Rückfluss ist Einsatz mal Gesamtkurs. Jede Voraussage trägt dabei die Marge ihres eigenen Marktes mit, weshalb sich der eingebaute Aufschlag in einer Kombiwette nicht verkleinert, sondern mehrfach wiederholt.

Zählt eine Verlängerung bei Sporttip-Wetten zur regulären Spielzeit?

Nein. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Der Super Bowl LI im Jahr 2017 war der erste, der in die Verlängerung ging.

Inhalt erstellt vom Team «kombibonusch»