Online Snooker wetten in der Schweiz – zwei Bewilligungen, zehn Anbieter und die Rechnung dazwischen
Ladevorgang...
Auf den ersten Blick ist die Sache in der Schweiz einfach: Snooker lässt sich online nur bei zwei Veranstaltern spielen, Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Auf den zweiten Blick wird sie unangenehm, weil hinter jedem Bonus, jeder Quote und jeder Limite eine Bedingung steht, die bezahlt, wer sie nicht liest. Wer aus Genf kommt, kann das Konto beim falschen der beiden nicht eröffnen. Wer einen «100 %»-Bonus sucht, findet ihn nicht im Snooker, sondern in einem Kombiboost, der vier Voraussagen ab Quote 1.50 verlangt. Und wer glaubt, ein ausländischer Anbieter mit Curacao-Papier sei die bequemere Lösung, tauscht eine Verlustlimite gegen nichts ein.
Datenstand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen wurden anhand der Liste der Interkantonalen Geldspielaufsicht Bern sowie der veröffentlichten Teilnahmebedingungen und Spielregeln der beiden Veranstalter abgeglichen.
Woran sich Snooker-Angebote in der Schweiz messen lassen müssen
Ein Vergleich, der nur Bonusbeträge nebeneinanderstellt, sortiert die Anbieter nach dem Wert der Werbung. Die Reihenfolge hier richtet sich nach dem, was eine Wette auf einen Snooker-Frame am Ende kostet: das Quotenniveau, die Art der Limiten, der Weg des Geldes bis auf ein Konto im eigenen Namen, und die Frage, ob überhaupt ein Schweizer Rechtsschutz hinter dem Wettschein steht. Erst danach kommt, was ein Bonus bringt.

| Anbieter | Bewilligung in der Schweiz | Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne |
| BillyBets | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| 1Bet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BetPanda | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Boomerang Bet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Playzilla | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BetAlright | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BetFury | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| FortuneJack | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
Wer die Spalte der Bewilligungen von oben nach unten liest, sieht die eigentliche Sortierung: acht der zehn Namen stehen dort mit einer Verneinung, und das ist kein Rechercheergebnis über die einzelnen Firmen, sondern die Struktur des Schweizer Marktes. Der Kanton hat die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt; alles andere, was hier erreichbar ist, operiert aus dem Ausland. Bei den ausländischen Namen trägt die zweite Spalte deshalb überall denselben Satz, und der sagt nichts über Seriosität, sondern über die Rechtswirkung: Ein Papier aus einem anderen Land entfaltet in der Schweiz keine Kraft. Ein Vergleich, der diese acht nach Bonusprozessen sortiert, sortiert sie nach der einzigen Zahl, die für den Schweizer Rechtsschutz irrelevant ist.
Snooker als Wettsport: ruhige Bilder, unruhige Rechnung
Warum ein Frame mehr ist als eine Zahl auf dem Wettschein
Snooker ist ein Sport, in dem ein Match kippen kann, ohne dass ein Ballwechsel sichtbar wird. 22 Kugeln liegen auf dem Tisch: der weisse Spielball, 15 rote und je eine gelbe, grüne, braune, blaue, pinke und schwarze. Rot zählt einen Punkt, Gelb zwei, Grün drei, Braun vier, Blau fünf, Pink sechs, Schwarz sieben. Der Farbverlauf ist die Rangordnung des Spiels, und wer ihn nicht kennt, liest eine Quote auf einen Frame wie ein Orakel.
Die Höchstpunktzahl eines Breaks liegt bei 147: 15 rote Kugeln mit jeweils einer schwarzen dazwischen, danach die sechs Farben in ihrer Reihenfolge. Ein Spieler, der das erreicht, hat in wenigen Minuten mehr Punkte gesammelt als die meisten Frames in ihrer ganzen Dauer. Genau davon lebt der Reiz der Live-Wette und genau darin liegt ihr Risiko: Wer auf einen Frame setzt, während eine Serie läuft, setzt auf einen Zustand, der sich in einer einzigen Aufnahme auflösen kann.
Wird ein Frame bei Punktgleichheit entschieden, wird die schwarze Kugel erneut aufgelegt. Der nächste Punktgewinn entscheidet den Frame. Ein «Re-spotted black» ist die Situation, in der jede Vorhersage am Tisch und jede Wette daneben gleich viel wert ist: nichts.
Was das mit einem Wettschein macht
Ein Snooker-Wettschein trägt in der Regel keinen Endstand, sondern eine Entscheidung: diesen Spieler gewinnt den Frame, dieses Match, dieses Turnier. Was die Wette zusätzlich kostet, liegt nicht im Spiel, sondern in den Regeln des Veranstalters, und dort ist der teuerste Satz der unscheinbarste. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Auf einen anderen Sport übertragen heisst das: Ein Ergebnis, das ein Zuschauer als entschieden erlebt, muss es für den Wettschein noch lange nicht sein.
Wer im Snooker auf ein Turnier setzt, setzt über mehrere Tage. Professionelle Turniere werden im Best-of-Modus über mehrere Frames gespielt, und die 12-Fuss-Tische mit rund 366 × 183 cm Aussenmass sorgen dafür, dass eine Partie nicht in zwanzig Minuten vorbei ist. Bei der Weltmeisterschaft steht am Ende ein Finale über Best of 35 Frames. Ein Vorab-Ergebnis wird bei einer solchen Distanz weniger vom Können entschieden als von der Tagesform über zwei Wochen, und wer das weiss, liest eine attraktive Quote auf einen Aussenseiter anders als jemand, der nur zwei Namen nebeneinander sieht.
Live-Wetten: das Angebot, das kaum etwas kostet, und der Preis, der dazu gehört
Live im Snooker ist verlockend, weil zwischen zwei Frames Zeit bleibt. Sporttip wertet eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; der Wettschein hängt also nicht am Stream, sondern an der Entscheidung. Teuer wird es an den Rändern. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten, ausdrücklich genannt sind Elfmeter, Rote Karte und Videoschiedsrichter-Entscheid. Auf einen Snooker-Frame übertragen: Wer während eines Re-spotted Black noch schnell abschickt, kann den Einsatz ohne Gewinn zurückbekommen. Das ist kein Skandal — es ist die Regel für ein Konto, das zu spät war.
Der zweite Preis der Live-Wette ist der Cash-Out. Bei Sporttip gibt es ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, eine Garantie für jeden Markt besteht nicht, und Swisslos muss ihn nicht für alle Wetten anbieten. Der Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden.
Das ist die vollständige Wahrheit über den Ausstiegsknopf. Er kauft Sicherheit, und die Sicherheit wird vom erwarteten Gewinn bezahlt. Auf einen 147er-Break mitten in der Serie ist ein Cash-Out-Betrag eine vernünftige Zahl. Wer gegen einen Spieler, der bei Rot-auf-Schwarz steht, cash out, verkauft sein Urteil an die Mechanik des Veranstalters, und die Mechanik hat den besseren Rechner. Und wer einen Quotenboost oder Profitboost auf der Wette liegen hat: mit einem Cash-Out verfällt er.
Was die Marge aus einer Snooker-Quote macht
Die Rechnung hinter jeder Quote
Ein Veranstalter stellt die Quoten so, dass beide Seiten eines Marktes zusammen weniger auszahlen, als eingenommen wird. Bei drei möglichen Ausgängen mit den Quoten 2.10, 3.50 und 3.80 ergibt sich der Auszahlungsschlüssel aus 1 geteilt durch 2.10 plus 1 geteilt durch 3.50 plus 1 geteilt durch 3.80, die Summe liegt bei gerundet 1.0252, und der Auszahlungsschlüssel ist der Kehrwert davon, also rund 97,5 Prozent. Die Marge ist der Rest auf 100 Prozent, hier also etwa 2,5 Prozent. Zwei Werte, die sich im Wettschein niemals sehen lassen: Auf jeden Franken, der auf einen Markt gesetzt wird, stehen rund 97 bis 98 Rappen als Auszahlung gegenüber, und die fehlenden Rappen sind der Aufschlag auf jede einzelne Entscheidung.
Bei einem Zweiwegemarkt zu 1.90 und 1.90 sieht die Sache anders aus. Die Summe der Kehrwerte ergibt 1,0526, der Auszahlungsschlüssel liegt bei rund 95,0 Prozent, die Marge also je nach Veranstalter und Marktdruck zwischen 4,5 und 5,5 Prozent. Dieselbe Sportart, zwei Marktformen, der doppelte Aufschlag. Das ist keine Merkwürdigkeit eines einzelnen Anbieters: Zweiwegsmärkte stehen besonders häufig unter Publikumsdruck, und die Veranstalter nehmen sich dort mehr. Wer sich an eine stolze Quote auf einen Frame gewöhnt hat, findet dieselbe Marge bei einem Markt mit zwei Ausgängen nicht wieder. Wer seine Snooker-Entscheidungen auf das niedrigste Aufgeld verlegen will, beginnt bei den Märkten mit drei Ausgängen.
Beide Zahlen sind Beispielrechnungen, keine abgelesenen Preise. Sie zeigen, wie eine Quote zu lesen ist, nicht was ein bestimmter Anbieter auf ein bestimmtes Turnier schreibt. Die Quoten selbst ändern sich mit jedem Frame; die Marge ist der Anteil daran, der sich nicht ändert.
Die Limiten, die vor der ersten Wette gesetzt werden
Sporttip verlangt von jedem, der online ein Konto eröffnet, vor der ersten Teilnahme eine Verlustlimite für 1, 7 und 30 Tage. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite über je 30 Tage möglich.
Wer sich vorstellt, das sei eine Bremse, die der Staat anzieht, verwechselt zwei Dinge. Die Limite setzt der Spielende selbst, und der Veranstalter muss sie verlangen; das Bundesgesetz gibt keinen festen Einzahlungsdeckel vor. Die Obergrenze von CHF 9’999 für einen 30-Tage-Zeitraum ist kein Schutz, sondern die Grenze des Formulars. Die 72 Stunden bis zur Erhöhung sind der einzige Teil davon, der gegen einen selbst arbeitet oder für einen: Sie sind die Nacht, in der man eine unangenehme Serie noch einmal überschlafen kann und trotzdem morgen früh noch handelt.
Der Mindesteinsatz bei Sporttip liegt bei CHF 1 pro Einzel- oder Kombinationswette, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000, bei einer Systemwette bei CHF 10’000. Das ist eine Limite über den Wettschein, nicht über das Portemonnaie, und die beiden Zahlen liegen auch bei einem hohen Kontostand getrennt voneinander. Swisslos kann diese Werte jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der interessante Teil für einen Snooker-Spieler ist der Höchsteinsatz. Auf einen Turniersieg über zwei Wochen sind CHF 1’000 die Obergrenze des Wettscheins, und wer eine Kombination aus mehreren solchen Langzeitwetten baut, merkt schnell, dass der Kombinationsrahmen enger ist als der Markt.
Die Rechtslage: nur zwei dürfen, und die Liste entscheidet mit
Wer in der Schweiz Sportwetten veranstalten darf
Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und werden von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht Bern, beaufsichtigt. Nicht von der ESBK: jene Aufsicht gilt nur für Casinos. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher gibt es nicht, weil es keine gibt; die Gespa veröffentlicht ausschliesslich die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Der Reingewinn geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen.

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Sporttip läuft im Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende.
Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus, in der Praxis im Gebiet der jeweiligen Veranstalterin. Das ist der Punkt, an dem die Wahl endet, bevor sie beginnt: Wer in Zürich wohnt, kann bei Jouez Sport kein Konto eröffnen, und wer in Lausanne wohnt, keines bei Sporttip. Bei der Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.
Was gewettet werden darf und was nicht
Der erlaubte Inhalt ist eine geschlossene Liste. Massgeblich ist die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, in der Fassung vom 10. September 2026. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie ausdrücklich genannt sind, Frauenwettkämpfe ebenso, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet; Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Die Liste führt keine Eckball- oder Kartenmärkte und keine Esports-Sektion. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf nicht darauf wetten.
Was das für Snooker heisst: Ob ein bestimmtes Turnier, eine Qualifikationsrunde oder eine Wettart wie ein Frame-Handicap im Programm steht, entscheidet nicht der Anbieter allein, sondern die Liste. Wer eine Wette vermisst, findet die Antwort nicht in einer Marketingseite, sondern im Wettprogramm und, wenn es grundsätzlich wird, im Verzeichnis der Aufsicht. Live-Wetten sind erlaubt, vor dem Spiel und währenddessen, wo der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat; das Gesetz kennt keine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Cash-Out ist nicht geregelt und ist reine Anbieterfunktion. Zu virtuellen Sportarten sagt das Gesetz nichts, und über Esports steht dort nur, dass es in der Liste nicht vorkommt.
Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten veranstaltet, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spielende selbst wird nicht bestraft. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es besteht weder Schutz noch Fairplay-Kontrolle. Auch die Sperrliste ist kein Kinderzimmer: Sie existiert seit dem 3. September 2019 und umfasste Ende 2025 insgesamt 671 Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, ein Vorgang, für den die Aufsicht selbst das Domain-Hopping als Begriff führt. Wer heute über einen Link zu einem gesperrten Anbieter kommt, kommt morgen über einen anderen, und beide Male ohne Schweizer Rechtsschutz.
Spielerschutz: die Regeln, die gelten, und die Zahlen, die sie relativieren
Limits, Pausen und Sperren
Die Limiten im Wettschein setzt der Spielende, nicht der Staat: Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung gesetzlich nach 24 Stunden; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Eine feste staatliche Einzahlungsgrenze gibt es nicht.
Die Spielsperre ist die härteste der verfügbaren Bremsen, und sie arbeitet gegen den Zugang, nicht gegen das Konto. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Ausgeschlossene und minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.
Auf das Register kommt es mehr an, als es aussieht. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, steht in keinem Schweizer Sperrregister. Die Sperre, die jemand für sich selbst errichtet hat, um nicht mehr spielen zu können, endet an der Grenze des Bewilligungsgebiets: Sie gilt für das Casino, die Lotterie und die Sportwette in der Schweiz und für nichts anderes. Das ist der stille Preis eines jeden Kontos ausserhalb der beiden bewilligten Veranstalter, und er lässt sich nachträglich nicht nachkaufen.
Was die Zahlen aus den Verkaufspunkten sagen
Die Aufsicht hat im Jahr 2025 Testkäufe durchgeführt: An 200 Verkaufsstellen wurde in 47,5 Prozent der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Diese Zahl steht neben jedem Satz, der den Schweizer Spielerschutz als streng bezeichnet, und sie sollte dort stehen bleiben. Der geschlossene Markt garantiert keine lückenlose Kontrolle. Er garantiert eine Stelle, bei der ein Verstoss gemeldet werden kann und eine Aufsicht, die nachprüft. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung gibt es diese Stelle nicht.
Wie eine Snooker-Wette ausgezahlt wird
Einsatz, Quote, Ergebnis — und die Rundung
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote. Bei einer Kombination wird der Einsatz mit der Gesamtquote multipliziert, also dem Produkt der Einzelquoten. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet.
Die Rundung klingt nach einer Randnotiz und ist es nicht. Wer hundert Wetten mit einem Gewinnanspruch knapp unter einem Rappen pro Wette platziert, verliert nichts Nennenswertes; wer das mit Einsätzen im vierstelligen Bereich tut, verliert in beide Richtungen. Die eigentliche Information liegt daneben: Der Betrag entsteht aus Einsatz mal Gesamtquote, und bei einer Kombination wächst die Gesamtquote nicht linear, sondern multiplikativ. Drei Voraussagen zu je Quote 1.90 ergeben eine Gesamtquote von 6’859, also rund 6,86, aus CHF 20 rund CHF 137. Der Gewinn klingt grosszügig, und die Zahl der Voraussetzungen, die dafür alle eintreten müssen, ist dieselbe geblieben.
Bei der Berechnung schrumpft die Kombination nicht. In jedem einzelnen Markt sitzt eine Marge. Bei drei Märkten mit je 5 Prozent Aufschlag beträgt der Auszahlungsschlüssel der Kombination rund 0,95 × 0,95 × 0,95, also etwa 85,7 Prozent: Jeder Franken, der auf diese Kombination geht, trifft unter dem Strich nur rund 86 Rappen an Auszahlung. Das ist kein Argument gegen Kombinationswetten, aber ein Argument gegen die Annahme, eine Kombination sei die Weiterentwicklung einer Einzelwette. Sie ist eine andere Wette, mit einem höheren Aufschlag.
Der Bonus, der keiner ist
Bei Sporttip heisst das Angebot Kombiboost, und der Name sagt den Preis. Der Boost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Damit lässt sich rechnen, und die Rechnung fällt nüchtern aus. Vier Voraussagen zu je Quote 1.90 ergeben eine Gesamtquote von 6’859, also rund 6,86. Aus CHF 20 Einsatz ergibt sich ein Bruttogewinn von rund CHF 137; der Boost von 5 Prozent auf den Nettogewinn von rund CHF 117 bringt also etwa CHF 5,85 zusätzlich, und der Gewinn steigt auf rund CHF 143. Das sind wirklich zusätzliche CHF 5,85 — geschenkt sind sie nicht. Es sind vier Voraussagen, jede über einer Mindestquote, jede einzeln der Marge unterworfen, und jede ein eigenes Risiko. Wer die Zahl der Voraussagen erhöht, um den Prozentsatz zu erhöhen, verlängert zuerst die Kette und danach den Gewinn.
Der zweite Bonus im Programm heisst Quotenboost und gilt nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Der Profitboost erhöht den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Auch das ist ein Preis, der nur einmal zu zahlen ist: aussteigen und auf die Erhöhung verzichten oder bleiben und die Mechanik bezahlen.
Was es in der Schweiz nicht gibt, ist das grosse Willkommenspaket mit Gratisguthaben. Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbedingungen stammen aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters, und sie sind bescheiden. Das ist die Kehrseite eines geschlossenen Marktes: wenig Werbegeschenke, und der Teil, der wirklich schützt, ist die Verlustlimite, nicht der Bonus.
Die Saison und die Turniere, die auf dem Wettschein landen
Die Snooker-Saison hat drei Höhepunkte, die zusammen als Triple Crown gelten: die Snookerweltmeisterschaft, die UK Championship und das Masters. Die World Professional Billiards & Snooker Association wurde 1968 gegründet; ihre kommerzielle Tochter ist die World Snooker Tour. Diese Struktur erklärt, warum dieselben Spieler überall auftauchen und warum eine Quote auf einen Aussenseiter in einem Turnier nicht automatisch eine Quote im nächsten ist.
Der Kalender ist der Faktor, den ein Gelegenheitsspieler am stärksten unterschätzt. Die Endrunde der Snookerweltmeisterschaft findet seit 1977 ab Ende April über 17 Tage im Crucible Theatre in Sheffield statt; die Austragung dort ist vertraglich bis 2045 gesichert. An der Endrunde nehmen 32 Spieler teil, inklusive Qualifikation sind es 144, und das Finale wird über Best of 35 Frames gespielt. Wer eine Langzeitwette auf ein solches Turnier platziert, bindet Kapital über mehr als zwei Wochen und schaut dabei zu, wie sich der Markt Frame für Frame verändert. Ein ungedeckter Cash-Out nach dem ersten Viertelfinal kann den Ertrag von fünf vorher richtig getippten Runden auf ein Minimum reduzieren.
Die zweite Unterschätzung betrifft die Saisondichte. Die grosse Herausforderung liegt heute nicht in der Auswahl der Turniere, sondern in der Schnelligkeit, mit der sie aufeinander folgen. Ein Spieler spielt Anfang März ein Turnier, drei Tage später ein weiteres, und die Form, die eine Quote abbildet, ist manchmal nicht älter als zwei Niederlagen. Wer nach einem einzelnen Spiel kauft, kauft ein Bild; wer über einen Monat bleibt, kauft einen Zustand.
Die dritte betrifft die Kennzahlen. In den meisten Snooker-Märkten findet sich dasselbe Muster: Frames innerhalb eines Matches sind voneinander abhängig, und der Veranstalter bearbeitet Kombinationen zweier abhängiger Ereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion. Wird eine solche Kombination trotzdem angenommen, kann Swisslos die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Bei einer Wette auf «Spieler A gewinnt das Match» und «Spieler A gewinnt Frame 19» handelt es sich um dieselbe Sache in zwei Verkleidungen, und der Wettschein wird am Ende zu einem Einsatz zurück.
Steuern: wann ein Gewinn ein Steuerfall wird
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht je nach Kanton ab, ein einzelner Kantonswert taugt nicht als Massstab. Oberhalb des Freibetrags behält die Veranstalterin 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden.
Ein typischer Wettender liegt weit unter dieser Schwelle: kein Einkommenssteuerabzug, keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn. Das ist die gute Nachricht daran, in der Schweiz zu wetten. Es gibt keine Steuer auf den Einsatz, und wer das von einer anderen Rechtsordnung kennt, sollte es hier nicht erwarten.
Die schlechte Nachricht steht auf der anderen Seite der Grenze. Gewinne bei Anbietern im Ausland unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis kennt Fälle, in denen sie als vollständiges Einkommen behandelt werden, unabhängig von der Höhe — die Steuerpraxis des Kantons Thurgau hält das so. Wer ausländisch spielt, um die Schweizer Bewilligung zu umgehen, tauscht damit eine kleine Abgabe gegen eine mögliche volle Steuerpflicht. Und er tauscht die Bescheinigung der Veranstalterin gegen einen Nachweis, den er selbst erbringen muss, sollte er je gebraucht werden.
Das ist allgemeine Information, keine Steuerberatung. Wer über der Schwelle liegt oder im Ausland spielt, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung. Der Wettschein ist kein Steuerdokument, und die Auszahlung bei einem Anbieter im Ausland ist es erst recht nicht.
Konto, Auszahlung und die Frage, wessen Name auf dem Wettschein steht
Auszahlungen und Guthaben gehen nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Sportwetten nicht, und Kredit an Spielende ist verboten. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Wer eine Auszahlung plant, klärt den Weg auf sein Konto deshalb vor dem ersten Einsatz und nicht im Moment des Gewinns.
Diese Regel ist unbequemer, als sie klingt, und sie ist eine der wenigen, die man im Gespräch mit Freunden verteidigen muss. Ein Konto im eigenen Namen, verifiziert über einen Ausweis, dessen Daten ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft werden — das ist kein Misstrauen gegenüber dem Spielenden, sondern die Voraussetzung dafür, dass ein Gewinn auf dem eigenen Konto landet und nicht auf dem eines Dritten, der die Auszahlung sperrt. Wer bei einem Anbieter ohne Prüfung spielt, verzichtet nicht auf eine Formalität, sondern auf den einzigen Mechanismus, der eine Auszahlung erzwingbar macht.
Es gibt in der Schweiz übrigens kein Instrument, mit dem Banken oder Kartenorganisationen Zahlungen an unerlaubte Wettangebote blockieren. Wer erzählt, die Karte werde gesperrt, erzählt eine Geschichte, die die Schweiz nicht kennt.
Die zehn Anbieter, nach Kosten geordnet
Swisslos Sporttip: die Bewilligung, die Diplomatie und der Preis der Limiten
Swisslos ist eine der beiden Veranstalterinnen, die die interkantonale Vereinbarung überhaupt zulässt, und die einzige, die den grössten Teil der Deutschschweiz abdeckt. Zusammen mit dem Kanton Tessin und dem Fürstentum Liechtenstein ergibt das einen Vertragskreis, in dem Sporttip die naheliegende Wahl ist — weniger wegen eines Vorteils im Programm als wegen der Herkunft des Papiers. Dasselbe Papier bindet: Wer ausserhalb des Gebiets wohnt, bekommt kein Konto, und die Prüfung ist nicht verhandelbar.
Die Kosten des Kontos liegen in den Limiten, die vor der ersten Wette stehen. Die Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage sind zu setzen, die Erhöhung wartet 72 Stunden, die Einzahlungslimite ist freiwillig. Wer sein Spielbudget selbst scharf setzt, gewinnt dabei mehr, als ein Bonus je wert wäre. Wer die Limite hoch ansetzt, weil sie sich später nur mit Wartezeit senken lässt, merkt zu spät, dass die 72 Stunden zwar für Sporttip bindend sind, aber die Geduld nicht liefern.
Der andere Kostenpunkt ist der Cash-Out. Er existiert für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, online und damit auch live, aber nur als vollständiger Ausstieg ohne Teilauszahlung. Kein marktweites Versprechen, ein tieferer Betrag als der mögliche nicht vorzeitige Gewinn, und die Höhe kann jederzeit geändert werden. Wer ihn als Absicherung einplant, plant mit einer Position, die Swisslos jederzeit schliessen kann.
Urteil: Swisslos Sporttip hat das, was sonst niemand in der Liste hat, und manche Dinge fehlen. Das Papier ist voll belastbar — Gespa-Aufsicht, Anbindung an das schweizweite Sperrregister, Auszahlung auf ein verifiziertes Konto. Die Sportwetten trugen 2025 mit CHF 109 Mio. zum Reingewinn von CHF 562 Mio. bei, nach CHF 122 Mio. im Vorjahr; wer sich fragt, wohin die Marge fliesst, findet die Antwort in den kantonalen Fonds und in der Stiftung Sportförderung Schweiz. Wer Limiten, Rechtsschutz und Registeranbindung braucht, hat mit diesem Konto das einzige amtlich gedeckte Angebot seiner Region. Wer Höchsteinsätze über CHF 1’000 oder einen flexiblen Teilausstieg sucht, sucht an der falschen Adresse.
Loterie Romande Jouez Sport: dieselbe Bewilligung, andere Hausordnung
Die Loterie Romande ist die zweite Veranstalterin, und ihr Papier steht auf derselben Grundlage. Sie versorgt die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura und nennt 2’350 Verkaufsstellen sowie 221 Mitarbeitende. Wer dort wohnt, findet in Jouez Sport das Gegenstück zu Sporttip; wer in Zürich wohnt, findet dort nur eine Information.
Die Rechnung stellt sich entsprechend auf. Der geschützte Teil — Registeranbindung, Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen, Selbstsperre — ist derselbe, weil er aus dem Gesetz kommt und nicht aus dem Haus. Wo das Haus selbst entscheidet, etwa über ein Gratisspielguthaben, braucht es dafür die vorgängige Zustimmung der Gespa: 24 solcher Zustimmungen gingen 2025 an die Loterie Romande, 8 an Swisslos. Auch die Westschweizer haben also nicht das grosse Willkommenspaket, sondern ein Werbemittel unter Vorbehalt.
Urteil: Jouez Sport ist kein Bonusangebot und keine Alternative, sondern die Ortsfrage, die vor allen anderen Fragen beantwortet werden muss. Wohnsitz im Wallis, in Genf oder in der Waadt — hier gibt es Rechtsschutz und Registereintrag, sonst nichts Vergleichbares. Wer in diesen Kantonen wohnt und sich die Marge des Sporttip-Programms sparen will, hat keine zweite bewilligte Wahl. Wer dort wohnt und trotzdem bei einem ausländischen Namen spielt, hat auf freiwilliger Basis auf den einzigen Schutz verzichtet, den die Schweiz gesetzlich bereitstellt.
BillyBets: dieselbe Struktur, ein anderes Werbeversprechen
BillyBets tritt mit den üblichen Versprechen der Offshore-Szene auf und steht in der ersten Spalte der Übersicht mit einer Verneinung. Das Unternehmen besitzt keine Schweizer Bewilligung. Was es an Bewilligung meldet, ist nicht erstellt und hat in der Schweiz keine Wirkung. Es gibt keine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg.
Billig wird das an einer Stelle, die selten betrachtet wird. Wer sich bei einem solchen Anbieter registriert und später eine Selbstsperre braucht, findet den Ausgang nur in den eigenen Bedingungen des Anbieters und nicht im schweizweiten Register. Für einen Spielenden mit Verlustvorgeschichte ist das kein Nebensatz, sondern die zentrale Eigenschaft des Kontos. Dass eine Domain auf der Sperrliste landen kann, verschärft die Lage zusätzlich: Der Zugang kann jederzeit aus dem nichts verschwinden, und das bei einem Anbieter, der ohnehin ausserhalb jeder Schweizer Zuständigkeit steht.
Urteil: BillyBets ist eine Adresse für Spielende, die die Schweizer Kontrolle bewusst nicht brauchen und wissen, dass es keinen zweiten Anlauf gibt. Wer Snooker bei einem bewilligten Veranstalter spielt, findet dort eine gedeckte Auszahlung und eine Limite, die ihn bremst. Wer dennoch hier landet, sollte vorher klären, wie eine Auszahlung auf sein Konto tatsächlich aussieht, und wie er selbst sich sperren kann, wenn es nötig wird.
1Bet: viele Sportarten, kein Schweizer Register
1Bet deckt ein breites Sportprogramm ab, und Snooker gehört in dieser Szene zum Standardrepertoire. Ein Schweizer Papier steht daneben nicht zur Verfügung: keine Bewilligung, keine anerkannte Aufsicht, keine Anbindung an das schweizerische Sperrregister und kein Schweizer Rechtsweg. Die Bewilligung, die der Anbieter meldet, hat in der Schweiz keine Kraft, und eine Sperrung der Domain über die Liste der Aufsicht ist jederzeit möglich.
Der eigentliche Aufschlag auf dieser Seite ist die Unsicherheit über den Tag nach dem Gewinn. Bei einem Schweizer Veranstalter wird eine Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen geschuldet; hier hängt derselbe Vorgang von den Bedingungen des Anbieters und von seinem Sitz ab. Rechnen lässt sich damit nicht, planen auch nicht. Wer Snooker als Unterhaltung mit einem kontrollierten Budget betreibt, hat bei einem Schweizer Veranstalter weniger Streuung im Ablauf, aber auch weniger Spielraum bei den Limiten.
Urteil: 1Bet ist ein Programmanbieter mit einer Lücke dort, wo es zählt, nämlich bei der Durchsetzbarkeit. Sein Vorteil ist der Umfang dessen, was auf dem Wettschein landen kann; sein Nachteil wiegt schwerer, sobald ein Betrag auf dem Konto liegt. Wer die Domain regelmässig nicht mehr erreicht, wird erfahren, warum die Liste der Aufsicht existiert.
BetPanda: wenig Reibung im Einstieg, keine Spur im Register
BetPanda ist auf schnelle Registrierung und ein breites Programm eingerichtet. Ein Schweizer Papier gibt es auch hier nicht: keine Bewilligung, keine eingetragene Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Eine Meldung über eine Bewilligung aus einem anderen Land entfaltet in der Schweiz keine Wirkung; die Domain kann auf die Sperrliste kommen.
Die Bequemlichkeit des Einstiegs ist die eine Seite, die Bequemlichkeit des Ausstiegs die andere. Wer sich anonym anmeldet, wird bei der Auszahlung nach denselben Nachweisen gefragt, und bei einem Schweizer Konto im eigenen Namen gibt es nur einen Satz Regeln, an den man sich halten muss. Hier gibt es zusätzlich die Regeln des Anbieters, und die kennt niemand vorher. Wer die Selbstsperre zur Absicherung braucht, muss sie ohnehin getrennt organisieren.
Urteil: BetPanda passt zu Spielenden, die eine offene Auszahlungsfrage ausklammern und mit dem Geld arbeiten, das sie nicht zwingend wiedersehen müssen. Als Snooker-Adresse mit Schweizer Grundlage kommt der Anbieter nicht in Frage. Wer bei einem ausländischen Namen bleibt, sollte die eigenen Bedingungen, die Auszahlungsfristen und den Umgang mit Guthaben vorher lesen, weil später niemand für ihn liest.
Boomerang Bet: der Name verspricht mehr, als die Rechtslage hergibt
Boomerang Bet gehört zur Gruppe der ausländischen Anbieter, die hier erreichbar sind, ohne eine Schweizer Bewilligung zu besitzen. Die Aufsicht führt sie nicht als Veranstalterin; eine anerkannte Aufsicht über diese Tätigkeit in der Schweiz gibt es bei diesem Anbieter nicht. Kein Schweizer Rechtsweg, kein Eintrag im schweizerischen Sperrregister, keine Aussicht auf Schweizer Fairplay-Kontrolle.
Der Name sagt das Erwartbare: Ein Guthaben, das immer wiederkommt, hat in der Schweiz keine rechtliche Grundlage, und ein Bonus, der sich im Kreis bewegt, ist oft an Umsatzbedingungen gebunden, die nur in den Anbieterbedingungen stehen. Wer einen Betrag gewinnt, findet den Weg auf sein Konto nur dort dokumentiert, wo er niemanden in der Schweiz anrufen kann. Bei einem bewilligten Veranstalter ist derselbe Weg in den Teilnahmebedingungen gesetzlich vorgezeichnet.
Urteil: Der Anbieter ist die Wahl für jemanden, der ein Abenteuer mit einem vierstelligen Betrag sucht und keine Sicherheit erwartet. Wer die Snooker-Woche über spielt statt punktuell, merkt den Unterschied. Wer eine Woche lang täglich setzt, braucht keine grössere Auswahl, sondern eine Bremse, und die steht nur bei den beiden bewilligten Veranstaltern.
Playzilla: ein breites Casino-Programm und der Sport daneben
Playzilla bedient vor allem Spielhallen-Inhalte und stellt Sportwetten daneben. Ein Schweizer Papier fehlt: keine Bewilligung, keine Gespa-Aufsicht, kein schweizerisches Sperrregister, kein Rechtsweg in der Schweiz. Eine Meldung über eine Bewilligung aus einem anderen Land wirkt in der Schweiz nicht; die Domain kann gesperrt werden.
Der Unterschied zu den übrigen Namen in dieser Liste liegt in der Gewichtung. Wo das Sportangebot nur ein Anhang zum Casino ist, ist die Frage nach dem Snooker-Programm nicht die eigentliche. Wer wegen eines bestimmten Turniers kommt, findet hier oft einen schmaleren Sportteil als bei einem Anbieter mit sportlichem Schwerpunkt. Die Kosten dieser Struktur sind nicht sichtbar: Der Betrag bleibt gleich, aber die Auswahl, aus der man ihn wählt, ist kleiner.
Urteil: Playzilla richtet sich an Spielende, die Show und Spielhalle suchen und den Sport als Beigabe betrachten. Wer regelmässig Snooker mit einer klaren Linie spielt, fährt bei einem bewilligten Veranstalter billiger, weil die Limite dort vor dem Konto steht und nicht im Nachhinein. Und wer ohnehin nicht liest, was er zustimmt, findet hier am wenigsten, was ihn korrigiert.
BetAlright: was fehlt, wenn die Aufsicht fehlt
BetAlright ist ein weiterer ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Kein Papier aus der Schweiz, keine Aufsicht durch die Gespa, kein Eintrag im schweizerischen Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Die Liste der Aufsicht kann die Domain blockieren, und ein Anbieter mit dem Wort «Alright» im Namen hat darauf keinen Einfluss.
Der relevante Punkt an dieser Stelle ist nicht, was der Anbieter verspricht, sondern was fehlt, wenn der Betrag ausgezahlt werden soll. Bei Swisslos und der Loterie Romande ist der Weg gesetzlich beschrieben und eine Aufsichtsbehörde im Land zuständig. Hier ist der Weg die Sache des Anbieters, geprüft von niemandem, den man in der Schweiz erreichen kann. Wer den Betrag eines Turniergewinns eingeplant hat, plant mit etwas, das nicht durchsetzbar ist.
Urteil: BetAlright ist eine Wette auf das Wohlverhalten eines Anbieters statt auf ein Spielergebnis. Wer zwei Wetten dieser Art kombiniert, verdoppelt nicht den Gewinn, sondern die Zahl der Stellen, an denen etwas schiefgehen kann. Und schiefgehen heisst hier nicht Pech, sondern eine Bedingung, die niemand geprüft hat.
BetFury: Belohnungsprogramm, und eine Kryptospur, die im Schweizer Recht nicht existiert
BetFury ist für ein Belohnungssystem und ein breites Angebot bekannt. Eine Schweizer Bewilligung besitzt der Anbieter nicht; eine Aufsicht durch die Gespa besteht nicht, ebenso wenig eine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister oder ein Rechtsweg in der Schweiz. Die gemeldete Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Kraft; die Domain kann auf der Sperrliste erscheinen.
In der Schweiz sind Auszahlungen und Guthaben nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers möglich. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Sportwetten nicht. Wer bei einem Anbieter spielt, der auf einem Belohnungs- und Token-System aufgebaut ist, betritt einen Bereich, den das Schweizer Recht gar nicht vorsieht. Dass etwas technisch angeboten wird, sagt nichts darüber, wie es steuerlich und rechtlich behandelt wird. Auch hier gilt: Wer Snooker setzt, sollte sein Konto vorher in Ordnung bringen.
Urteil: BetFury ist die Adresse für Spielende, die ein Programm mit Belohnungsmechanik dem direkten Wettbetrieb vorziehen. Für Snooker bedeutet das mehr Auswahl bei weniger Verbindlichkeit — und weniger Verbindlichkeit heisst in diesem Fall auch weniger Kontrolle über den Betrag, der am Ende zurückkommt. Wer ein Konto bei einer Schweizer Veranstalterin hat, muss diese Rechnung nicht aufmachen.
FortuneJack: Krypto und Sport in einem Programm
FortuneJack kombiniert Krypto-Einzahlungen mit einem breiten Spielangebot. Eine Schweizer Bewilligung gibt es nicht. Keine Aufsicht durch die Gespa, keine Aufnahme in das schweizerische Sperrregister, kein Rechtsweg in der Schweiz. Eine gemeldete Bewilligung entfaltet keine Wirkung; die Domain kann auf der Sperrliste landen.
Für Snooker heisst das: Wer hier spielt, verlässt den Bereich, den das Schweizer Recht kennt. Im bewilligten Schweizer Sportwetten sind anonyme Auszahlungen ausgeschlossen, Auszahlungen gehen auf ein Konto im eigenen Namen, Kredit an Spielende ist verboten. Bei einem Anbieter mit Krypto-Auszahlung entfällt die Nachprüfung, die bei einem Schweizer Konto selbstverständlich ist. Fürs Wetten ist das bequem. Für die Rückgabe des Geldes ist es die Frage, die man vorher stellt und nicht nachher.
Urteil: FortuneJack ist die bequemste Art, ein Konto zu eröffnen und die unbequemste, ein Problem zu lösen. Wer den Snooker-Teil seines Programms schätzt, sollte den Kontoteil mindestens so genau lesen. Die Schweiz bietet dafür zwei Veranstalter statt zehn, aber bei jedem von ihnen gibt es eine Stelle, die nachschaut.
Die zehn Anbieter auf einen Blick
Wer die Reihenfolge oben noch einmal überspringt, landet bei derselben Frage: Was kostet es, hier zu spielen? Bei Swisslos und der Loterie Romande kostet es Limiten, eine Wohnsitzbedingung und eine Verifizierung. Bei den acht übrigen kostet es den Schweizer Rechtsweg, den Eintrag im schweizerischen Sperrregister und jede Aussicht auf eine Aufsichtsbehörde im Land. Keiner der beiden Wege ist gratis, und keiner ist per se sicher: Der eine schränkt ein, der andere lässt offen. Wer sich für den zweiten entscheidet, entscheidet sich bewusst gegen den Teil des Schweizer Systems, der für den Fall gebaut wurde, dass etwas schiefgeht.
Häufige Fragen
Wo darf in der Schweiz auf Snooker gewettet werden?
Online nur bei den beiden Veranstaltern, die die interkantonale Vereinbarung zulässt: Swisslos mit Sporttip im Vertragsgebiet der Deutschschweizer Kantone, im Tessin und in Liechtenstein, und die Loterie Romande mit Jouez Sport in Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Konto setzt Wohnsitz im jeweiligen Gebiet voraus; der Anbieter richtet sich nach der Adresse und nicht nach der Vorliebe.
Steht Snooker auf der Liste der zugelassenen Sportarten und Wettarten?
Die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Fassung vom 10. September 2026 bildet den erlaubten Inhalt ab. Sie nennt Qualifikationsrunden, Frauenwettkämpfe und Ranglistenwetten nur unter bestimmten Bedingungen, Trainingsläufe gar nicht. Ob ein einzelnes Snooker-Turnier und eine einzelne Wettart darauf stehen, lässt sich nur im aktuellen Verzeichnis und im Wettprogramm des Veranstalters prüfen.
Wie stark wirkt die Marge auf die Auszahlung?
Die Marge ist der Anteil am Einsatz, den der Veranstalter einbehält. Bei einer Dreiwegerechnung mit den Quoten 2.10, 3.50 und 3.80 beträgt der Auszahlungsschlüssel rund 97,5 Prozent, die Marge also etwa 2,5 Prozent. Bei einem Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90 sinkt der Auszahlungsschlüssel auf rund 95,0 Prozent, die Marge steigt auf rund 5 Prozent. Zwei Wege, derselbe Verlust.
Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?
Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei einer Kombination aus Einsatz mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird das Ergebnis zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Aus CHF 20 auf eine Einzelquote von 1.90 werden so rund CHF 38, aus CHF 20 auf eine Kombinationsquote von 6’859 rund CHF 137.
Wie werden Livewetten auf einen Frame abgerechnet?
Bei Sporttip gilt die Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird. Entscheidend ist der Zeitpunkt der Platzierung: Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs eingehen, zählen mit Quote 1.00. Dasselbe gilt in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid. Der Einsatz kommt zurück, ein Gewinn entsteht nicht.
Wie werden Gewinne ohne Schweizer Bewilligung besteuert?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen bleiben bis zum Steuerfreibetrag steuerfrei; der Bundesfreibetrag liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, und der kantonale Freibetrag weicht je nach Kanton ab. Ausländische Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, können kantonal aber als vollständiges Einkommen gelten, unabhängig von der Höhe — die Praxis des Kantons Thurgau hält das so. Klären lässt sich das nur bei der Steuerverwaltung.
Sportarten – kombibonusch
Inhalt erstellt vom Team «kombibonusch»
