Online MLB wetten in der Schweiz — zwei bewilligte Wege und zehn Angebote

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join
Ein weisser Baseball liegt auf rotbraunem Sand neben der Grundlinie eines leeren Stadions im warmen Abendlicht, die Ränge sind verlassen.

Auf Major League Baseball zu wetten ist in der Schweiz erlaubt. Es gibt nur sehr wenige, die es anbieten dürfen.

Die Major League Baseball (MLB) besteht aus 30 Teams, 29 aus den USA und einem aus Kanada.

Stand: Oktober 29, 2026. Bewilligungen und Veranstalterangaben geprüft gegen die Veröffentlichungen der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, sowie gegen die Spiel- und Teilnahmebedingungen von Swisslos und der Loterie Romande.

Wer in Basel, Bern oder Zürich ein Spiel der New York Yankees gegen die Boston Red Sox auf dem Handy mitverfolgt und dabei Geld auf den Ausgang setzen möchte, landet schneller, als ihm lieb ist, auf einer Website mit glänzendem Willkommensbanner, leuchtenden Zahlen und einem Impressum, das nach Zypern zeigt. Die Seite sieht aus wie ein Wettanbieter. Rechtlich ist sie in der Schweiz keiner. Sportwetten sind hier ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Das ist der ganze bewilligte Markt. Wer auf MLB wetten will, hat also nicht zehn gleichwertige Optionen, sondern zwei Wege mit Schweizer Schutz und einen dritten, den es gibt, weil er im Netz eben existiert — mit einem anderen Preis, als das Banner verspricht.

Dieser Text geht der Frage nach, welche Wege einem Wettenden offenstehen und welcher zu welchem Konto passt. Er erklärt zuerst den Spielplan, an dem sich alles aufhängt, ordnet dann die Angebote ein, geht über die Bewilligungsfrage zur Verlustlimite und endet bei den Anbietern selbst. Wer nur schnell wissen will, ob er als Genfer mit seinem Wohnsitz überhaupt bei Sporttip ein Konto eröffnen kann, sei vorgewarnt: die Antwort lautet nein, und der Grund dafür hat seine Berechtigung, auch wenn er beim ersten Lesen ärgert.

Der MLB-Kalender: 162 Spiele, dann erst wird es ernst

Baseball ist der Sport mit dem längsten Anlauf der Welt. Wer von Fussball kommt, muss sich umstellen, denn die Hauptrunde ist keine Vorbereitung auf das Wesentliche, sondern der grösste Teil des Jahres. Jedes der 30 Teams bestreitet 162 Spiele in der regulären Saison. Bei 30 Teams, aufgeteilt in die National League und die American League mit je 15 Teams in drei Divisionen zu je fünf Teams, ergibt das eine Spielplatte, die von Ende März bis Ende September fast täglich gefüllt ist. Die National League wurde 1876 gegründet, die American League 1901 — der Kalender, den ein Wettender heute vor sich hat, ist also älter als jedes Wettgesetz, das ihn reguliert.

Ein aufgeschlagenes Notizbuch mit handgeschriebenen Notizen und ein Bleistift liegen auf einem Holztisch neben einem abgegriffenen Baseballhandschuh.
In der MLB bestreitet jedes Team in der Hauptrunde 162 Spiele; die National League wurde 1876 gegründet, die American League 1901.

29 der Teams spielen in den USA, eines in Kanada. Für einen Schweizer heisst das: die Spiele laufen zu Zeiten, die in unsere Nacht fallen. Ein Nachmittagsspiel in New York beginnt in der Regel am späten Abend Schweizer Zeit, ein Heimspiel an der Westküste entsprechend nach Mitternacht. Das ist keine Nebensache, sondern der wichtigste praktische Unterschied zu allen anderen Sportarten. Wer MLB-Wetten platziert, tut das meist, bevor er ins Bett geht, und erfährt das Ergebnis am Morgen. Für Livewetten, die während des Spiels gesetzt werden, heisst es, wach zu bleiben — oder sich einzugestehen, dass man auf den Modus verzichtet.

Über den Sommer hinweg entscheidet sich nichts Endgültiges. Sechs Divisionen vergeben ihre Titel, dazu kommen in jeder Liga drei weitere Teams, sodass zwölf Mannschaften die Postseason erreichen. Die beiden bestplatzierten Teams jeder Liga sind für die Wild-Card-Runde gesetzt, die im Modus «Best of three» gespielt wird. Erst danach beginnt der Teil der Saison, an dem sich die Quoten deutlich bewegen, weil es keine Serie mehr über 162 Spiele zu bewerten gilt, sondern ein kurzes Duell zweier Pitcher-Rotationen.

Die Championship Series werden im Modus «Best of seven» gespielt, erstmals 1969 so ausgetragen. Die World Series wurde 1903 erstmals als «Best of nine» entschieden und läuft heute ebenfalls über sieben Spiele. Rekordgewinner bleiben die New York Yankees mit 27 Titeln. Die World Series 2025 gewannen die Los Angeles Dodgers mit 4:3 gegen die Toronto Blue Jays; die Serie lief vom 24. Oktober bis 1. November 2025, ausgetragen im Rogers Centre in Toronto und im Dodger Stadium in Los Angeles. Im siebten Spiel gewannen die Dodgers 5:4 nach 11 Innings, Yoshinobu Yamamoto wurde zum wertvollsten Spieler der Serie gewählt, und die Dodgers waren seit dem Jahr 2000 das erste Team mit zwei Titeln in Folge — der neunte der Klubgeschichte.

Das ist der Rahmen, in dem jede MLB-Wette steht. Ein einzelnes Hauptrundenspiel zwischen zwei Teams, die beide nicht um die Playoffs spielen, ist für den Buchmacher schwerer zu bewerten als das siebte Spiel einer Serie, weil 162 Partien viel Raum für Leistungsschwankungen lassen. Das Publikum reagiert trotzdem umgekehrt: die Aufmerksamkeit und damit das Wettvolumen liegen fast vollständig auf der Postseason. Ein Wettender, der im Juli auf ein Mittwochsspiel setzt, ist an einem Markt unterwegs, über den kaum jemand redet.

Was im Baseball gewettet wird — und was der Markt dabei einbehält

Bei NFL, NHL oder NBA gibt es je vier Meisterschaften — bei der MLB in jeder Liga eine amerikanische und eine nationale Meisterschaft sowie die World Series als Ganzes.

Ein Smartphone mit dunklem Bildschirm liegt auf einem hellen Schreibtisch neben einer Tasse, durch das Fenster dahinter sieht man eine Bergkette.
Seit 2022 spielen in der MLB-Postseason zwölf Teams: sechs Divisionssieger und drei weitere Teams je Liga.

Was die Quoten im Baseball von anderen Sportarten unterscheidet, ist die Zahl der Ausgänge. Ein Spiel endet mit Sieg oder Niederlage, es gibt kein Unentschieden über neun Innings in dem Sinne, dass eine Wette auf X durchginge. Zwei Ausgänge heissen zwei Quoten, zwischen denen der Buchmacher seine Marge unterbringt, und diese Marge ist bei einem Zwei-Wege-Markt besonders gut sichtbar. Nehmen wir ein Beispiel, das ausdrücklich keiner echten Quotierung entspricht, sondern nur die Rechnung zeigt: ein Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90. Die reziproken Werte sind 1 geteilt durch 1.90, also rund 0,526 für jede Seite. Zusammengezählt ergibt das 1,053. Die Auszahlungsquote des Marktes liegt damit bei etwa 95 Prozent, und die Marge — das, was der Veranstalter von jedem gesetzten Franken einbehält — bei ungefähr 5 Prozent. Das ist eine illustrative Spanne, keine zugesagte Zahl: bei zwei Ausgängen zu je 1.90 liegt die Marge in dieser Grössenordnung, und je weiter die Quoten auseinanderliegen, desto weniger sauber lässt sich der Wert an einer einzelnen Zahl ablesen. Ein Markt mit einer Quote von 1.90 und einer von 1.90 ist der symmetrische Fall; sobald eine Seite 1.50 und die andere 2.60 steht, verschiebt sich die Verteilung.

Für den Leser ist die Grössenordnung wichtiger als die zweite Nachkommastelle. Bei jedem Markt, den ein Veranstalter anbietet, ist ein Teil des Einsatzes schon weg, bevor der erste Pitch geworfen wurde. Über eine Saison mit vielen Wetten ist die Marge der grösste Einzelposten im Kontostand eines durchschnittlichen Spielers. Genau deshalb steht die Frage, ob zwei Bewilligte überhaupt einen Vergleich lohnen, im Zentrum des folgenden Abschnitts.

Dasselbe Rechenmuster gilt für Kombinationen. Die Quoten der einzelnen Voraussagen multiplizieren sich zu einer Gesamtquote, und eine Kombination aus vier Spielen macht den Ausgang nicht wahrscheinlicher, sondern nur die Auszahlung grösser. In einem Sport, in dem selbst die besten Teams der Hauptrunde deutlich mehr als ein Drittel ihrer Spiele verlieren, ist eine lange Kombination aus lauter Favoritensiegen kein sicherer Weg, sondern eine Wette darauf, dass an einem Abend nichts Unerwartetes passiert.

Zwei Bewilligte, zwei Sprachregionen: wer wo ein Konto eröffnen darf

Die Schweizer Lösung für Sportwetten ist nicht ein offener Markt mit Lizenzauflagen, sondern eine Aufteilung. Swisslos und die Loterie Romande teilen sich das Land geografisch auf, und der Wohnsitz entscheidet, wo man ein Konto eröffnen kann. Das ist der erste und wirksamste Filter, bevor überhaupt über Quoten gesprochen wird.

Swisslos betreibt Sporttip im Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Zusammen bilden diese Gebiete das Swisslos-Vertragsgebiet. Der Sitz des Veranstalters, der SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, ist Basel, und die Veranstaltertätigkeit stützt sich auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019.

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne, zählt 2350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Wer in Genf wohnt, kann also nicht bei Sporttip spielen, und wer in Zürich wohnt, nicht bei Jouez Sport. Eine Ausnahme gibt es nicht, und eine Beschwerde darüber führt zu nichts: die Aufteilung ist Teil desselben Gesetzes, das die Zahl der Veranstalter begrenzt.

Interessant ist an dieser Konstruktion, wie das Geld fliesst. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., im Vorjahr CHF 122 Mio. Der Rückgang ist deutlich. Ob er an einem schwächeren Sportwettengeschäft, an veränderten Ergebnissen oder schlicht an der Konkurrenz durch ausländische Anbieter liegt, lässt sich aus dieser Zahl allein nicht ableiten — festhalten lässt sich, dass der bewilligte Kanal weniger abwirft als ein Jahr zuvor, während das Werbeangebot für Anbieter ohne Bewilligung im Netz nicht kleiner geworden ist.

Für einen Wettenden, der sich zwischen einem bewilligten und einem ausländischen Konto entscheidet, ist die Aufteilung des Gewinns kein Nebenaspekt: der Reingewinn des bewilligten Veranstalters geht an öffentliche Zwecke in den Kantonen. Das macht die Quoten nicht besser, aber es macht verständlich, warum der bewilligte Weg weniger schlank ist als ein Banner auf einer internationalen Seite.

Verlustlimiten vor der ersten Wette: was Swisslos verlangt

Wer sich bei Sporttip zum ersten Mal anmeldet, setzt keine Wette, sondern zuerst Grenzen. Spielende müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festlegen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und einer Limite von CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort; eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, und das ist der Punkt, an dem die Regel ihre Arbeit tut. Der schlechte Abend, an dem man am liebsten sofort nachlegen würde, ist genau der Moment, in dem nichts sofort geht. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich, die einen zweiten, unabhängigen Deckel auf die Einzahlungen legt.

Der Zugang lässt sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne dass eine Aufhebung vor Fristablauf möglich wäre. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Ein Wettender, der sich dort sperren lässt, sperrt sich nicht nur an einer Website, sondern an einer ganzen Kategorie von Angeboten — das ist eine schärfere Massnahme, als sie manche erwarten, die neben einer Sperre ihr Streaming-Abo kündigen.

Für die Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer am falschen Ort wohnt, kommt an dieser Kontrolle nicht vorbei; für die zweite Hälfte des Marktes ist er damit gar nicht erreichbar.

Der Weg durch den Sport: Erst prüfen, ob es die Wette überhaupt gibt

Wer die ersten Kapitel gelesen hat, weiss: in der Schweiz darf auf Sport, aber nicht auf alles gewettet werden, und was auf dem Programm steht, ist abschliessend geregelt. Der bewilligte Veranstalter darf nur Ereignisse und Wetten anbieten, die auf der Liste der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten der Gespa stehen. Diese Liste hat den Stand 10.09.2026. Auf dieser Liste gibt es keinen Bereich für Esports, und spielbezogene Nebenmärkte wie Eck- oder Kartenduelle, wie sie im Fussball gängig sind, tauchen darauf nicht auf. Für Baseball heisst das: die Frage, ob eine bestimmte Wette möglich ist, klärt man vor dem Einsatz, nicht danach. Es kostet einen Blick in das Wettprogramm des Veranstalters, und es erspart die Enttäuschung, die eine gute Idee nach dem ersten Pitch unbrauchbar macht.

Auch der Rahmen ist klar umrissen. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt; es geht ausschliesslich um Sportereignisse. Livewetten sind zulässig, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter dafür eine entsprechende Entscheidung hat. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen. Wer selbst als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf nicht auf dieses Ereignis wetten — eine Selbstverständlichkeit, die im Gesetz trotzdem steht, weil sie im Amateursport vorkommt.

Was den Cash-Out betrifft, ist er nicht gesetzlich geregelt, sondern Sache des jeweiligen Veranstalters. Bei Sporttip gibt es ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der angebotene Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden; angeboten werden muss er nicht für alle Wetten. Das ist ein wichtiger Satz für alle, die Cash-Out als Absicherung einplanen: es ist ein Angebot, kein Recht, und der Preis dafür ist der Verzicht auf einen Teil des möglichen Gewinns.

Im Spiel selbst gilt bei Sporttip die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Der Weg zu einem Livewettschein, der erst nach dem entscheidenden Schlag abgeschickt wird, führt also nicht zu einem Gewinn, sondern zur Rückzahlung. Nebenbei bemerkt sind die Regeln einer Livewette auf ein Spiel, das um drei Uhr morgens Schweizer Zeit im achten Inning steht, nichts für einen schlaftrunkenen Daumen.

Auch bedingte Ereignisse innerhalb derselben Veranstaltung haben bei Sporttip einen eigenen Weg: voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Funktion für Kombinationen aus verbundenen Märkten kombiniert. Nimmt ein Veranstalter eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann er die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Was eine Wette im Baseball auszahlt: Einsatz, Quote, Rundung

Die Rechnung hinter einem Wettschein ist einfacher, als die Oberfläche vieler Wettseiten vermuten lässt. Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, die das Produkt der Einzelquoten ist. Bei Sporttip wird dieser Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Wer also CHF 50 auf eine Quote von 2.10 setzt, rechnet mit einem Bruttogewinn von CHF 105 — die Rundung entscheidet über Rappen, nicht über Franken.

Der praktische Teil daran ist weniger die Formel als der Umstand, dass zwischen dem Nettogewinn und dem möglichen Nettogewinn ein Unterschied liegt, sobald ein Bonus im Spiel ist. Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online und nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer einen Boost annimmt und dann vorzeitig aussteigt, tauscht die Erhöhung gegen den Cash-Out — eine Wahl, die man bewusst treffen sollte.

Deutlich mehr Bewegung bringt der Kombiboost bei Sporttip, der online gilt, im Prematch, live und für Systemwetten, und der mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 verlangt. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Das ist eine Staffelung, die auf den ersten Blick nach einem Geschenk aussieht und auf den zweiten nach einer Einladung, fünfzehn Baseballspiele zu einem einzigen Wettschein zu verketten. Die Mindestquote von 1.50 je Voraussage erzwingt, dass jede einzelne Position kein Totalausfall-Favorit ist, und fünfzehn solche Positionen sind fünfzehn Gelegenheiten, an denen eine Mannschaft an einem Abend nicht mitspielt. Wer im Juli eine Viererkombination wählt, zahlt dafür einen kleineren Bonus und schläft besser.

Die Bewilligungsfrage: ein Register, eine Liste, zwei Antworten

Alles, was in den vorigen Abschnitten über Limiten, Regeln und Schutz steht, gilt für bewilligte Angebote. Genau darin liegt der Unterschied zu den Anbietern, die diese Seite in der zweiten Hälfte ihres Vergleichs führt. Die Aufsicht liegt bei der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, die nach dem Geldspielkonkordat arbeitet, das am 1. Januar 2021 in Kraft trat. Es ist nicht die ESBK, die nur die Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz.

Wer eine Schweizer Bewilligung hat, und nur wer sie hat, untersteht dem Schutzsystem: der Verlustlimite aus den Bedingungen des Veranstalters, der Spielsperre mit Eintrag im Register, der Pflicht zur Auszahlung auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers. Bei der Auszahlung ist das ein oft unterschätzter Punkt: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausgezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es in dieser Welt nicht, und eine Kreditvergabe an Spielende ebenfalls nicht. Ein Wettender, der bei einem ausländischen Anbieter mit Zahlungsmethoden liebäugelt, die ohne Namen funktionieren, sollte wissen, dass dieser Weg im bewilligten Bereich schlicht verschlossen ist — nicht aus Misstrauen gegenüber dem Spieler, sondern weil jede Auszahlung über denselben Ausweis laufen muss, mit dem das Konto eröffnet wurde.

Was auf der Gegenseite oft verschwiegen wird: eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Bestraft wird der Veranstalter, nicht der Spieler. Beruhigend ist das nur begrenzt. In einem Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden, und das Geld, das auf dem Konto liegt, wenn die Seite verschwindet, holt niemand zurück. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS sperren; die Liste wurde erstmals am 3. September 2019 veröffentlicht und umfasste Ende 2025 671 Domains. Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — die Gespa nennt dieses Vorgehen Domain-Hopping und nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele; auch bet365 führt sie auf der Liste.

Der ehrliche Befund ist keine Werbung für die eine oder andere Seite. Ein bewilligter Anbieter bedeutet vollen Schweizer Schutz, aber nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Wettarten, eine Wohnsitzvoraussetzung und eine Identitätsprüfung. Ein ausländischer Anbieter bedeutet keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg und eine Steuerlage, die vom Kanton abhängt. Wer vollen Schutz will, akzeptiert den kleineren Markt; wer die Grenze überschreitet, tauscht Schutz gegen Auswahl. Keine der beiden Seiten ist von sich aus die sichere.

Der Steuerweg: bis zur Freigrenze passiert nichts

Ein Gewinn aus einem Schweizer Grossspiel ist bis zur Höhe des Steuerfreibetrags pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und wird erst darüber besteuert. Der Betrag, den die ESTV für die direkte Bundessteuer nennt, liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, nachdem er 2025 bei CHF 1’070’400 lag. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, deshalb gilt die Formulierung «je nach Kanton»: wer eine Zahl für seinen Kanton braucht, findet sie nicht in einem allgemeinen Ratgeber, sondern bei der kantonalen Steuerverwaltung. Oberhalb der Freigrenze behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die man über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückholt. Ein typischer Wettender bleibt weit unter dieser Grösse: keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn.

Bei ausländischen Anbietern fallen keine Verrechnungssteuer, aber andere Regeln an. Die kantonale Steuerpraxis des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz gibt es nicht; wer eine solche in einem Ratgeber findet, hat einen schlechten Ratgeber gefunden. Das ist allgemeine Information und kein Steuerrat — für die eigene Situation führt der Weg zur Steuerberatung oder zur kantonalen Steuerverwaltung.

Wie dieser Vergleich die zehn Angebote einordnet

Die folgende Übersicht nennt für jeden Anbieter, ob eine Schweizer Bewilligung besteht und wer das Angebot veranstaltet oder — bei ausländischen Anbietern — welche Bewilligung gemeldet ist. Die Spalte zur gemeldeten Bewilligung ist die ehrlichste Spalte dieser Tabelle, weil sie für neun Anbieter nichts enthält, was in der Schweiz zählt. Eine ausländische Bewilligung entfaltet hier keine Wirkung, unabhängig davon, in welchem Land sie ausgestellt wurde.

Die Prüfung, die ein Leser selbst machen kann, braucht keine Liste: die Gespa veröffentlicht keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Sie veröffentlicht die Sperrliste der gesperrten ausländischen Domains. Wer wissen will, ob ein Anbieter in der Schweiz etwas darf, findet die Antwort damit auf zwei Wegen — im Gesetz, das nur zwei Veranstalter kennt, und in der Sperrliste, die die Namen der anderen führt.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel, Produkt Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande, Produkt Jouez Sport
BetLabel keine Bewilligung in der Schweiz gemeldete Bewilligung nicht erstellt
Sportuna keine Bewilligung in der Schweiz gemeldete Bewilligung nicht erstellt
Fezbet keine Bewilligung in der Schweiz gemeldete Bewilligung nicht erstellt
myBet keine Bewilligung in der Schweiz gemeldete Bewilligung nicht erstellt
Betwinner keine Bewilligung in der Schweiz gemeldete Bewilligung nicht erstellt
GG.BET keine Bewilligung in der Schweiz gemeldete Bewilligung nicht erstellt
Betclic keine Bewilligung in der Schweiz gemeldete Bewilligung nicht erstellt
X3Bet keine Bewilligung in der Schweiz gemeldete Bewilligung von Dritten als Tobique in Kanada angegeben

Wer die zwei bewilligten Zeilen mit den acht übrigen vergleicht, sieht einen Unterschied, den keine Bewertungsskala abbildet: die bewilligten Anbieter sind einem Aufsichtssystem unterstellt, das den Anbieter zwingt, seine Kundschaft zu schützen, und die anderen sind es nicht. Das ist keine Frage der Qualität der Website, sondern eine Frage der Rechtsordnung. Ein ausländischer Anbieter kann eine tadellos funktionierende Plattform mit grosszügigen Quoten betreiben und trotzdem für einen Schweizer rechtlich nicht existieren. Die folgende Bewertung nimmt beide Gruppen ernst, hält sie aber getrennt, weil sie nicht dasselbe sind.

Die Anbieter im Einzelnen

Swisslos Sporttip: der bewilligte Anbieter für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein

Bei Sporttip ist eine Einzel- oder Kombinationswette auf mindestens CHF 1 und höchstens CHF 1’000 möglich, eine Systemwette auf höchstens CHF 10’000. Diese Limiten darf Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Das untere Ende der Skala ist das eigentlich Bemerkenswerte: eine Wette ab einem Franken macht das Produkt für alle zugänglich, die den Sport verfolgen und nicht ihr halbes Monatsbudget darauf setzen wollen. Das obere Ende von CHF 1’000 pro Wette ist dagegen bemerkenswert tief für jeden, der gewohnt ist, bei einem ausländischen Anbieter mit vier- oder fünfstelligen Einsätzen zu arbeiten. Ob das eine Beschränkung oder eine Bremse ist, hängt vom eigenen Verhalten ab; das Gesetz nennt keine Höhe, die Limiten stammen aus den Bedingungen des Veranstalters.

Dazu kommt der Mindestpreis für den Kombiboost von 1.50 je Voraussage, die Staffelung von 5 bis 100 Prozent bei vier bis fünfzehn Positionen und das vollständige Cash-Out ohne Teilauszahlung. Das ergibt ein Produkt, das Kombinationen belohnt und den Ausstieg teuer macht: ein Boost verfällt, sobald man den Cash-Out zieht. Der Feinschliff liegt im Sporttip-Kombiboost, der im Baseball an einem langen Abend mit vielen Einzelspielen durchaus bedienbar ist — fünfzehn Spiele mit je mindestens 1.50 sind in einer Hauptrunde mit 162 Partien pro Team keine künstliche Konstruktion, sondern nur eine, die selten so aufgeht, wie der Bonus hübsch aussieht.

Der Zugang ist streng geregelt: mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre, eine Registrierung pro Person, Ausweiskontrolle gegen Adressdatenbanken. Dass der Reingewinn aus dem Sportwettengeschäft mit CHF 109 Mio. unter dem Vorjahreswert von CHF 122 Mio. liegt, ist für die Beurteilung des Angebots kein Qualitätsmerkmal, sondern eine Randnotiz zum bewilligten Markt: das Geschäft geht zurück, während die Zahl der ausländischen Angebote wächst.

*Fazit:* Der Wert dieses Anbieters liegt nicht in der Quote, sondern in dem, was das Konto mitbringt — die Verlustlimite, die vor der ersten Wette steht, der Mindestabstand von 72 Stunden bei einer Erhöhung und die Auszahlung nur auf ein Konto im eigenen Namen. Wer bereit ist, dafür eine Obergrenze von CHF 1’000 pro Wette und eine begrenzte Anzahl zulässiger Wettarten zu akzeptieren, bekommt den einzigen Schutz, den es in der Schweiz zu kaufen gibt.

Loterie Romande Jouez Sport: derselbe Schutz, sechs Westschweizer Kantone

Jouez Sport ist das Produkt der Loterie Romande und damit der zweite von zwei bewilligten Wegen. Die Veranstalterin hat ihren Sitz an der Avenue de Provence 14 in Lausanne, betreibt 2350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Wer in Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf oder Jura wohnt, ist hier zu Hause; für alle anderen ist das Angebot nicht zugänglich, und zwar nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil der Online-Zugang den Wohnsitz im eigenen Gebiet voraussetzt.

In der Sache unterscheidet sich das Schweizer Modell hier nicht: die Veranstalterin unterliegt denselben Bewilligungsvoraussetzungen, derselben Aufsicht durch die Gespa und denselben Schutzwirkungen wie Sportsystem. Ein Wettender in Lausanne hat damit keinen schwächeren Zugang, sondern denselben geschützten Rahmen unter einem anderen Namen und mit einer eigenen Verkaufsstellensammlung. Die Limiten des einen Veranstalters binden den anderen nicht; wer wissen will, wie hoch der Höchsteinsatz bei Jouez Sport liegt, liest das in den Bedingungen der Loterie Romande nach.

*Fazit:* Der eine Punkt, an dem sich die beiden bewilligten Produkte für den Leser wirklich unterscheiden, ist die Sprachregion — der Wohnsitz entscheidet, nicht der Geschmack. Was danach bleibt, ist ein geschützter Rahmen ohne Wahlmöglichkeit zwischen zwei Anbietern am selben Ort, und das ist der Preis für die Begrenzung auf zwei Veranstalter.

BetLabel: ohne Schweizer Bewilligung

BetLabel gehört zur Gruppe der Anbieter, die in der Schweiz keine Bewilligung halten. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen Sportwetten veranstalten; eine Bewilligung, die BetLabel in einem anderen Land hält, entfaltet hier keine Wirkung. Das gemeldete Bild ist unklar: eine belastbare Bewilligungsangabe, die in der Schweiz etwas zählt, ist nicht ersichtlich. Der Anbieter ist nicht an das Schweizer Sperrregister angebunden, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und seine Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS gesperrt werden.

*Fazit:* Ein Konto bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist ein Konto ohne Schweizer Ansprechstelle — die Sperrliste ist das sichtbare Ende dieser Kette, nicht ihr Anfang.

Sportuna: ohne Schweizer Bewilligung

Sportuna trägt dasselbe Rechtsmerkmal wie alle ausländischen Anbieter dieser Liste: keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Möglichkeit, auf der Sperrliste der Gespa zu landen. Eine Bewilligung aus einem anderen Land hat in der Schweiz keine Geltung, unabhängig davon, wo sie ausgestellt wurde.

*Fazit:* Wer die Plattform nutzt, nutzt sie auf eigenes Risiko eines Rechtsraums, der für Schweizer Gerichte nicht der eigene ist.

Fezbet: ohne Schweizer Bewilligung

Fezbet ist ohne Schweizer Bewilligung tätig. Die Veranstaltung von Sportwetten ohne diese Bewilligung ist strafbar, und zwar für den Veranstalter; der Spieler wird nicht bestraft, trägt aber das Risiko, dass Einsätze und Gewinne in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden können. Eine Schweizer Schutzfunktion wie das Sperrregister oder die Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen ist mit diesem Angebot nicht verbunden.

*Fazit:* Der fehlende Schweizer Rechtsweg ist bei einem Streit um eine Auszahlung der ganze Unterschied — bei einem bewilligten Anbieter gibt es eine Aufsicht, an die man sich wenden kann, hier nicht.

myBet: ohne Schweizer Bewilligung

Bei myBet fehlt die Schweizer Bewilligung wie bei den übrigen ausländischen Anbietern dieses Vergleichs. Damit fehlt auch der Anschluss an das schweizweite Sperrregister: eine dort eingetragene Person bleibt für einen solchen Anbieter unsichtbar. Gleiches gilt für die Schweizer Schutzmechanik insgesamt, von der Verlustlimite bis zur Aufsichtsbeschwerde.

*Fazit:* Ein Anbieter ohne Bewilligung kann eine einwandfreie Oberfläche haben und bleibt trotzdem ausserhalb des Systems, das in der Schweiz einen Wettenden auffängt.

Betwinner: ohne Schweizer Bewilligung

Betwinner reiht sich in die Gruppe der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ein. Eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung, der Anbieter ist nicht an das Sperrregister angebunden, und es besteht kein Schweizer Rechtsweg. Seine Domains können auf die Sperrliste gesetzt werden, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS sperren.

*Fazit:* Die Bewertung fällt hier nicht über die Plattform, sondern über die Rechtsstellung des Kontos — und die ist in der Schweiz keine.

GG.BET: ohne Schweizer Bewilligung

GG.BET hält keine Schweizer Bewilligung. Für einen Wettenden heisst das: keine Schweizer Aufsicht, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Möglichkeit einer DNS-Sperre über die Gespa-Liste. Die Teilnahme ist für den Spieler nicht strafbar; das Risiko liegt bei den Mitteln, die auf dem Konto liegen.

*Fazit:* Wer vergleicht, vergleicht hier nicht Quoten, sondern die Frage, ob es im Streitfall überhaupt eine Instanz gibt — und die Antwort ist nein.

Betclic: ohne Schweizer Bewilligung

Betclic ist in der Schweiz ohne Bewilligung tätig. Es gilt die Bewilligungsfreiheit nicht, sondern das Gegenteil: nur zwei Veranstalter dürfen Sportwetten anbieten. Eine Bewilligung aus einem anderen Land, gleich welchen, hat hier keine Kraft, und der Anbieter untersteht weder der Schweizer Aufsicht noch dem schweizweiten Sperrregister.

*Fazit:* Der Vergleich mit einem bewilligten Anbieter endet dort, wo der Schutz beginnt — bei der Limite vor der ersten Wette und der Aufsicht, die ihre Einhaltung prüft.

X3Bet: ohne Schweizer Bewilligung, gemeldete Bewilligung in Kanada

X3Bet steht in derselben Gruppe, mit einem Detail, das die Tabelle sichtbar macht: Dritte melden eine Bewilligung in Tobique in Kanada. An der Schweizer Einordnung ändert das nichts. Eine Bewilligung aus einem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung; nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hier Sportwetten veranstalten. Auch hier gilt: keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und Domains können auf die Sperrliste kommen.

*Fazit:* Eine Bewilligung, die in Übersee ausgestellt ist, beschreibt das Verhältnis zwischen Anbieter und Aufsichtsbehörde dort und sagt dem Schweizer Wettenden über seinen eigenen Rechtsweg nichts.

Welcher Weg zu welchem Wettenden passt

Die Wahl zwischen diesen zehn Angeboten ist keine Geschmacksfrage. Sie ist eine Entscheidung darüber, welches Risiko man tragen will, und sie hat drei Ausgänge, die sich sauber trennen lassen.

Der erste Ausgang ist der bewilligte. Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, findet bei Sporttip den einzigen Weg mit Schweizer Aufsicht, Verlustlimite, Mindestabstand bei der Limitenänderung und Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen. Wer in der Westschweiz wohnt, findet dieselben Eigenschaften bei Jouez Sport. Der Preis ist immer derselbe: eine geschlossene Liste zulässiger Wettarten, eine Obergrenze pro Wette, eine Registrierung mit Ausweisprüfung und ein Anbieter, der am Ort keine Alternative hat. Für jemanden, der drei Wetten in der Woche auf Baseball setzt und sich dabei nicht aus dem Konto lehnen will, ist das kein schlechter Handel. Die Marge von rund fünf Prozent im symmetrischen Zwei-Wege-Beispiel zahlt er ohnehin — auch bei jedem anderen Anbieter.

Der zweite Ausgang ist der ausländische. Wer ihn wählt, gewinnt an Wettprogramm, an Zahlungsmöglichkeiten und an Höchsteinsätzen, und verliert den Schweizer Rechtsweg, den Anschluss an das Sperrregister und jede Aufsichtsinstanz, bei der man sich beschweren könnte. Hinzu kommt die Steuerlage: Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen der Steuerpraxis des jeweiligen Kantons, und im Kanton Thurgau werden sie unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen behandelt. Wer sich für diesen Weg entscheidet, sollte das nicht als kleinen Unterschied abtun, sondern als bewusste Übernahme eines Risikos, das der bewilligte Weg gerade abnimmt.

Der dritte Ausgang ist der, den manche für den klügsten halten und der selten einer ist: auf Baseball gar nicht setzen, sondern auf den Sport, den man kennt. Baseball belohnt Kenntnis weniger stark als andere Sportarten, weil 162 Spiele pro Team viel Rauschen produzieren. Wer die Marge kennt und weiss, dass die Auszahlungsquote eines symmetrischen Marktes bei etwa 95 Prozent liegt, sieht die Sache nüchterner: pro Franken Einsatz sind rund fünf Rappen weg, in jedem Markt, bei jedem Anbieter, bei jeder Liga.

Wer sich für einen bewilligten Anbieter entscheidet, sollte zuerst die Limiten setzen und dann den ersten Wettschein ausfüllen. Wer sich gegen einen entscheidet, sollte die Sperrliste kennen. Beides kostet fünf Minuten und ersetzt jede Empfehlung, die ein Ratgeber aussprechen könnte.

Häufige Fragen zu MLB-Wetten in der Schweiz

Darf ich aus der Schweiz auf Spiele der Major League Baseball wetten?

Ja, aber nicht bei jedem Anbieter. Sportwetten dürfen in der Schweiz nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport veranstalten. Zulässig sind nur Ereignisse und Wettarten, die auf der Gespa-Liste stehen. Ob eine bestimmte Baseball-Wette auf dem Programm ist, zeigt das Wettprogramm des Veranstalters vor dem Einsatz.

Wer darf in der Schweiz Sportwetten veranstalten, und wo finde ich die Liste der zugelassenen Wettarten?

Veranstalten dürfen nur die zwei bewilligten Unternehmen: Swisslos für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, die Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone. Die Gespa in Bern veröffentlicht die Liste der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten; die aktuelle Fassung trägt den Stand 10.09.2026.

Wie berechne ich den Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote?

Der Gewinnbetrag ist der Einsatz mal der Quote; bei einer Kombination wird mit dem Produkt der Einzelquoten gerechnet. Bei Sporttip wird das Ergebnis zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen abgerundet. CHF 50 auf 2.10 ergeben brutto CHF 105.

Was heisst «Best of seven» in den Playoff-Serien für eine Serienwette?

In einer Serie über sieben Spiele gewinnt, wer zuerst vier Partien für sich entscheidet; die Championship Series und die World Series werden so gespielt, die Wild-Card-Runde dagegen im Modus «Best of three». Eine Serienwette bezieht sich damit auf den Ausgang des Duells, nicht auf ein einzelnes Spiel, und ihr Preis hängt an beiden Rotationen.

Welche Verlustlimiten muss ich vor der ersten Wette setzen, und was bewirkt die Spielsperre?

Bei Swisslos werden vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Die Spielsperre sperrt den Zugang befristet oder unbefristet und gilt schweizweit auch für Casinos.

Inhalt erstellt vom Team «kombibonusch»