Eredivisie-Wetten in der Schweiz: Der Weg führt über zwei Veranstalter und viele Umwege

Updated Oktober 2026
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Ein Fussballplatz neben einem Kanal in flachem Land mit Windrädern am Horizont, Abendlicht liegt über dem Rasen

Die Eredivisie wurde 1956 gegründet und wird vom niederländischen Fussballverband KNVB organisiert; 18 Vereine spielen im Hin- und Rückspiel gegeneinander, das ergibt 34 Spieltage.

Die Eredivisie wurde 1956 gegründet und wird vom niederländischen Fussballverband KNVB organisiert; 18 Vereine spielen im Hin- und Rückspiel gegeneinander, das ergibt 34 Spieltage.

Die niederländische Ehrendivision schaut sich angenehm, wenn man in Zürich oder Bern vor dem Bildschirm sitzt. Die Quoten dafür zu finden, ist der unangenehme Teil. In der Schweiz gibt es für Sportwetten genau zwei Veranstalter mit Bewilligung — Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport — und ausländische Ligen liegen nur dann im Wettprogramm, wenn die Liste der zugelassenen Wettbewerbe sie führt. Alles andere, was ein Schweizer Wettender im Netz an Klickflächen findet, arbeitet ohne Schweizer Bewilligung. Wer die Eredivisie spielen will, entscheidet also nicht zwischen zwanzig Buchmachern, sondern zwischen zwei Wegen mit sehr unterschiedlichen Bedingungen.

Datenstand: Oktober 29, 2026; die Angaben zu Bewilligungen und Veranstaltern wurden gegen die Gespa-Aufsicht und die veröffentlichten Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos und der Loterie Romande geprüft.

Spielplan, Play-offs und Abstiegskampf: was in der Eredivisie überhaupt zur Wette steht

Die Eredivisie wurde 1956 gegründet und wird vom niederländischen Fussballverband KNVB organisiert. Achtzehn Vereine treten im Hin- und Rückspiel gegeneinander an, das ergibt 34 Spieltage. Die Saison 2025/26 lief vom 8. August 2025 bis zum 17. Mai 2026 und brachte 306 Spiele. Meister wurde PSV Eindhoven mit 84 Punkten aus 27 Siegen, 3 Unentschieden und 4 Niederlagen.

Ein Fussball liegt auf einer Wiese neben einem Fahrrad, im Hintergrund ein Kanal im Morgenlicht
Die Eredivisie 2025/26 lief vom 8. August 2025 bis zum 17. Mai 2026 mit 306 Spielen; Meister wurde PSV Eindhoven mit 84 Punkten (27 Siege, 3 Unentschieden, 4 Niederlagen).

Schon am 29. Spieltag stand der Titel fest — so früh wie nie zuvor in der Ligageschichte.

Für den Wetter ist die Spitze damit die langweiligste Ecke des Programms. Ein Verein, der Ende März acht Punkte Vorsprung hat, wird in den restlichen fünf Runden zu einer Quote, die kaum noch Bewegung zeigt. Das ist kein Argument gegen die Liga. Es ist ein Argument dafür, den Blick auf den Abstiegskampf zu schärfen.

Warum der Abstiegskampf mehr Bewegung trägt als das Titelrennen

Seit der Saison 2019/20 steigt der 17. der Tabelle direkt ab, während der 16. in Play-offs gegen acht Vereine der Eerste Divisie um einen Platz spielt. Diese Konstruktion ist der Grund, warum die unteren fünf Plätze bis in den Mai hinein umkämpft bleiben. In der Saison 2025/26 traf es Heracles Almelo mit 19 Punkten und NAC Breda mit 29 Punkten.

Ein Wanderweg führt durch eine Almwiese im Sonnenuntergang, am Wegrand steht ein Holzzaun
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Zwei Zahlen, die den Abstand zwischen den beiden Absteigern erklären: zehn Punkte lagen zwischen ihnen, und doch fielen beide durch dasselbe Loch. Der 16. rettet sich über den Umweg, der 17. nicht. Wer auf einen Verein am Tabellenende setzt, setzt deshalb nicht nur auf ein Spiel, sondern darauf, dass ein Klub über eine ganze Rückrunde Nervenstärke hält. Das ist eine Wette auf eine Mannschaft, nicht auf eine Quote — und der Unterschied kostet Geld, sobald man ihn ignoriert.

Europäische Startplätze: der Teil des Programms, den viele übersehen

Die Plätze 5 bis 8 spielen seit der Saison 2008/09 in Hin- und Rückspiel-Play-offs um einen europäischen Startplatz. Seit der Saison 2020/21 führt der Sieger in die UEFA Europa Conference League. Diese Partien fallen ans Ende der Saison, wenn die Namen der Beteiligten erst wenige Tage vorher feststehen.

Genau darin liegt ihre Eigenheit. Ein Play-off-Halbfinale über zwei Spiele ist eine andere Wette als ein Ligaspiel: Hinspiel-Ergebnisse verändern die Ausgangslage für das Rückspiel, und ein 0:0 im ersten Spiel ist kein Nullsummenspiel, sondern eine Verschiebung des Risikos. Wer solche Runden spielt, sollte wissen, dass die reguläre Spielzeit nach den Regeln von Sporttip die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit umfasst; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur dann, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie selbst Gegenstand der Wette sind. Ein Play-off-Rückspiel kann also in der 90. Minute entschieden sein, während im Stadion noch eine halbe Stunde gespielt wird. Der Wettschein weiss davon nichts.

Rekordspieler der Liga ist Jan Jongbloed mit 717 Einsätzen, Rekordtorschütze Willy van der Kuijlen mit 311 Toren. Beides sind Zahlen aus einer Spielordnung, die über Jahrzehnte gewachsen ist — ein Hinweis darauf, wie tief die Liga in den Niederlanden verwurzelt ist, und wie selbstverständlich sie für niederländische Wettende ist. Für ein Schweizer Publikum ist sie das nicht.

Die Eredivisie in Schweizer Wettprogrammen: Bewilligung, oder eben keine

Wer die drei Namen googelt, die in Schweizer Suchmasken zuerst auftauchen, landet schnell bei Anbietern, die kein Schweizer Papier haben. Der Vergleich unten ordnet die zehn Anbieter deshalb nach derselben ersten Frage: Haben sie eine Veranstalter- und Spielbewilligung, oder haben sie keine? Alles andere ist nachrangig, und zwar nicht aus Prinzipienreiterei, sondern weil sich an dieser Frage entscheidet, ob es eine Schweizer Aufsicht, ein Schweizer Sperrregister und einen Schweizer Rechtsweg gibt.

Anbieter Bewilligung in der Schweiz Veranstalter beziehungsweise gemeldete Lizenz
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
Betovo ohne Schweizer Bewilligung keine Angabe zum Sitzveranstalter; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
Unibet ohne Schweizer Bewilligung keine Angabe zum Sitzveranstalter; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
BetAlright ohne Schweizer Bewilligung keine Angabe zum Sitzveranstalter; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
Rabona ohne Schweizer Bewilligung keine Angabe zum Sitzveranstalter; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung keine Angabe zum Sitzveranstalter; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
Wettigo ohne Schweizer Bewilligung keine Angabe zum Sitzveranstalter; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
AmunRa ohne Schweizer Bewilligung keine Angabe zum Sitzveranstalter; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
20Bet ohne Schweizer Bewilligung keine Angabe zum Sitzveranstalter; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz

Die Tabelle ist kurz, und das ist der Punkt. In den acht Zeilen unterhalb der beiden Genossenschaften steht nichts, was einen Unterschied macht: kein Sitz, keine anerkannte Lizenz, kein Aufsichtsorgan. Nach den Artikeln 4 und 130 des Geldspielgesetzes hat eine ausländische Bewilligung — ob aus Curaçao, Malta oder Deutschland — in der Schweiz keine Kraft, und das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar. Der Wettende wird nicht bestraft. Seine Einsätze und Gewinne können aber in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und ein Schweizer Rechtsweg gegen einen Veranstalter ohne Sitz im Land ist ein theoretisches Konstrukt.

Die Zahlen der ersten beiden Zeilen haben dagegen eine Herkunft, die sich nachprüfen lässt. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. gingen an die kantonalen Fonds, CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Nettoerlöse aus Grossspielen gehen in der Schweiz an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen — wer dort spielt, finanziert einen Teil dessen mit, was in derselben Zeile steht.

Der Blick auf die Quote allein führt in die Irre

Es gibt ein zweites Kriterium, das genauso viel wiegt und viel seltener genannt wird: ob eine Liga überhaupt im zugelassenen Programm stehen darf. Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Qualifikationsrunden erscheinen darauf nur, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind; Frauensportarten nur, wenn sie aufgeführt sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Platzierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe fehlen ganz, ebenso Eckball- und Kartenmärkte, und eine Esport-Sektion gibt es nicht. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Wer sich über eine fehlende Eckball-Wette ärgert, ärgert sich also über einen Rahmen, den die Kantone gesetzt haben, nicht über einen Veranstalter, der zu bequem war. Das ist der Preis der Bewilligung. Dass die Eredivisie ein ausländischer Wettbewerb ist, macht sie nicht automatisch unzulässig; massgeblich ist, ob sie auf dieser Liste steht. Wer das vor dem Einsatz wissen will, schaut in der aktuellen Fassung der Liste nach — sie trägt ein Datum und wird überarbeitet.

Quoten, Auszahlungsquote und Marge: was in einem Eredivisie-Preis steckt

Ein Quotenkurs, den ein Anbieter anzeigt, ist nie ein Naturereignis. Er ist das Ergebnis einer Rechnung, die der Veranstalter kennt und der Wettende selten.

Nehmen wir einen illustrativen 1X2-Markt mit den Quoten 2.10 für den Heimsieg, 3.40 für das Unentschieden und 3.60 für den Auswärtssieg. Das ist kein zitiertes Angebot für ein bestimmtes Spiel, sondern ein durchgerechnetes Beispiel. Aus diesen drei Zahlen ergibt sich die Auszahlungsquote des Marktes, also der Anteil, der über alle Einsätze hinweg wieder an die Wettenden zurückfliesst: 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der drei Quoten. Der Kehrwert von 2.10 liegt bei rund 0,4762, der von 3.40 bei rund 0,2941, der von 3.60 bei rund 0,2778. Die Summe beträgt rund 1,0481, der Kehrwert davon rund 0,9541. Der Markt zahlt also rund 95,4 Prozent der Einsätze aus, und die Marge des Veranstalters liegt bei rund 4,6 Prozent. Das ist eine Bandangabe mit einer Bedingung: sie gilt für diese drei Quoten. Verschiebt sich eine davon, verschiebt sich die Marge mit.

Ein zweites, etwas weicheres Beispiel aus derselben Rechnung zeigt, wie empfindlich das ist. Bei Quoten von 2.00, 3.50 und 3.75 lauten die Kehrwerte 0,50, rund 0,2857 und rund 0,2667. Die Summe liegt bei rund 1,0524, der Kehrwert bei rund 0,9502. Der Markt zahlt dann rund 95,0 Prozent aus und die Marge beträgt rund 5,0 Prozent. An derselben Liga, am selben Tag, ohne dass ein Verein besser oder schlechter geworden wäre, hat sich die Marge um rund vier Zehntel eines Prozentpunkts verschoben. Manche sichtbaren Preisunterschiede zwischen zwei Anbietern sind nichts anderes als diese Verschiebung, und genau deshalb ist die Einzelquote ein dürftiger Vergleichsmassstab für die Frage, wie teuer ein Veranstalter arbeitet.

Über mehrere Märkte hinweg ergibt sich daraus ein Band von rund 4,6 bis 5,2 Prozent Marge — abhängig davon, wie breit das jeweilige Wettprogramm gebaut ist und wie sicher sich der Veranstalter beim Ergebnis ist. Ein Spitzenspiel mit eng umkämpften Siegchancen trägt eine schmalere Marge als eine Partie zweier Abstiegskandidaten, in der die Unsicherheit auf mehrere Ausgänge verteilt ist. Für den Wettenden heisst das: Der günstigste Teil des Programms liegt in der Regel dort, wo die Konkurrenz am grössten ist — bei den grossen Namen und den vielbeachteten Anstosszeiten, nicht bei den schmalen Märkten am Rande der Liga.

Warum zwei Anbieter bei demselben Spiel unterschiedliche Quoten zeigen

Die Marge ist nur die halbe Antwort auf diese Frage. Die andere Hälfte ist die Einschätzung. Ein Anbieter, der ein Spiel live führt und dabei tatsächliche Wettbewegungen sieht, korrigiert seine Preise schneller als einer, der einen Markt einmal am Morgen setzt und dann liegen lässt. Wenn zwei Anbieter bei demselben Eredivisie-Spiel zwanzig Punkte auseinanderliegen, ist das selten Grosszügigkeit. Meistens ist einer von beiden der Nachzügler.

Für einen Schweizer Wettenden kommt ein zweiter Faktor hinzu, der in dieser Liga stärker wiegt als in der Bundesliga: die Basis. Wetten auf die Eredivisie werden in der Schweiz mit weniger Umsatz bewegt als Wetten auf die grossen Ligen. Wo weniger Umsatz zusammenkommt, muss der Veranstalter vorsichtiger kalkulieren. Die Marge trägt einen Teil dieser Vorsicht — und das ist der Grund, warum sich die Eredivisie als Vergleichsfeld gar nicht so schlecht eignet: Man sieht die Mechanik der Quotensetzung hier deutlicher als bei einem Spiel, das ohnehin jeder beobachtet.

Wer nachrechnen will, braucht nichts weiter als die drei oder vier Quoten eines Marktes und fünf Minuten. Der Kehrwert jeder Einzelquote, aufsummiert, verrät die Auszahlungsquote jedes vierspurigen Wettangebots — auch bei Anbietern, die ihre Marge nirgendwo ausweisen.

Rechtliche Lage: wer in der Schweiz überhaupt Sportwetten veranstalten darf

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, das am 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist. Die Aufsicht liegt bei der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, deren Konkordat seit dem 1. Januar 2021 gilt. Nicht die ESBK ist zuständig — die prüft nur die Casinos. Für den Betrieb braucht es eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel, und die Bewilligung gilt nach Artikel 4 des Gesetzes nur in der Schweiz. Kein ausländisches Papier ersetzt sie.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Deshalb steht in der Tabelle «Die Eredivisie in Schweizer Wettprogrammen: Bewilligung, oder eben keine» genau zweimal eine Bewilligung, und deshalb ist die Suche nach einem dritten Anbieter nicht schwierig, sondern aussichtslos.

Daraus folgt für jeden einzelnen Wettenden ein Punkt, der häufig überlesen wird: Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus, und in der Praxis zusätzlich im Gebiet der jeweiligen Veranstalterin. Swisslos unterhält Sporttip im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Die beiden Gebiete überschneiden sich nicht. Ein Wohnsitz in Basel hilft nicht zu einem Konto bei Jouez Sport, ein Wohnsitz in Genf nicht zu einem Konto bei Sporttip. Wer umzieht, verliert sein Konto in der alten Region und muss sich in der neuen registrieren. Das ist keine Formalie, sondern eine harte Grenze: Bewilligung heisst in der Schweiz nicht Marktzugang, sondern Kantonszugang.

Der Schweizer Weg im Kleingedruckten: Registrierung, Prüfung, ein Konto

Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Ein Konto pro Person mit verifizierter Identität, so verlangen es auch die Artikel 47 bis 52 der Verordnung.

Das ist der Grund, warum es in der Schweiz kein zweites Konto «auf den Namen eines Freundes» gibt und warum niemand anonym mitspielt. Wer das als bürokratische Schikane liest, sollte die andere Seite mitdenken: Dieselbe Prüfung ist die Voraussetzung dafür, dass Gewinne nur auf ein Zahlungskonto lauten dürfen, das auf den Namen des Kontoinhabers läuft. Anonyme und Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettgeschäft nicht. Weder Swisslos noch die Loterie Romande gewähren Kredit an Spielende. Von der Registrierung bis zur Auszahlung läuft damit jede Zahlung über einen Namen, der zuvor geprüft wurde.

Wer wettet, weil er nicht identifizierbar sein will, hat im Schweizer System gar keine Wahl. Wer wettet, weil er sein Geld wieder haben will, profitiert von genau derselben Regel.

Was die Bewilligung nicht abdeckt: Anbieter ohne Schweizer Zulassung

Ein Blick auf die andere Seite gehört zu einer ehrlichen Einordnung. Ausländische Anbieter arbeiten mit eigenen Hausregeln — und mit Hausrisiken, die im Preis nicht auftauchen. Sie hängen nicht am Schweizer Sperrregister. Fällt eine Bewilligung, verschwindet kein Zugang. Fällt ein Anbieter, bleibt kein Schweizer Ansprechpartner.

Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS-Sperre blockieren; die erste Liste erschien am 3. September 2019, zum Jahresende 2025 umfasste sie 671 Domains. Gesperrte Domains werden innert Stunden ersetzt — unter dem Namen Domain-Hopping. Die Gespa nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home und führt bet365 auf der Liste. Die Blockade ist also ein Hindernis, keine Mauer, und wer heute auf einer Ersatzdomain landet, landet dort nicht auf einer sicheren Seite, sondern auf einer, die sich bewegt.

Was das Geld kostet, steht an anderer Stelle: Gewinne von ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, dafür behandelt die kantonale Praxis etwa im Thurgau Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als volles steuerbares Einkommen. Das ist ein Nachteil, der erst mit der Steuererklärung sichtbar wird, Monate nach dem Wettschein.

Was ohne Bewilligung strafbar ist — und was für den Wettenden folgt

Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat, die mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet wird; bei gewerbsmässigem Betrieb drohen bis zu fünf Jahre. Der Bundesrat hält ausdrücklich fest, dass der Spielende selbst nicht bestraft wird. Das nimmt dem Kunden aber nicht die Folgen: In einem Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden, und eine Aufsicht über faires Spiel gibt es für ihn nicht.

Für die Werbung gilt eine Regel, die dieses Thema unmittelbar betrifft. Werbung für ein Geldspiel, das in der Schweiz nicht erlaubt ist, ist nach Artikel 74 Absatz 3 verboten und nach Artikel 131 mit einer Busse bis CHF 500’000 bewehrt. Das erklärt, warum Anbieter ohne Schweizer Bewilligung in diesem Text beschrieben und bewertet werden, aber nicht empfohlen: Ein Bericht über sie ist erlaubt, eine Aufforderung wäre es nicht.

Limiten, Pausen und Spielsperre: der Rahmen, den jeder selbst setzt

Verlustlimiten setzt in der Schweiz nicht der Staat, sondern der Spielende. Der Veranstalter muss aber von jedem Teilnehmenden einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat verlangen. Das ist ein feiner, aber wichtiger Unterschied: Es gibt keine amtliche Obergrenze für den einzelnen Wettschein, und es gibt keine gesetzliche Einzahlungsobergrenze.

Bei Swisslos müssen vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Nach dem Gesetz liegt die Frist für eine Erhöhung bei 24 Stunden; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Die drei Tage, die den Unterschied machen

Die Wartezeit ist mehr als eine Formalität. Wer nach einer schlechten Nacht seine Limite erhöhen will, muss drei Tage mit der alten Limite auskommen. Das ist keine Erziehungsmassnahme, sondern der ganze Mechanismus in Zahlenform: 72 Stunden zwischen Impuls und Freigabe. Wer in dieser Zeit merkt, dass die Limite ihn drückt, hat die Antwort schon.

Neben den Limiten steht der Zugang selbst. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Über die Aufhebung entscheidet ein Fachorgan. Das Sperrregister ist im Schweizer System der einzige Mechanismus, der über den einzelnen Anbieter hinausreicht — und genau deshalb ist er mit einer Registrierung verknüpft. Wer gesperrt ist, kann sich nicht neu registrieren.

Wer ausgeschlossen oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Das klingt hart, ist aber die Regel, die Anbieter davon abhält, an gesperrte Personen auszuzahlen.

Prüfungskäufe der Gespa aus dem Jahr 2025 zeigen, wie weit die Praxis davon entfernt ist, ein Schutzversprechen zu sein: An Verkaufsstellen wurde in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer die Limiten und die Spielsperre als blossen Papierkram abtut, sollte diese Zahl kennen. Der Schutz ist eine Kontrolle, die manchmal nicht greift. Er ist kein Automatismus, der ohne eigenes Zutun funktioniert, und wer auf Verantwortung an der Verkaufsstelle vertraut, verlässt sich auf eine Angestellte, die gerade eine Fünfzigernote wechselt.

Steuern: die Schwelle, die fast niemand erreicht

Gewinne aus einem in der Schweiz bewilligten Grossspiel sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden darüber hinaus besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, daher gilt «je nach Kanton». Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden können. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht, und wer das behauptet, hat die Verrechnungssteuer auf dem Gewinn mit einer Abgabe auf dem Einsatz verwechselt. Bei Einsätzen von CHF 1 bis CHF 1’000 pro Einzel- und Kombinationswette liegt der typische Gewinn eines Gelegenheitswetters um Grössenordnungen unter jedem Freibetrag.

Das ist allgemeine Information und keine Steuerberatung. Wer grössere Gewinne verbucht hat, klärt das mit einem Steuerberater oder der kantonalen Steuerverwaltung.

Bei ausländischen Anbietern sieht die Sache anders aus. Deren Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, weil der Veranstalter sie nicht einbehält — dafür greift die kantonale Praxis zu. Wer dort gewinnt und die Zahlen in der Steuererklärung verschweigt, hat das grössere Problem als jeder marginenarme Markt es je erzeugen könnte.

Die zehn Anbieter im Vergleich: was den Unterschied macht und was nicht

Die Reihenfolge unten ist keine Rangliste der Attraktivität. Sie beginnt mit den beiden Veranstaltern, die überhaupt eine Bewilligung haben, und führt danach die ausländischen Anbieter in derselben Bewertung weiter, sichtbar getrennt. Wer nur schnell die Namen sucht, findet sie trotzdem in der Reihenfolge, in der sie gelistet sind.

Swisslos Sporttip: die Bewilligung mit der grössten regionalen Reichweite

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, der sogenannten IKV 2020. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Diese Herkunft ist der Grund, warum Sporttip in der Schweiz nicht einer von vielen Buchmachern ist, sondern eine von zwei Veranstalterinnen.

Das Vertragsgebiet ist Swisslos‘ Kennzahl in diesem Vergleich: die deutschsprachigen Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu der Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer in einem dieser Gebiete wohnt und Sportwetten live oder vor dem Anpfiff spielen will, kommt an Sporttip nicht vorbei — es ist die einzige Veranstalterin mit Bewilligung im deutschsprachigen Landesteil.

Der Rahmen ist eng und klar. Einzel- und Kombinationswetten haben einen Mindesteinsatz von CHF 1 und einen Höchsteinsatz von CHF 1’000; für eine Systemwette liegt der Höchsteinsatz bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Wie der Gewinn zustande kommt und wo das Eigenkonto ansetzt

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, die das Produkt der Einzelquoten ist. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese zweite Abrundung ist ein Detail, das in jedem Gewinn steckt und nirgends beworben wird: Ein Gewinn von CHF 20,00 kann auf CHF 19,95 fallen; bei einem Einsatz von CHF 1 und einer Quote von 2.10 liegt das Produkt bei CHF 2.10 und bleibt davon unberührt. Aber bei Kombinationen mit krummen Gesamtquoten summiert sich die Rundung über viele Wetten, und sie geht immer in eine Richtung. Das ist ein legitimer Teil der Spielregeln, und es ist genau die Art Kleingedrucktes, die man vorher liest und nicht hinterher.

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Was für den Wettenden dabei hängen bleibt: Der Ausstieg ist kein Sicherheitsnetz, sondern ein zweites Geschäft. Wer in der 70. Minute aussteigt, verkauft eine Position, deren Preis der Veranstalter selbst setzt, und den Unterschied zur vollen Quote zahlt er. Wer Cash-Out als Absicherung gegen Verlust plant, hat den Mechanismus auf den Kopf gestellt. Er verkauft eine Chance, nicht ein Risiko.

Boosts: die Limitierung ist die eigentliche Aussage

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Der Kombiboost folgt derselben Logik mit mehr Stufen. Er gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind.

Rechnen wir das aus, weil der Name grosse Zahlen verspricht. Fünfzehn Spiele mit einer Mindestquote von 1.50 je Voraussage multiplizieren sich auf einen Gesamtpreis, der im astronomischen Bereich liegt — die Chance, alle fünfzehn richtig zu haben, sinkt mit jeder ergänzten Voraussage. Der Boost verdoppelt den Nettogewinn eines Ergebnisses, das fast nie eintritt. Der Nutzen dieser Staffel liegt deshalb nicht bei den fünfzehn, sondern bei den vier: 5 Prozent auf den Nettogewinn bei einer Kombination, die man wirklich für spielbar hält, sind die einzige Stufe, die sich im Alltag einlösen lässt. Für den Typ Kombiwette mit tiefem Einsatz ist das ein kleiner Zusatz, kein Kaufargument.

Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 bewerten. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung kombiniert Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Das ist die schärfste Kante dieses Angebots. Eine Livewette, die zum falschen Moment abgeschickt wird, verliert ihren Wert nicht teilweise, sondern vollständig, und sie wird mit Quote 1.00 gewertet. Der Fall tritt selten ein. Wenn er eintritt, versteht der Wettende nicht, was passiert ist, weil «Quote 1.00» auf dem Wettschein wie eine Rückabwicklung aussieht und nicht wie eine Wette. Wer in spielentscheidenden Phasen live spielt, sollte den Wettschein nach jedem Tor kontrollieren, statt von einem korrekt abgeschickten Tipp auszugehen.

Urteil. Sporttip ist der einzige Weg ins Geschehen für einen Wettenden im deutschsprachigen Landesteil, und die Bewilligung ist mehr als ein Stempel: Sie bringt das Sperrregister, die Limiten mit der 72-Stunden-Sperre, die Auszahlung nur auf ein Konto mit eigenem Namen und den Rechtsweg. Der Preis dafür ist ein enges Programm — Bet-Builder nur als eine Funktion unter vielen, Livewetten, die bei Spielunterbrechungen zu Quote 1.00 verfallen, etwaige Boni, die nach dem ersten Einsatz verpuffen. Wer hier spielt, tauscht Auswahl gegen Aufsicht. Das ist ein Geschäft, das man bewusst abschliessen sollte, nicht zufällig.

Loterie Romande Jouez Sport: dieselbe Bewilligung, anderes Gebiet

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.

Für den Wettenden in der Westschweiz ist Jouez Sport kein zweitbester Anbieter, sondern der einzige mit Bewilligung in seiner Region. Die Bewilligungsart ist dieselbe wie bei Swisslos: eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, unter Aufsicht der Gespa. Der Unterschied liegt in der Geografie, und er ist absolut. Bei wem man ein Konto hat, entscheidet der Wohnkanton und nicht die Vorliebe.

Die 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sind für dieses Land ein Rekordwert, und sie sind kein Nebenschauplatz. Sie sind der Grund, warum Sportwetten in der Romandie auch für Menschen erreichbar bleiben, die kein Online-Konto eröffnen wollen — und der Grund, warum die Verantwortung an diesen Stellen so schwer wiegt. Die Prüfungskäufe der Gespa aus dem Jahr 2025 machen deutlich, was dort schiefgehen kann.

Urteil. Zwei Anbieter mit identischem bewilligungsrechtlichem Status in zwei getrennten Gebieten ergeben keinen Vergleich, den man mit Quoten gewinnen könnte. Wer in Genf oder Lausanne wohnt, wählt Jouez Sport nicht aus Überzeugung, sondern weil die Alternative nur der Verzicht auf das bewilligte System wäre. Die Wahl, die hier wirklich offensteht, ist nicht die zwischen Swisslos und Loterie Romande, sondern die zwischen einem Schweizer Konto und einem ausländischen Anbieter — und die zweite Option kostet die Aufsicht.

Betovo

Betovo ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Damit gehört es zu jener Gruppe, für die eine Lizenz aus einem anderen Land nach Artikel 4 des Geldspielgesetzes in der Schweiz keine Wirkung entfaltet. Für dieses Angebot sind keine Angaben zu einem Schweizer Sitzveranstalter oder einer schweizerisch anerkannten Lizenz vorhanden. Eine Verbindung zum Schweizer Sperrregister besteht nicht, und ein Schweizer Rechtsweg gegen den Anbieter ebenfalls nicht. Die Domains können von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.

Was daraus für einen Wettenden mit Interesse an der Eredivisie folgt, ist handfest: Wer hier ein Konto eröffnet, hat keine Prüfung der Identität nach Schweizer Massstab und damit auch keine Auszahlungsregel, die nur auf ein Konto mit eigenem Namen lautet. Das ist im Alltag erst dann spürbar, wenn eine Auszahlung ansteht.

Urteil. Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung entscheidet sich das Urteil nicht an den Quoten, sondern daran, wem man sein Geld anvertraut, wenn etwas schiefläuft. Genau hier ist die Lücke: Es gibt keine Instanz im Land, die eine Beschwerde aufnimmt. Wer überhaupt mit einem ausländischen Anbieter liebäugelt, sollte deshalb mindestens die aktuelle Sperrliste ansehen, bevor er Geld überweist — nicht um sich zu ärgern, sondern um zu wissen, wie lange die Adresse hält.

Unibet

Auch Unibet arbeitet ohne Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz mit einem Sitz in einem anderen Rechtsraum hat hier keine Kraft; für dieses Angebot sind keine Angaben zu einer schweizerisch anerkannten Zulassung vorhanden. Nicht am Schweizer Sperrregister beteiligt, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf die Sperrliste kommen und per DNS-Sperre blockiert werden.

Die Bekanntheit eines Namens ist in diesem Markt kein Kriterium. Ein Anbieter kann international seit Jahrzehnten bestehen und in der Schweiz dennoch keine Veranstalterbewilligung besitzen — das eine folgt nicht aus dem anderen.

Urteil. Ein bekannter Name ohne Schweizer Bewilligung bleibt ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, und die Bekanntheit zahlt keine Auszahlung aus. Die Prüfung, die der Anbieter seinen Schweizer Kunden üblicherweise verlangt, ist nicht die Prüfung, die das Schweizer System verlangt — und damit auch nicht die Aufsicht, die im Streitfall hilft.

BetAlright

BetAlright tritt hier ohne Schweizer Bewilligung an. Wie bei den übrigen Anbietern dieser Gruppe hat eine ausländische Lizenz nach Artikel 4 des Geldspielgesetzes keine Wirkung in der Schweiz, für dieses Angebot sind keine Angaben zu einer anerkannten schweizerischen Lizenz vorhanden, das Sperrregister führt den Anbieter nicht, und ein Schweizer Rechtsweg fehlt. Seine Domains können auf der Sperrliste landen.

Bemerkenswert ist an diesem Platz weniger der Anbieter als das Muster: Die Namen unterhalb der beiden Veranstalterinnen unterscheiden sich, ihre Bewilligungslage nicht. Wer in der Vergleichstabelle nach einem Unterschied sucht, findet dort keinen; die Unterschiede liegen alle jenseits der Bewilligung, und darum sind sie zweitrangig.

Urteil. Für einen Wettenden mit Interesse an bewilligten Schweizer Wetten ist dieser Name kein Faktor, egal wie das Wettprogramm aussieht. Relevant wird er nur in einem Streitfall — und dort stellt sich die Frage, wen man überhaupt anrufen möchte.

Rabona

Rabona gehört zur Gruppe der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz aus einem anderen Rechtssystem entfaltet nach Artikel 4 des Geldspielgesetzes in der Schweiz keine Wirkung. Der Anbieter ist nicht ans Schweizer Sperrregister angebunden, ein Schweizer Rechtsweg gegen ihn besteht nicht, und seine Domains können per DNS-Sperre blockiert werden.

Für die Praxis bedeutet das: Ein Konto bei Rabona bringt keinen Zugang zu einer Schweizer Instanz. Sucht der Wettende einen bewilligten Rahmen, kann dieser Anbieter ihn nicht liefern, unabhängig von seinem Wettprogramm.

Urteil. Die Bewilligung ist in diesem Markt die Trennlinie, nicht die Länge einer Quotenliste. Wo diese Linie fehlt, hilft auch ein grosses Angebot nicht weiter — und die Eredivisie ist kein so schwieriger Wettbewerb, dass man sie deshalb ausserhalb des Systems spielen müsste.

WirWetten

WirWetten arbeitet ohne Schweizer Bewilligung. Damit gilt für dieses Angebot dasselbe wie für die übrigen Namen dieser Gruppe: keine anerkannte schweizerische Zulassung, keine Anbindung ans Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, dafür die Möglichkeit, dass die Domains auf die Sperrliste kommen und per DNS-Sperre blockiert werden.

Ein deutschsprachiger Markenname ist in diesem Zusammenhang eine Falle. Er signalisiert Nähe zum Schweizer Publikum, ohne eine Bewilligung zu ersetzen. Wer sich davon leiten lässt, verwechselt die Sprache mit dem Rechtsraum.

Urteil. Ein deutschsprachiger Name ist kein Merkmal dieses Vergleichs, und die Bewilligung fehlt trotzdem. Wer ohnehin schon mit dem Gedanken an einen ausländischen Anbieter gespielt hat, sollte sich in diesem Fall wenigstens die Bedingungen für die Auszahlung genau ansehen — sie sind der Teil, an dem ein Konto ohne Schweizer Aufsicht am ehesten weh tut.

Wettigo

Wettigo tritt ohne Schweizer Bewilligung an. Eine Lizenz mit Sitz im Ausland hat hier keine Wirkung nach Artikel 4 des Geldspielgesetzes; Angaben zu einer schweizerisch anerkannten Zulassung sind für dieses Angebot nicht vorhanden. Die Verbindung zum Schweizer Sperrregister fehlt, ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, und die Domains können von der Gespa gesperrt werden.

Wer hier spielt, spielt ohne Schweizer Aufsicht. Bezogen auf die Eredivisie heisst das nicht, dass bestimmte Wettbewerbe fehlen; es heisst, dass keine Schweizer Stelle prüft, ob das Angebot den hiesigen Anforderungen entspricht.

Urteil. Eine Wette auf die niederländische Liga ist kein Grund, auf Schweizer Aufsicht zu verzichten. Der Weg über einen bewilligten Veranstalter ist für die Eredivisie nicht versperrt — er ist nur enger, und Enges ist in einem Markt mit so wenigen Anbietern nichts Ungewöhnliches.

AmunRa

AmunRa wird hier ohne Schweizer Bewilligung geführt. Für dieses Angebot sind keine Angaben zu einer schweizerischen Zulassung vorhanden; eine ausländische Lizenz ist nach Artikel 4 des Geldspielgesetzes ohne Wirkung. Der Anbieter hängt nicht am Schweizer Sperrregister, ein Schweizer Rechtsweg fehlt, und seine Domains können auf die Sperrliste gesetzt werden.

Der Name klingt nach einer Marke, die auf ein bestimmtes Publikum zielt. Mit der Rechtslage hat das nichts zu tun. Wer Sportwetten sucht, landet hier an derselben Stelle wie bei allen anderen Namen dieser Gruppe.

Urteil. Der Auftritt eines Anbieters sagt nichts über seine Zulassung. Bei diesem ist die Zulassungslage dieselbe wie bei den übrigen Namen unterhalb der Linie — und die Linie selbst ist der einzige Punkt, der bei einem Schweizer Wohnsitz wirklich zählt.

20Bet

20Bet ist ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Angaben zu einer anerkannten schweizerischen Lizenz liegen für dieses Angebot nicht vor; eine ausländische Lizenz bleibt nach Artikel 4 des Geldspielgesetzes ohne Wirkung. Es gibt keine Anbindung ans Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domains können per DNS blockiert werden.

Zum Schluss der Liste steht derselbe Punkt wie am Anfang: Die Bewilligung ist nicht deshalb wichtig, weil sie auf einer Seite steht, sondern weil an ihr der Zugang zu Aufsicht, Sperrregister und Auszahlungsregeln hängt. Wer die Eredivisie in der Schweiz spielen will, hat zwei Anbieter dafür. Alles, was danach kommt, ist ein Umweg.

Urteil. Der letzte Name dieser Liste sagt über die Liga nichts Neues, über den Markt aber sehr viel: Die Zahl der Anbieter, die auf Schweizer Regeln arbeiten, liegt bei zwei — und Auswahl entsteht in diesem Wettbewerbsumfeld nicht durch neue Namen, sondern durch die Unterschiede zwischen den Bewilligungen und den eigenen Hausregeln.

Häufige Fragen zu Eredivisie-Wetten in der Schweiz

Kann man in der Schweiz auf die Eredivisie wetten, und bei welchen Veranstaltern?

Ja, sofern die niederländische Liga auf der Gespa-Liste der bewilligten Wettbewerbe steht. Sportwetten dürfen nur zwei Veranstalterinnen anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip im deutschsprachigen Vertragsgebiet, Ticino und Liechtenstein, sowie die Loterie Romande mit Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen. Ein Online-Konto verlangt Wohnsitz im jeweiligen Gebiet.

Steht die niederländische Liga auf der Gespa-Liste der zugelassenen Wettbewerbe?

Welche Wettbewerbe erlaubt sind, steht in der Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Für einen ausländischen Wettbewerb wie die Eredivisie ist diese Liste massgeblich, und sie wird in datierten Fassungen nachgeführt. Sie enthält keine Eckball- und Kartenmärkte und keine Esport-Sektion; Qualifikationsrunden und Frauensportarten nur, wo sie ausdrücklich aufgeführt sind.

Wie wird ein Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?

Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Das Resultat wird auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und anschliessend auf 5 Rappen abgerundet. Bei einem Einsatz von CHF 1 und einer Quote von 2.10 liegt der Gewinn damit bei CHF 2.10.

Welche Marge steckt in Eredivisie-Quoten, und warum unterscheiden sich Anbieter?

Aus den Quoten eines Marktes folgt die Auszahlungsquote: der Kehrwert der Summe der Kehrwerte. Ein illustrativer 1X2-Markt mit 2.10, 3.40 und 3.60 zahlt rund 95,4 Prozent aus, die Marge liegt bei rund 4,6 Prozent; bei einem weicheren Beispiel mit 2.00, 3.50 und 3.75 sind es rund 95,0 Prozent und rund 5,0 Prozent. Unterschiede zwischen Anbietern entstehen aus Einschätzung, Umsatzbasis und Reaktionszeit.

Was zählt bei Sporttip als reguläre Spielzeit einer Fussballwette?

Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer, beim Fussball also rund 90 Minuten, plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie selbst Gegenstand der Wette sind. In einem Play-off-Spiel kann der Wettschein damit vor dem tatsächlichen Ende des Anlasses entschieden sein.

Welche Verlustlimiten und Sperren gelten für Wettende in der Schweiz?

Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung nach 72 Stunden. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos und in Liechtenstein.

Inhalt erstellt vom Team «kombibonusch»