Cricket in der Schweiz: zwei Wege zum Wettschein, und keiner davon ist beliebig

Updated Oktober 2026
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Ein ovales Cricketfeld mit gemähtem Rasen und hellem Mittelstreifen am frühen Morgen, Nebel zwischen den Bäumen am Rand

Ob ein Ball sechs gültige Würfe lang ist, entscheidet darüber, wie lange ein Wettangebot lebt. Wer in der Schweiz auf Cricket setzen will, stösst aber zuerst auf eine andere Zahl: Die Gespa führt am Ende von 2025 genau 671 ausländische Domains auf ihrer Sperrliste. Daneben stehen zwei einheimische Veranstalter. Mehr Sportsportwetten-Anbieter mit Schweizer Bewilligung gibt es nicht, und das ist keine Marktlücke, sondern Gesetz.

Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber.

Stand: Oktober 29, 2026. Geprüft gegen die Veranstalterbewilligungen und Spielbewilligungen im Rahmen des Geldspielgesetzes sowie die Aufsichtsdaten der Gespa.

Spielplan, Formate und Turniere: warum Cricket drei verschiedene Sportarten in einem Kittel ist

Zwei Mannschaften, je 11 Spielerinnen oder Spieler, ein Ball, ein Schläger aus Weidenholz. Sobald der Ball geschlagen ist, verlassen zwei Läufer ihre Position und tauschen die Enden des Pitches, und jeder vollendete Wechsel zählt einen Run. So weit die Handwerkslehre, die für jedes Format gilt. Der Unterschied zwischen den Formaten liegt nicht in der Regel, sondern in der Uhr, und genau daher kommt der ganze Rest dieses Abschnitts.

Ein Test-Match dehnt sich über bis zu fünf Tage, jeder Tag zerfällt in drei Sessions von je rund zwei Stunden. Ein One-Day International spielt in der Regel 50 Overs pro Innings. Ein Twenty20 begnügt sich mit 20 Overs pro Innings und lässt höchstens 75 Minuten je Innings zu. Ein Over besteht aus sechs regulären Bällen. Ein Spiel umfasst zwei oder vier Innings – die Zahl folgt dem Format, nicht dem Geschmack des Veranstalters.

Für die Auswahl einer Wette sind das keine Feinheiten, sondern die Grundlage jeder Quotenentscheidung. Ein Test-Match bietet Zeit für Wendungen, für Regen, für einen Vorsprung, der über vier Tage verwaltet statt erzwungen wird. Ein T20 macht aus jedem zweiten Ball ein Ereignis und lässt die Quote binnen Minuten springen. Ein Spielformat, das fünf Tage lang offen bleibt, verträgt keine Wette, die nur auf den letzten Schlag schaut. Wer langfristige Wetten auf Serien und Tabellen mag, wird beim Kurzformat nicht glücklich; wer auf den Moment reagieren will, verliert bei einem Test-Match die Geduld, bevor das erste Innings endet.

Zwei Sonderfälle gehören in jeden Spielplan: der Tie, wenn nach allen Innings die Punktzahlen gleich sind, und der Draw, wenn die Zeit vor dem Ende aller Innings abläuft. Der Tie gilt als sehr selten. Beide sind auf dem Wettschein eigene Ausgänge neben Sieg und Niederlage, und in einem Format mit vier Innings ist der Draw keine Randnotiz, sondern ein Ergebnis, das ein Favorit regelmässig produziert.

Turniere, Ligen, Weltmeisterschaften

Der Cricket World Cup der Männer findet alle vier Jahre statt und wird seit 1987 mit 50 Overs pro Innings gespielt, davor mit 60. Die erste Austragung war 1975 in England. Rekordsieger ist Australien mit sechs Titeln, den jüngsten davon 2023 in Indien. Die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert – eine Aufstockung, die die Zahl der einseitigen Vorrundenpartien eher erhöht als senkt.

Was ein Finale anrichten kann, zeigt die Ausgabe 2019: Nach 50 Overs stand es 241:241, im anschliessenden Super Over 15:15, und England gewann über die Zahl der Boundaries. Ein Titel, der an einer Hilfszahl hängt, ist die sauberste Illustration dafür, dass Cricket-Ausgänge nicht immer binär sind. Wer damals auf ein Unentschieden gesetzt hatte, sah den Wettschein nach einer Regel entschieden, die kaum jemand auf dem Zettel hat.

Zwischen den Weltmeisterschaften trägt das nationale Ligageschäft das Interesse. Die Indian Premier League ist das bekannteste Beispiel einer Twenty20-Liga mit internationalen Spielern: ein Fenster von einigen Wochen, in dem viele Spielerinnen und Spieler derselben Nationalteams plötzlich in fremden Trikots gegeneinander antreten. Für Wettende heisst das: Kaderbekanntheit aus dem Nationalteam ist nur bedingt übertragbar, weil Reihenfolge, Belastungssteuerung und Pitcheinsatz in einer Franchise-Liga anders geplant werden.

Rain rules sind im Kurzformat kein Nebenthema, sondern der häufigste Grund, warum eine Wette gar nicht ins Ziel kommt. Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in witterungsunterbrochenen Limited-Overs-Spielen. In einem 50-Over-Spiel muss jedes Team mindestens 20 Overs gespielt haben, im Twenty20 mindestens fünf – sonst wird die Partie als «No Result» gewertet. Ausgenommen bleibt der Fall, dass eine Mannschaft all out ist oder das Ziel früher erreicht. Eingeführt wurde die Methode 1997, 1999 vom International Cricket Council offiziell übernommen, und seit November 2014 trägt sie nach Steven Stern den heutigen Namen.

Die praktische Konsequenz aus diesen Schwellenwerten sollte jede Leserin und jeder Leser einmal aussprechen: Eine Wette auf den Sieger kann nach zwei Stunden Regen ohne Ergebnis verfallen, und die Erstattung richtet sich dann nach den Bedingungen des Veranstalters, nicht nach der eigenen Überzeugung. Wer im April auf englische County-Spiele setzt, trifft die 20-Over-Schwelle öfter, als ihm lieb ist. Das ist keine Warnung vor Cricket, nur der Hinweis, dass die Wetterlage hier stärker in die Quote eingerechnet ist als bei fast jeder anderen Sportart.

Zehn Anbieter im Vergleich: die eine Spalte, die alles andere überstimmt

Zwei Häuser mit Schweizer Bewilligung, acht Marken ohne. Diese Aufteilung ist der Vergleich. Alles Weitere – Einsatzspanne, Mindestquote, Bonusbedingungen, Auszahlungstempo – ordnet sich darunter ein, weil eine Bewilligung die Voraussetzung dafür ist, dass Schweizer Aufsicht, Schweizer Spielerschutz und Schweizer Rechtsprechung überhaupt greifen.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter bzw. berichtete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51); Grossspiel; Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51); Grossspiel; Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
Betscore keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
22Bet keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
bet-at-home keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Betify keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
ZotaBet keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BetAlright keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
N1 Bet keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BetFury keine Schweizer Bewilligung berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Die Bewilligungsspalte ist auffällig einförmig, und das ist ihr Wert. Bei den acht Marken steht dieselbe Feststellung, weil dieselbe Rechtslage dahintersteht: Sie verbindet mit der Schweiz kein Register, kein Verfahren und keine Aufsichtsbehörde. Eine ausländische Bewilligung – ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land – entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Die Schweiz hat kein Instrument, das Zahlungen an solche Seiten sperrt; die Gespa greift stattdessen beim Weg zur Seite an und lässt Domains über die Sperrliste von den Telekom-Anbietern per DNS blockieren.

Wer die Zeilen bis hierher als reine Sortierübung gelesen hat, sollte den zweiten Blick auf das Auszahlungskonto richten. Bei den beiden einheimischen Veranstaltern werden Gewinne und Guthaben nur auf ein Zahlungskonto lauten, das auf den Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers läuft. Anonyme Auszahlung, Krypto-Guthaben, fremder Empfänger: In der bewilligten Schweizer Sportwette existieren diese Wege nicht. Wo eine Marke damit wirbt, ist das kein Zusatznutzen, sondern ein Verlassen des Schweizer Rahmens – und damit ein Punkt, den der Vergleich nicht als Vorzug verbuchen kann.

Genau deshalb ist die Rangfolge nicht offen. Eine Marke ohne Schweizer Bewilligung kann in einem Einzelkriterium vorne liegen. Über die Spalte, die zählt, führt sie trotzdem nicht. Und das ist die Grenze dieses Vergleichs: Er kann Preise und Formate ordnen, er kann Bedingungen benennen, aber er kann keine Schweizer Sicherheit herbeischreiben, wo keine Bewilligung steht.

Was die Reihenfolge bedeutet und wo sie endet

Die zehn Namen sind in einer Reihenfolge gelistet, und diese Reihenfolge ist eine Aussage: erst die beiden Bewilligungsträger, dann die Referenz ohne Bewilligung. Der Abstand zwischen Position zwei und Position drei ist grösser als der zwischen Position neun und Position zehn, und das ist keine Feinheit, sondern der ganze Inhalt des Vergleichs.

Der Zuschnitt auf zehn Marken hat einen weiteren Haken, den man aussprechen muss. Er bildet den Markt nicht ab, den ein Schweizer Wettender tatsächlich findet. Zwei bewilligte Veranstalter – das ist der gesamte bewilligte Markt für Sportwetten in der Schweiz, nicht eine Auswahl daraus. Eine Sperrliste von 671 Domains gibt die Grössenordnung der Alternative an, und sie wächst. Wer auf ein Cricket-Angebot ausserhalb der zwei einheimischen Produkte setzt, verlässt nicht eine Rangliste, sondern den Schutzbereich.

Aus Schweizer Sicht bleibt ein dritter Punkt: Der Rechtsweg. Eine Streitigkeit über eine Wette auf einer ausländischen Seite lässt sich in der Schweiz nicht mit geregelten Mitteln durchsetzen. Wo das Verfahren tatsächlich ausgetragen wird, hängt von der Marke ab und steht auf dem Wettschein in den Bedingungen, die man beim Registrieren wegklickt. Wer diesen Absatz gelesen hat, klickt beim nächsten Mal anders.

Wo Cricket nun konkret wettbar ist, ist eine eigene Frage, und sie lässt sich nicht aus dem Vergleich beantworten, sondern nur aus der Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten. Dahin gehört der nächste Schritt.

Cricket-Grundlagen für den Wettschein: Wettarten, Live-Wetten und die Rechnung hinter jeder Quote

Die Verlegenheit beim Cricket beginnt vor dem Wettschein und nicht auf ihm. Wer die Zahl der Overs nicht einordnen kann, kann die Quote nicht einordnen, und damit steht der ganze Rest unter Vorbehalt. Deshalb zuerst die drei Selbstverständlichkeiten, die kein Anbieter erklären wird: zwei oder vier Innings pro Partie, sechs reguläre Bälle je Over, und eine Spieldauer, die von gut drei Stunden bis zu fünf Tagen reicht.

Ein roter Lederball und ein Holzschläger liegen auf einer Rasenkante, dahinter ein unscharfer Zaun
Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen.

Wettarten, so weit sie in der Schweiz angeboten werden dürfen

Der bewilligte Schweizer Rahmen ist eine geschlossene Liste: Nur Sportwetten sind erlaubt, und was im Einzelnen wettbar ist, steht in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten. Damit fallen ganze Gattungen weg, die man im Ausland findet. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind in der Schweiz nicht zugelassen. Wer Cricket-Wetten auf einer ausländischen Seite sieht, die es hier gar nicht geben darf, sieht nicht ein besseres Produkt, sondern ein anderes Aufsichtsregime.

Die Liste selbst arbeitet mit Bedingungen, die man kennen sollte, bevor man einen Markt sucht. Qualifikationsrunden stehen nur darin, wenn sie ausdrücklich erwähnt sind; Frauenwettbewerbe ebenfalls nur, wenn sie aufgeführt sind. Ranglistenwetten sind nur zulässig, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Corner- und Kartenmärkte führt die Liste nicht, und einen Esport-Bereich gibt es darin nicht.

Diese Liste hat eine Versionsnummer und ein Datum, und daraus folgt das Nützlichste, was man einem Wettenden zum Schweizer Cricket-Angebot sagen kann: Was heute angeboten wird, ist keine Konstante. Ob und in welcher Form Kurzformat-Wettkämpfe aufgeführt sind, ändert sich mit der Liste, nicht mit der Saison. Wer das Angebot vor einem Einsatz prüfen will, prüft es beim Veranstalter und nicht in einem Vergleich auf einer fremden Website.

Live-Wetten: was «live» auf dem Wettschein bedeutet

Live-Wetten sind in der Schweiz zulässig, vor dem Spiel und während des Spiels, wo der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hält. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das Geldspielgesetz nicht. Damit ist «live» aber nicht schrankenlos.

Bei Sporttip gilt eine Live-Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Sie hängt nicht am Stream, sondern am Zeitpunkt. Das ist für Cricket das entscheidende Detail: Ein Test-Match wird selten vollständig übertragen, und trotzdem können Wetten während der Partie platziert werden. Zwei Bremsen stehen daneben. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. Und in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters – kann Swisslos eine Wette ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Wer im entscheidenden Moment auf den Wettschein tippt, tippt gegen eine Regel, die den Ausgang bereits kennt.

Ein zweites Werkzeug des Schweizer Angebots ist der Cash-Out. Er ist gesetzlich nicht geregelt und damit eine Funktion des jeweiligen Veranstalters, nicht ein Recht. Bei Sporttip gibt es ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag liegt zudem tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand des Sportereignisses ab und kann jederzeit geändert werden. Bei einem Test-Match, der über vier Tage läuft, ist das ein zweischneidiges Angebot: Man kann vor dem Regen raus, aber zu einem Preis, den der Veranstalter bestimmt.

Dazu kommt eine Regel, die selten gelesen wird und im Cricket oft greift. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos eine solche Kombination versehentlich ohne diese Funktion an, kann es die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für Cricket heisst das: Zwei Wetten auf dieselbe Partie sind nicht zwei unabhängige Beine, sondern ein zusammenhängender Markt. Die Kombination muss über die Funktion laufen, sonst trägt der Wettende das Risiko der Ungültigkeit.

Quotenboosts im Schweizer Angebot haben ebenfalls Bedingungen, die man selten vor dem Klick liest. Bei Sporttip gelten sie nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz, beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Führt man eine solche Wette per Cash-Out vorzeitig aus, verfällt der Boost. Eine «erhöhte Quote», die man nach zwanzig Minuten auscasht, ist also nicht halb so viel wert wie beworben, sondern null.

Grundlagen

Ein roter Lederball und ein Holzschläger auf der Rasenkante: Der Aufbau des Spiels ändert sich mit dem Format nicht, nur seine Länge. Zwei Mannschaften mit je 11 Spielerinnen oder Spielern, zwei oder vier Innings, sechs reguläre Bälle je Over – an diesen drei Angaben hängt jede Marktstruktur, die ein Wettschein anbietet.

Die Marge in der Quote: wie viel von jedem Franken nicht ausbezahlt wird

Jede Quote trägt eine Marge, und die lässt sich ausrechnen, ohne ein einziges Ergebnis vorhersagen zu müssen. Nehmen wir einen Zweiwegemarkt, wie Cricket ihn häufig bietet, mit Quoten von je 1.90 auf beide Seiten. Kehrwert der ersten Quote 0.5263, Kehrwert der zweiten Quote 0.5263. Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), das ergibt 0.95, also 95 Prozent. Die Marge ist der Rest: 100 Prozent minus 95 Prozent, und damit 5 Prozent der Einsätze. Wohlgemerkt der Einsätze, nicht des Gewinns, und nur für diesen einen Markt bei diesen zwei Quoten. Bei drei oder vier Ausgängen auf einem Cricket-Markt – Sieg, Tie, Draw und je nach Format weitere – verschiebt sich die Rechnung, weil zwei zusätzliche Kehrwerte im Nenner stehen. Es ist diese Bandbreite, die man im Kopf behalten sollte, nicht eine einzelne Zahl: Der Abstand zwischen beworbenen Quoten und tatsächlichem Auszahlungsanteil ist hier am grössten, wo die meisten Ausgänge existieren. Dasselbe Prinzip gilt bei jeder Quote: Die Preise stehen in ihrer Umkehrsumme, nicht in der Einschätzung des Buchmachers darüber, wer gewinnt.

Was heisst das für das Beispiel Cricket? Drei Prozent Marge sind ein guter Markt, sieben sind teuer. Der Unterschied zwischen diesen beiden Enden ist der Teil des Marktes, den der Veranstalter für sich behält, und keine Quote kann ihn aufheben. Sporttip veröffentlicht die eigene Marge nicht als Tabelle, ebenso wenig ein anderer Veranstalter, und Swisslos ändert Limiten und Bedingungen ohnehin jederzeit ohne Angabe von Gründen. Wer den Auszahlungsanteil eines konkreten Cricket-Marktes wissen will, rechnet ihn aus den angebotenen Quoten selbst aus: zwei Quoten ablesen, Kehrwerte addieren, den Rest auf hundert bilden. Drei Minuten Arbeit am Küchentisch, und danach weiss man mehr über den Wert des Marktes als aus jedem Werbebanner.

Rechtslage: ob und bei wem in der Schweiz Cricket-Wetten überhaupt möglich sind

Wettverbot für den Nachbarn, Verbot mit Bewilligung für die beiden Einheimischen. Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019), und Aufsichtsbehörde ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern – nicht die ESBK, die nur die Casinos beaufsichtigt.

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt auf einer Parkbank, dahinter ein Schweizer Dorf mit Kirchturm im Dunst
Den Cricket World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien; die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.

Zwei Veranstalter, eine Bewilligung, ein Vertragsgebiet

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos führt sein Sportwettangebot unter dem Namen Sporttip; das Unternehmen ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und stützt sich auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Loterie Romande führt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt ihren Sitz an der Avenue de Provence 14 in Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Eine Bewilligung gilt nur in der Schweiz, und für ein Online-Konto braucht es Wohnsitz in der Schweiz – in der Praxis zusätzlich im jeweiligen Gebiet der Veranstalterin. Die Grenze verläuft also mitten durch das Land: Wer in Genf wohnt, registriert sich nicht bei Sporttip, und wer in Zürich wohnt, nicht bei Jouez Sport. Für Cricket bedeutet das, dass die Auswahl des Wettscheins nicht mit der Sportart beginnt, sondern mit dem Wohnkanton.

Ein dritter Punkt betrifft nicht den Zugang, sondern das Produkt. Der Reingewinn aus dem bewilligten Spiel geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz zugunsten von Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Der Rückgang in der Sparte sagt nichts über die Qualität des Cricket-Angebots, aber er sagt etwas über die Richtung des Geschäfts.

Was bei einer ausländischen Seite fehlt

Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft, unabhängig davon, welches Land sie ausgestellt hat. Das ist keine Auslegungsfrage, sondern steht so im Gesetz, und es hat konkrete Folgen für einen Cricket-Wettenden.

Die erste Folge betrifft das Register. Eine ausländische Marke ist nicht an das schweizerische Sperrregister angeschlossen. Wer sich bei Swisslos für 1 bis 180 Tage produktbezogen selbst sperrt, dessen Sperre wirkt nicht dort; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein, aber nicht für einen Anbieter ohne Bewilligung. Der Schutz, den man in einer schwachen Stunde selbst eingeschaltet hat, endet an der Landesgrenze.

Die zweite Folge betrifft den Rechtsweg. Die Schweiz kennt kein Instrument, mit dem Banken oder Kartenherausgeber Zahlungen an unerlaubte Wettseiten blockieren. Der Hebel der Aufsicht liegt auf der Sperrliste, die von den Telekom-Anbietern per DNS blockiert wird. Die Gespa nennt für die ersten Jahre des Instruments ausländische Domains, die auf der Liste standen, und beschreibt das Domain-Hopping: Blockierte Adressen werden binnen Stunden ersetzt. Ein Instrument, das nachgelagert greift, ersetzt keine Bewilligung, es verschiebt nur die Adresse.

Die dritte Folge betrifft die Steuer und ist in der Schweiz die am meisten unterschätzte. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber steuerpflichtig; der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Vorjahr waren es CHF 1’070’400, und der kantonale Freibetrag weicht davon ab – darum «je nach Kanton» und nicht eine einzige Zahl. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, rückforderbar über die Steuererklärung. Das ist ein Betrag, den praktisch kein Cricket-Wettender erreicht.

Die typische Wette bleibt unter beiden Schwellen und trägt damit weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis kann sie vollständig als steuerbares Einkommen behandeln, unabhängig vom Betrag – Thurgau handhabt das so. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht. Dieser Abschnitt ist eine allgemeine Einordnung und ersetzt keine Beratung: Bei Fragen zu einer konkreten Steuererklärung führt der Weg zur Steuerberatung oder zur kantonalen Steuerverwaltung.

Ein letzter Punkt zur Werbung, der die beiden Gruppen endgültig trennt. Werbung für ein Glücksspiel, das in der Schweiz nicht erlaubt ist, ist strafbar und kann mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet werden. Werbung, die aufdringlich oder irreführend ist oder sich an Minderjährige oder gesperrte Personen richtet, ist ebenfalls untersagt. Deshalb steht auf der Sperrliste, was dort steht: Die Nennung eines Namens ist in einem solchen Rahmen eine Einordnung und keine Empfehlung.

Selbst gesetzte Limiten, Pausen und die Spielsperre: Spielerschutz, der bei Cricket mehr leistet als bei Fussball

Ein Test-Match dauert fünf Tage, ein ODI einen Nachmittag, ein T20 knapp drei Stunden. Diese Spanne ist der eigentliche Grund, warum Spielerschutz hier nicht dasselbe bedeutet wie bei einem Fussballspiel, das nach 90 Minuten endet. Ein Cricket-Wettender kann über Tage im Markt bleiben, ohne dass ein Ereignis dazwischenkommt, das die Sitzung von selbst beendet. Die Schutzinstrumente in der Schweiz sind deshalb weniger Kontrollen als selbst gesetzte Grenzen – und wenige davon sind von Amtes wegen aktiv.

Limiten: sie gehören dem Wettenden, nicht dem Staat

Die Limiten sind vom Spielenden selbst zu setzen, nicht vom Staat. Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach Gesetz nach 24 Stunden; Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Ein gesetzlich fixierter Einzahlungsdeckel existiert in der Schweiz nicht.

Bei Sporttip sieht das konkret so aus: Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Dieses Modell ist ein Zaun und keine Wand. Wer die Limite zu hoch angesetzt hat, steht 72 Stunden lang hinter der eigenen Entscheidung fest – das ist keine Bevormundung, sondern die einzige Bremse im System mit einer echten Wartezeit.

Diese Wartezeit ist der Punkt, an dem sich Cricket von anderen Sportarten unterscheidet. In einem Fussballspiel ist die Erhöhung nach dem Abpfiff meist irrelevant. In einem fünftägigen Test-Match liegt zwischen dem Wunsch, mehr zu setzen, und der Möglichkeit, es zu tun, gut eine halbe Partielänge. Wer die Limite in der zweiten Session erhöht, hat sie in der dritten. Was für den Veranstalter eine Sicherheitsregel ist, wird für den Wettenden eine Frage der Selbsterkenntnis: Welche Zahl schreibe ich hin, wenn ich sie drei Tage tragen muss?

Spielsperre, Pausen und das Register

Die Spielsperre ist in der Schweiz breiter aufgestellt als die Limite. Sie erfasst überschuldete oder spielsuchtgefährdete Personen ebenso wie Selbstsperren und wird in einem gemeinsamen Register der gesperrten Personen geführt. Eine freiwillige Spielsperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt; eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Der letzte Satz klingt nach Formalität, er ist die stärkste Regel im ganzen Abschnitt: Wer gesperrt ist, hat keinen Anspruch auf den eigenen Einsatz.

Ein Zugang ist in der Schweiz an eine verifizierte Identität gebunden, ein Konto pro Kopf. Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren; die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind ausgeschlossen. Wer selbst als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten – im Cricket betrifft das neben den Spielern auch Betreuerstäbe und Funktionäre, die in den Datenbanken auftauchen.

Ein Punkt, der in dieser Sektion nicht weichgezeichnet werden darf: Am Verkaufspunkt funktioniert die Alterskontrolle nicht zuverlässig. Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufspunkten in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Verkaufsstellen als Schutzschild darzustellen, wäre angesichts dieser Zahl nicht haltbar. Der Online-Weg mit verifizierter Identität und Ausweisprüfung ist hier der strengere, und das ist ein Argument für die Registrierung und nicht gegen sie.

Der Schritt, der in keiner Bewilligung steht

Bei all diesen Angaben lohnt ein Seitenblick auf die Grössenordnung. CHF 562 Mio. Reingewinn, CHF 506 Mio. davon an die Kantone: Der bewilligte Markt ist darauf angewiesen, dass gesetzt wird, und jede Limitregel arbeitet gegen dieses Interesse. Das ist eine Beobachtung, kein Skandal – ein staatlich konzessioniertes Spiel mit gemeinnützigem Ertrag hat eine eingebaute Spannung zwischen Aufsicht und Ertrag. Für den Einzelnen folgt daraus nur eines: Die Hausordnung liefert den Zaun, angesetzt wird er von der Person am Wettschein.

Die geprüften Anbieter: zehn Namen, zwei Bewilligungen, acht Referenzen

Die Reihenfolge ist die des Vergleichs, und sie sagt schon das Wichtigste: erst die beiden bewilligten Veranstalter, dann die ausländischen Marken, deren Bewilligung in der Schweiz keine Wirkung hat. Danach die Bewertung, jede an der eigenen Konstellation.

Swisslos Sporttip – Cricket nur so weit, wie das Vertragsgebiet reicht

Der Blick auf dieses Produkt beginnt nicht beim Wettschein, sondern beim Wohnort. Eine Online-Registrierung setzt mindestens 18 Jahre, keinen bestehenden Spielerschutz-Eintrag und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet voraus. Dieses Gebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Eine Person in Genf oder Waadt fällt heraus, nicht wegen ihres Verhaltens, sondern wegen ihres Zivilstandsregisters.

Auf der Habenseite steht das einzige Cricket-Angebot, das unter Schweizer Aufsicht steht, mit allem, was daran hängt: verifizierte Identität, angeschlossene Spielsperre, gemeinnützige Verwendung des Reingewinns, kein Zahlungsweg ausser dem Konto auf eigenen Namen. Sporttip trägt überdies den Live-Betrieb mit einem Regelwerk, das man kennen muss: Live-Wetten gelten unabhängig von einer Übertragung, nachträglich platzierte Wetten zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Dazu der volle Cash-Out über Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten vor dem Spiel und live, aber nur als vollständige Auflösung, nie zur Hälfte, und ohne Marktgarantie; der Cash-Out-Betrag bleibt unter dem möglichen Gewinn bei regulärem Ausgang und ist jederzeit änderbar. Bei einem mehrtägigen Test-Match ist das die flexibelste und die am schwersten zu kalkulierende Funktion im ganzen Anbieterfeld zugleich.

Die Einsatzspanne ist eng gesteckt und für die meisten ein Formalismus, für manche eine Grenze: CHF 1 bis CHF 1’000 je Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 je Systemwette; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Limiten und Bedingungen kann Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Wer mit CHF 2’000 auf ein Test-Match gehen will, geht hier nicht.

Das Urteil zu Sporttip lautet deshalb nicht «bester Anbieter», sondern etwas Unbequemeres: Der Zugang hängt an der Postleitzahl, nicht am Cricket-Verständnis. Für alle mit Wohnsitz im Vertragsgebiet, die Cricket innerhalb des bewilligten Rahmens und der geschlossenen Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten spielen wollen, gibt es hier nichts zu wählen, weil es keine zweite Option mit Aufsicht gibt. Alle anderen sind in diesem Vergleich vom ersten Punkt an Zuschauer ihres eigenen Wohnorts.

Loterie Romande Jouez Sport – dieselbe Bewilligung, gespiegelte Landkarte

Für die Westschweiz gilt dieselbe Bewilligungslogik auf der gegenüberliegenden Seite des Röstigrabens. Jouez Sport wird für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura durchgeführt; eine Online-Kontoeröffnung bleibt den dort wohnhaften Personen vorbehalten. Die Kontaktadresse liegt an der Avenue de Provence 14 in Lausanne, und 2’350 Verkaufsstellen tragen das Produkt in der Region – eine Zahl, die für Cricket-Wetten wenig bedeutet, für die Sichtbarkeit des Produkts aber eine Menge.

Der Vergleich der beiden bewilligten Häuser ist aufschlussreich, gerade weil er so wenig hergibt. Es sind zwei Gesellschaften mit demselben Bewilligungstyp, derselben Aufsicht, demselben Produkttyp und derselben Schranke des Vertragsgebiets. Ein Inhalt, der die beiden gegeneinander ausspielt, müsste bei den Bedingungen der eigenen Reglemente anfangen – und genau dort stehen die Zahlen, die man vor dem ersten Einsatz liest: Einsatzspanne, Limitenlogik, Umgang mit abgebrochenen Partien. Für Cricket gilt dabei derselbe Vorbehalt wie bei Sporttip: Die bewilligte Liste der Sportarten und Wettarten entscheidet darüber, welche Märkte überhaupt auf dem Wettschein erscheinen.

Das Urteil zu Jouez Sport fällt damit an derselben Stelle wie bei Sporttip, aber aus dem umgekehrten Grund. Hier stimmt die Landkarte für die Westschweiz, und der Vergleich mit einem ausländischen Anbieter endet nicht bei der Bequemlichkeit, sondern bei der Bewilligung: Kein Cricket-Markt einer Seite ohne Schweizer Zulassung wiegt die Registeranbindung auf, die mit diesem Konto entsteht. Wer in der Romandie wohnt und Cricket im bewilligten Rahmen spielen möchte, hat hier den einzigen Wettschein, der nicht mit einem Wohnsitzproblem beginnt.

Betscore – ohne Schweizer Bewilligung

Betscore hat keine Schweizer Bewilligung; die berichtete Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung, und das ist nach dem Gesetz so und nicht nach Auslegung. Praktisch heisst das: keine Verbindung zum schweizerischen Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und über DNS von den Telekom-Anbietern blockiert werden. Blockierte Adressen werden binnen Stunden ersetzt, was die Zahl der erreichbaren Seiten konstant hält und den Schutz konstant durchlässig.

Was auf dieser Marke für Cricket zu finden ist, steht nicht in Schweizer Quellen und lässt sich deshalb hier nicht verbindlich beschreiben. Wer sie prüft, prüft sie in ihren eigenen Bedingungen und nicht gegen eine Schweizer Liste. Die Bewertung fällt entsprechend schmal aus: Es ist ein Referenzpunkt in diesem Vergleich, kein Wettschein mit Schweizer Anbindung.

22Bet – ohne Schweizer Bewilligung

Bei 22Bet steht dieselbe Ausgangslage: keine Schweizer Bewilligung, damit keine Wirkung der berichteten Bewilligung im hiesigen Recht, keine Einbindung in das Sperrregister und kein Schweizer Rechtsweg für Streitigkeiten. Die Domain gehört zu den Adressen, die über die Sperrliste blockiert werden können.

Für einen Schweizer Cricket-Wettenden ist damit die Liste der Prüfpunkte vorgegeben, bevor überhaupt ein Markt betrachtet wird: Wo wird der streitige Fall entschieden, falls einer entsteht? Wie wird die Auszahlung abgewickelt, und auf welches Konto? Die Antworten stehen in den Bedingungen der Marke, nicht in einer Schweizer Verordnung. Das Urteil: als Marktplatz auffindbar, als Wettschein ohne Schweizer Rückhalt, und damit für die hier beschriebene Fragestellung eine Grösse, die nur als Referenz funktioniert.

bet-at-home – ohne Schweizer Bewilligung

bet-at-home führt keine Schweizer Bewilligung und wird von der Aufsicht auch namentlich im Zusammenhang mit dem Domain-Hopping genannt, ebenso wie Interwetten; daneben nennt die Gespa bet365 als auf der Liste stehend. Das ist ein Hinweis darauf, dass der Umgang mit den Sperren dieser Marken Teil des Instrumentariums ist, das die Schweiz gegen unerlaubte Angebote einsetzt.

Für Cricket ergibt sich daraus kein eigenes Bild, und es soll keines gezeichnet werden. Was bleibt, ist dieselbe Bewertungslinie wie bei den anderen Marken dieser Gruppe: keine Registeranbindung, kein Schweizer Verfahrensweg, keine Aufsicht. Dass eine Domain auffindbar ist oder nicht, ändert an einer Bewilligung nichts.

Betify – ohne Schweizer Bewilligung

Wie die übrigen Marken dieser Gruppe: keine Schweizer Bewilligung, berichtete Bewilligung ohne Geltung, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Blockierung der Domain über die Sperrliste möglich.

Bemerkenswert an dieser Zeile ist weniger die Marke als die Wiederholung. Acht Mal derselbe Befund ist keine Faulheit des Vergleichs, sondern der Befund selbst. Der Schweizer Markt für Sportwetten ist abschliessend geordnet, und die acht Referenzen zeigen, wie gleichförmig die Lage ausserhalb dieses Rahmens ist. Wer eine Marke sucht, die in irgendeinem Punkt anders dasteht, sucht ausserhalb dieses Rahmens und bei den eigenen Bedingungen der Marke.

ZotaBet – ohne Schweizer Bewilligung

ZotaBet: dieselbe Ausgangslage, dasselbe Ergebnis. Keine Schweizer Bewilligung, keine Wirkung einer ausländischen Bewilligung hier, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Eintrag möglich.

Für die Entscheidung bedeutet diese Zeile nichts Neues, und deshalb steht hier auch nichts Neues. Was bleibt, ist die Prüfreihenfolge, die für alle acht gleich aussieht und bei den ersten beiden Buchstaben schon endet: Bewilligung vorhanden oder nicht.

BetAlright – ohne Schweizer Bewilligung

BetAlright trägt keine Schweizer Bewilligung; die berichtete Bewilligung wirkt in der Schweiz nicht, das Sperrregister kennt die Marke nicht, und die Domain kann per DNS blockiert werden. Ein Schweizer Gerichtsweg steht nicht zur Verfügung.

Die inhaltliche Bewertung endet an derselben Stelle wie bei den fünf Marken davor. Was bleibt, ist der Unterschied zwischen Auffindbarkeit und Zulassung: Eine Seite, die sich öffnet, ist damit nicht erlaubt, und eine Marke, die Cricket-Märkte zeigt, ist damit nicht unter Aufsicht.

N1 Bet – ohne Schweizer Bewilligung

N1 Bet reiht sich ohne Abweichung ein: keine Schweizer Bewilligung, keine Geltung der berichteten Bewilligung, keine Einbindung ins Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Blockierung der Domain. Das ist die achte Wiederholung desselben Satzes – für die Sortierung nicht befriedigend, für die Leserin aber eine Information.

Dass sich unter acht Marken keine einzige findet, die eine Schweizer Bewilligung vorweist, ist kein Zufall der Auswahl. Es gibt keine weitere. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt, und diese Beschränkung ist der Grund, warum der Vergleich so einseitig ausfällt.

BetFury – ohne Schweizer Bewilligung

BetFury schliesst die Referenzliste ab, mit derselben Konstellation: keine Schweizer Bewilligung, berichtete Bewilligung ohne Kraft in der Schweiz, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Verfahrensweg, Sperrlisten-Eintrag möglich. Die Endung der Domain ändert daran nichts – eine Bewilligung ist ein Dokument, keine Adresse.

Der Blick auf das Ende der Liste macht das Muster sichtbar, das ein Vergleich an acht gleichlautenden Zeilen nicht zeigen kann: Der Unterschied zwischen den acht liegt nicht in der Bewilligungszeile, weil es dort keinen Unterschied gibt, sondern in der Frage, wer den Streit entscheidet, wenn die Partie wegen Regens als «No Result» gewertet und die Erstattung bestritten wird. Wer das für sich geklärt hat, hat den Vergleich für sich entschieden. Alle anderen fahren mit einer Sportart, die zwei Türen hat – und mit dem Hinweis, dass die zweite in ein Haus ohne Schweizer Hausrecht führt.

Häufige Fragen zu Cricket-Wetten in der Schweiz

Kann man in der Schweiz bei Swisslos oder Loterie Romande auf Cricket wetten?

Nur wo die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten Cricket aufführt. Die Liste kennt Versionsnummern und Daten, und Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe stehen nur darin, wenn sie ausdrücklich erwähnt sind. Ein Cricket-Wettschein ausserhalb der Liste ist in der Schweiz nicht zulässig, unabhängig davon, welcher Veranstalter das Feld zeigt. Prüfen sollte man das beim eigenen Veranstalter.

Was bedeuten Test-Match, One-Day-Spiel und Twenty20 für die Auswahl der Wetten?

Die Länge bestimmt, wie lange ein Markt lebt. Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage mit drei Sessions von je rund zwei Stunden täglich, ein ODI umfasst in der Regel 50 Overs pro Innings, ein T20 deren 20 mit höchstens 75 Minuten je Innings. Kurze Formate lassen Quoten schnell springen; lange Formate verzeihen eine vorschnelle Wette eher, lassen aber Draw und Wetter als eigene Ausgänge ernst werden.

Wie wirkt sich die Duckworth-Lewis-Stern-Methode bei Regenunterbrechungen auf eine Wette aus?

Sie berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in unterbrochenen Limited-Overs-Spielen. Wird die Mindestzahl an Overs nicht gespielt – 20 in einem 50-Over-Spiel, fünf im Twenty20 –, wird die Partie als «No Result» gewertet, sofern keine Mannschaft all out ist oder das Ziel früher erreicht. Ob und wie dann erstattet wird, regeln die Bedingungen des Veranstalters.

Wie berechnet sich der Gewinn bei Cricket-Wetten aus Einsatz und Quote?

Rückzahlung gleich Einsatz mal Quote, der Nettogewinn gleich Einsatz mal Quote minus eins. Bei einer Kombinationswette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine zu einem Preis, weshalb zwei Cricket-Märkte derselben Partie schnell zu einer abhängigen Kombination und nur über die Bet-Builder-Funktion zulässig sind. Der Einsatz kommt bei einer gewonnenen Wette zurück, der Gewinn darüber hinaus.

Wie lässt sich die Marge in Cricket-Quoten abschätzen?

Kehrwert jeder angebotenen Quote bilden, die Kehrwerte addieren, den Rest auf hundert bilden. Bei einem Zweiwegemarkt mit je 1.90 beträgt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also 95 Prozent, und die Marge 5 Prozent der Einsätze. Bei mehreren Ausgängen steigt die Zahl der Kehrwerte im Nenner, und die Marge wächst mit ihnen.

Wie werden Gewinne bei ausländischen Wettseiten im Vergleich zu Sporttip-Gewinnen besteuert?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei, darüber hinaus wird die Verrechnungssteuer von 35 Prozent einbehalten; der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, der kantonale weicht ab. Ausländische Gewinne unterliegen keiner Verrechnungssteuer, können kantonal aber vollständig als Einkommen gelten. Bei Fragen hilft die kantonale Steuerverwaltung.

Inhalt erstellt vom Team «kombibonusch»