Lucky 31 Wetten im 2026-Vergleich: fünf Tipps, 31 Wetten, zwei Veranstalter
Ladevorgang...
Stand: Oktober 29, 2026 — geprüft gegen die Bewilligungen und Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport).
Die Lucky 31 ist die Wette, die den Anfänger am schnellsten überrascht und den erfahrenen Spielenden am häufigsten rettet. Wer fünf Spiele tippt und alle fünf richtig hat, gewinnt sie in einer gewöhnlichen Kombiwette genau einmal. Bei der Lucky 31 gewinnt er sie einunddreissigmal — vorausgesetzt, er hat vorher den Einsatz einunddreissigmal bezahlt. Das ist der ganze Mechanismus, und er ist ein Rechenproblem, kein Glücksproblem. Deshalb führt diese Seite mit der Struktur an und nicht mit dem Angebot.
Wer in der Schweiz Sportwetten abschliessen will, hat dafür genau zwei Adressen. Nur Swisslos, das unter dem Namen Sporttip auftritt, und die Loterie Romande mit ihrem Produkt Jouez Sport dürfen hier Wetten veranstalten, und jede der beiden bedient ihr eigenes Gebiet. Für einen Teil der Leserinnen und Leser heisst das: ihre Sorte Wettschein gibt es in ihrer Region gar nicht. Ausländische Marken sind trotzdem überall ein Klick entfernt, und die Gespa führt sie auf einer Sperrliste. Wer die Wahl hat, trifft sie zwischen einem vollständig regulierten Angebot mit engem Programm und einem unregulierten mit weiterem — nicht zwischen einem sicheren und einem gefährlichen Weg.
Wettebene für Wettebene: wie eine Lucky 31 gerechnet wird
Eine Lucky 31 ist eine Systemwette auf fünf Voraussagen mit insgesamt 31 einzelnen Wetten: fünf Einzelwetten, zehn Doppelwetten, zehn Dreierwetten, fünf Vierfachwetten und eine Fünffachwette. Die Einzelwetten sind ausdrücklich dabei, und genau darin unterscheidet sich die Full-Cover-Wette von einer gewöhnlichen Kombination, die nur dann zahlt, wenn alles aufgeht. Die Bezeichnung «Full Cover» sagt es nüchtern: die Wette deckt jede Gruppierung ab, die sich aus den fünf Tipps bilden lässt, von der kleinsten bis zur grössten.

Die Zahlen sind keine Erfindung der Buchmacher, sondern Kombinatorik. Aus fünf Spielen lassen sich zehn Paare bilden — fünf Elemente, aus denen man zwei auswählt, ergeben zehn Möglichkeiten. Dasselbe gilt für die Dreiergruppen, denn ob ein Spiel danebenliegt oder drei von dreien fehlen: die Anzahl der Wege dorthin ist symmetrisch. Die Vierergruppen sind wieder fünf, weil fünfmal genau ein Spiel ausgelassen wird. Am Ende steht die eine Fünferkombination, die alles verlangt. Fünf plus zehn plus zehn plus fünf plus eins ergibt einunddreissig, und keine dieser Zahlen ist eine Zierde: jede von ihnen ist eine Zeile auf dem Wettschein und ein Einsatz, der vom Konto geht.
Für den Vergleich mit der Verwandtschaft hilft der Schrittmassstab. Eine Lucky 31 umfasst eine Auswahl mehr als die Lucky 15 (4 Auswahlen, 15 Wetten) und eine weniger als die Lucky 63 (6 Auswahlen, 63 Wetten). Die Namenszahlen sind nichts anderes als die Summe der Teilwetten, und sie verdoppeln sich mit jeder zusätzlichen Auswahl. Vier Auswahlen ergeben fünfzehn Positionen, fünf ergeben einunddreissig, sechs ergeben dreiundsechzig. Wer von der Lucky 15 auf die Lucky 31 wechselt, verdoppelt seinen Einsatz auf der Wettebene und zusätzlich den Grundbetrag, weil ein sechster Auswahlwert dazukommt. Der Sprung ist deshalb nicht ein Schritt, sondern zwei gleichzeitig.
Was die Teileinsätze betrifft, so hängen sie an einer einzigen Zahl: dem Einsatz pro Teilwette. Wer pro Zeile CHF 2 setzt, findet auf dem Wettschein CHF 62 Gesamteinsatz, weil jede der einunddreissig Positionen diesen Betrag trägt. Wer pro Zeile CHF 1 setzt, landet bei CHF 31 — der Betrag, nach dem die Wette benannt ist. Das ist die unauffälligste und gleichzeitig folgenreichste Eigenschaft der Lucky 31: der Betrag, an den man beim Setzen denkt, ist immer der Preis einer einzelnen Zeile, während die Abrechnung den einunddreissigfachen Wert des Getippten verlangt.
Wo die Quote sitzt und wo der Quotenschlüssel
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote (bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten) und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einer Systemwette wird dieses Verfahren nicht einmal angewandt, sondern einunddreissigmal, mit einunddreissig verschiedenen Gesamtquoten. Die Reduktion auf Rappen mag bei einem einzelnen Schein belanglos wirken. Bei einunddreissig Buchungen rundet das System einunddreissigmal — und zwar jeweils nach unten, denn die Rundung auf 5 Rappen ist aus Sicht des Veranstalters kein Zufall.

Neben der konkreten Quote steht der Quotenschlüssel, in der Marktsprache auch Auszahlungsquote genannt: der Anteil aller Einsätze, den ein Markt an die Wettenden zurückgibt. Er berechnet sich als 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes, und die Marge ist 100 Prozent minus diesem Wert. Diese Marge steckt in jeder der einunddreissig Positionen doppelt oder dreifach, sobald eine Auswahl in mehr als einer Teilwette sitzt — eine der zehn Doppelwetten enthält dieselbe Fussballpartie, die auch in jeder Dreier-, Vierer- und Fünfergruppe mitgerechnet wird. Der eigene Vorteil des Veranstalters wird also nicht einmal abgezogen, sondern bei jeder Wettebene erneut.
Sporttip lässt ausserdem voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombinieren; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für eine Lucky 31 auf fünf Partien desselben Turniers ist das kein Nebensatz. Wer zwei Spiele eines Tages verbindet, ohne das Angebot dafür zu nutzen, riskiert, dass am Ende nichts steht.
Wann die Absage den Schein zerlegt
Ein einzelnes Spiel kann eine Systemwette in ihrer Grösse verändern, und die Regel dafür ist präzise. Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt —, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Diese Quote 1.00 in einem Multiple ist nicht die Rückgabe des Einsatzes. Sie nimmt einen Faktor aus dem Produkt, aus dem die Gesamtquote der betroffenen Teilwetten entsteht, und lässt die restliche Rechnung unverändert. Bei einer Lucky 31 trifft das bis zu sechzehn der einunddreissig Positionen gleichzeitig, nämlich jede, in der das abgesagte Spiel steckt. Das ist der Grund, warum die Einzelwetten auf einem Full-Cover-Schein mehr sind als eine freundliche Zugabe: solange noch eine einzige der fünf Voraussagen aufgeht und ihrerseits über der kritischen Schwelle liegt, bleibt der Schein im Rennen.
Bei den Livewetten gilt für Sporttip, dass die Wette unabhängig davon zählt, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, werden mit Quote 1.00 gewertet, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. In eine Fünfergruppe übertragen heisst das: eine Vorhersage kann nachträglich zu einem neutralen Faktor werden und die Gewinnaussicht der übrigen vier zusammen mit ihr herabsetzen, ohne dass dabei etwas zurückerstattet wird.
Der gelegentliche Irrtum beruhigt dagegen weniger, als er sollte: die Einzelwetten retten einen Schein, aber sie retten nicht die Bilanz. Fünf Treffer aus fünf bleiben der Fall, an dem die anderen dreissig Wetten hängen, und drei Treffer aus fünf, die in einer soliden Kombiwette an der Kasse gescheitert wären, tragen eben nur die bescheidenen Ebenen — jene Zeilen, deren Gesamtquote kaum über der Schwelle liegt, ab der eine Wette überhaupt zählt.
Was 31 Positionen tatsächlich ausschütten
Wer die Lucky 31 auf dem Papier prüfen will, kommt mit drei Voraussagen aus. Genommen werden fünf Auswahlen zu den Quoten 1.50, 2.00, 2.50, 1.80 und 2.20, ein Einsatz von CHF 1 pro Zeile, also CHF 31 für den ganzen Wettschein. Das sind Beispielwerte, kein Angebot: keine dieser Quoten steht auf einem Wettschein, und keine gilt für ein bestimmtes Spiel.
Sind alle fünf richtig, multiplizieren sich die Quoten über alle Ebenen, und der Schein zahlt mehr als das Hundertfache des Zeileneinsatzes zurück — bei diesen fünf Werten liegt die Summe der einunddreissig Rückzahlungen über CHF 120, bei CHF 31 Gesamteinsatz. In diesem Extremfall zählt jede Position mit, denn keine einzige kann verlieren.
Sind vier der fünf richtig und fehlt ausgerechnet die Vorhersage mit der Quote 2.50, dann bestehen elf der einunddreissig Positionen weiter. Die Summe dieser elf Rückzahlungen liegt zwischen CHF 13 und CHF 14 — mitten hinein in die Grösse des Gesamteinsatzes und nicht darüber hinaus. Fällt dagegen die Quote 1.50 aus und gehen die vier höheren Quoten auf, liegt die Summe der erhaltenen Positionen zwischen CHF 24 und CHF 26. Ob der Schein bei einem Fehler noch trägt, hängt also an der Grösse, die fehlt, und nicht nur an der Zahl der Fehler. Genau das ist der Fall, den Werbetafeln gern weglassen, weil Erfolg hier nicht ein Ergebnis ist, sondern eine Bandbreite: bei vier Treffern reicht das Ergebnis von einer kleinen Rückgabe bis unter den Einsatz.
Bei drei richtigen aus fünf kommen die Einzelwetten und der einzige Dreier in Betracht, der die drei Getroffenen verbindet. Die Rückzahlung bewegt sich grob zwischen CHF 1 und CHF 10 — bei den teuersten Kombinationen dieser Liste noch über dem Zeilenbetrag, in der Regel aber nur ein Bruchteil des eingezahlten Geldes. Zwei Treffer bezahlen die beiden Einzelwetten und das eine richtige Paar, und der Rest des Gesamtbetrags ist weg. Bei einem Treffer bleibt genau eine Zeile. Dann wird kein Geld zurückgegeben, sondern die eine Quote gutgeschrieben.
Zwei Regeln aus den Schweizer Reglements begrenzen dieses Bild von oben und von unten. Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000; eine Kombiwette umfasst dort zwei bis zehn Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Diese Obergrenze von 100’000 pro Kombination ist bei fünf Auswahlen mit mittleren Quoten weit entfernt und bei fünf Aussenseitern schnell erreicht. Wer eine Lucky 31 mit mehreren sehr langen Quoten plant, sollte vorher nachrechnen, ob die Gesamtquote der Fünfergruppe noch unter der Marke liegt — darüber ist die Position von Anfang an nicht mehr zu gewinnen, bezahlt aber weiter ihren Einsatz.
Rechtlich bleiben Wetten in der Schweiz bei zwei Veranstaltern
Die beiden Gründe liegen offen. Zum einen ist eine Online-Sportwette in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist, und wird von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, beaufsichtigt — nicht von der ESBK, die nur die Casinos kontrolliert. Eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel sind nötig, und eine Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Zum anderen haben die Kantone die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher existiert nicht, weil es keine gibt; die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der gesperrten ausländischen Domains. Die Nettoerträge gehen nach Art. 125 BGS an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen.
Die regionalen Gebiete sind die zweite Hürde, und sie entscheiden öfter als der Geschmack, welches der beiden Angebote überhaupt in Frage kommt. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Ein Onlinekonto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz voraus und in der Praxis im Gebiet der jeweiligen Gesellschaft. Wer in Zürich wohnt, kann kein Konto bei Jouez Sport eröffnen, und wer in Genf wohnt, keines bei Sporttip. Das ist keine Bequemlichkeit der Veranstalter, sondern die Struktur.
Ein Ausweis wird bei der Online-Registrierung bei Swisslos ohnehin verlangt. Zur Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Das Wichtigste zur Bewilligungslage ist die Gegenprobe. Ausländische Marken sind hier nicht deshalb ein Problem, weil ihre Lizenz gefälscht wäre, sondern weil sie gar keine Schweizer Geltung hat. Eine ausländische Bewilligung — ob Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land — hat in der Schweiz keine Geltung nach Art. 4 BGS. Die Veranstaltung von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar; bei gewerbsmässigem Betrieb geht es um Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. Der Spielende wird nicht bestraft. Wer bei einem nicht bewilligten Anbieter setzt, verliert den Schutz des Gesetzes, seine Identität wird nicht gegen die Spielsperre abgeglichen, und der Zugang zu Schweizer Schutzinstrumenten fehlt. Kommt es zu einem Streit, gibt es keine Schweizer Instanz, an die man sich wenden könnte.
Blockiert wird technisch, nicht durch Erziehung. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren; die erste Liste erschien am 3. September 2019, am Ende des Jahres 2025 standen 671 Domains darauf. Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — die Gespa nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home und führt bet365 als auf der Liste. Für den Leser ist das die praktischste Information dieser Seite: eine Marke, die heute erreichbar ist, muss nicht erreichbar bleiben, und ein Konto bei ihr kann von einem Tag auf den anderen am Zugang scheitern.
Kurz, was im Gesetz nachzuschlagen ist: Wetten dürfen in der Schweiz nur bei den beiden bewilligten Veranstaltern abgeschlossen werden, und Anbieter mit ausländischer Lizenz haben hier keine Geltung.
Wer sich welche Verlustlimite setzen muss
Verantwortungsvolles Spielen ist im Schweizer Modell keine Bitte an den Betreiber, sondern eine Pflicht, die den Betreiber trifft — und die Grenze, die dabei gesetzt wird, setzt der Spielende selbst. Die Limiten sind keine Tabelle, die der Staat vorgibt: Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste verlangen, und Swisslos sowie die Loterie Romande ziehen die Frist für eine Erhöhung in ihren eigenen Bedingungen auf 72 Stunden. Ein gesetzlicher fester Einzahlungsdeckel existiert in der Schweiz nicht.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen mit einer Oberlimite von CHF 9’999, unter 21 Jahren von CHF 1’000; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Diese Werte sind ursprünglich, und genau darin liegt ihre Stärke. Wer sich eine Verlustlimite von CHF 10 am Tag setzt, hat den ganzen Streit mit sich selbst an einem Nachmittag erledigt, an dem er noch nüchtern ist — und die Erhöhung dieser Limite lässt ihn danach 72 Stunden an sich arbeiten, wenn er sie überhaupt will. Das ist unbequem eingerichtet, und das ist Absicht.
Ein Paket aus vielen Teilwetten bindet schnell einen grösseren Betrag, und deshalb schneiden die Limiten bei einem Full-Cover-Schein anders als bei einer einzelnen Wette. Wer den Einsatz auf den Wettschein als Massstab nimmt — CHF 2 pro Zeile, CHF 62 für die Lucky 31 — kann eine Verlustlimite von CHF 50 für sieben Tage in einer einzigen Buchung ausschöpfen, obwohl er zwei einzelne Wetten als verschwindend klein empfinden würde. Die richtige Vergleichsgrösse ist der Kontostand nach dem Setzen, nicht die Zahl auf der Zeile oder in den Gesamtbetrag gestapelten Betrag.
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden und unter Einbezug einer Fachstelle. Wer ausgeschlossen ist oder minderjährig ist, hat nach Art. 45 BGS keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne — das ist der Punkt, an dem eine Selbstsperre eine Zahlungssperre wird, und er ist der stärkste Hebel, den ein Spielender in der Schweiz überhaupt hat. Ein eigener Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden.
Die Bewilligungen der beiden Veranstalter sind neu und werden geprüft, und sie werden es nicht immer sein. Wer heute auf dieser Seite nachliest, sollte im Hinterkopf behalten, dass ein Bewilligungsstand das Papier eines Tages widerspiegelt. Die beiden Schweizer Adressen bleiben davon am wenigsten bewegt; ein Name mit ausländischer Bewilligung kann dagegen jederzeit auf der Sperrliste landen, die amtlich fortgeschrieben wird. Wer sein Konto trotzdem dort führt, tut es mit einem Tag Vorlauf, den er selbst einplanen muss.
Für die eigene Kalkulation gibt es am Ende nur eine Ziffer, die unaufgefordert kommt: Was ein Schein wiegt, wird vor dem Setzen entschieden. Wer den entscheidenden Satz in einer Beratungsstelle oder bei einem Steuerberater nachlesen will, findet die harten Teile der Reglements in den Spielregeln der beiden Veranstalter, und die Marge eines Angebots schlicht in seiner Quote. Beides ist überprüfbar und beides ist nützlich.
Die beiden Wege im Vergleich
Auf der Suche nach einem Platz für eine Lucky 31 begegnen einem zwei Gruppen von Namen: die zwei bewilligten Veranstalter und zehn ausländische Marken, die ohne Schweizer Bewilligung arbeiten. An dieser Stelle sollen zuerst die Gruppen und ihr Betriebsrahmen stehen, dann die einzelnen Namen. Eine Lucky 31 auf fünf Auswahlen ist keine exotische Konstruktion, aber nicht jedes Reglement sieht eine vollständige Abdeckung vor: bei Jouez Sport sind Kombinationen auf zwei bis zehn Voraussagen angelegt, nicht auf die Untergruppen einer Full-Cover-Wette. Ob die 31 Positionen überhaupt buchbar sind, ist deshalb die erste Frage an jedes Angebot.
Die Tabelle vergleicht die Voraussetzungen, unter denen ein Platz für eine Lucky 31 überhaupt entsteht. Genannt wird pro Name, ob eine Schweizer Bewilligung besteht oder nicht, und worauf sich eine Bewilligung stützt.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Grundlage oder gemeldete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | ja, Veranstalter- und Spielbewilligung | Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020), Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa |
| Loterie Romande Jouez Sport | ja, Veranstalter- und Spielbewilligung | Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020), Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa |
| IviBet | nein | ausländische Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz |
| bet365 | nein | ausländische Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz; von der Gespa auf der Sperrliste geführt |
| Jackbit | nein | ausländische Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz |
| Sportaza | nein | ausländische Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz |
| HornetBet | nein | ausländische Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz |
| Bahigo | nein | ausländische Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz |
| FortuneJack | nein | ausländische Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz |
| Coolzino | nein | ausländische Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz |
Was die Kontrolle nicht leistet, ist die Kontrolle an der Verkaufsstelle. Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt, und an Verkaufsstellen wurde in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer glaubt, das Papier schütze, wird hier eines Besseren belehrt; die Registrierungsprüfung mit Ausweisabgleich gilt für das Onlinekonto, nicht für die Theke im Kiosk. Für die Lucky 31 heisst das: Online ist der geprüfte Weg, und die Verkaufsstelle ist es nicht zwangsläufig.
Jede Schweizer Auszahlung läuft auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers — anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es in der bewilligten Schweizer Sportwette nicht, und eine Kreditgewährung an Spielende ist untersagt. Wer sein Guthaben bei einer ausländischen Marke hält, muss mit deren eigenen Zahlungswegen rechnen; über Schweizer Schutzregeln ist damit nichts gesagt. Der Sporttip-Kombiboost wiederum gilt nur online für Prematch, Live und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50, wobei der Bonus auf den Nettogewinn 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen beträgt und Einsatz wie Gewinnerhöhung limitiert sind. Auf einer Lucky 31 ist dieser Boost der einzige Mechanismus, der etwas am Auszahlungsbetrag ändert, und er greift nur, wenn genügend Voraussagen die Schwelle von 1.50 überschreiten.
Was der Vergleich nicht kann, ist eine Quote als Argument zu benutzen. Ein Preis gehört zu einem bestimmten Markt an einem bestimmten Tag, und weder die Gesamtquote einer Fünferkombination noch die Marge der Wettmärkte, aus denen sie zusammengesetzt wird, ist eine Konstante. Wer zwei Angebote nach ihrer Quote vergleicht, vergleicht zwei Aufnahmen desselben Nachmittags.
Die zehn Namen im Einzelnen
Swisslos Sporttip: der einzige Veranstalter mit einem vollständigen Full-Cover-Reglement
Swisslos ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, und sie veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Damit ist sie die erste der beiden Adressen, zwischen denen sich die Wahl in der Schweiz überhaupt abspielt. Die Bewilligung ist eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel nach dem Geldspielgesetz, und die Aufsicht liegt bei der Gespa. Wer hier spielt, spielt in dem Rahmen, den das Gesetz kennt, und genau das ist die eigentliche Ausstattung des Angebots.
Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer ausserhalb dieses Gebiets wohnt, bekommt nach der Ausweisprüfung kein Konto, und daran ändert auch die Adresse der Website nichts. Für einen Wohnsitz in der Westschweiz ist Sporttip keine Option, und der nächste Abschnitt dieser Aufstellung ist entsprechend der zweite, nicht der zweitbeste.
Bei den Einsätzen ist Sporttip der grosszügigere der beiden, und das ist der Punkt, der für eine Lucky 31 am meisten zählt. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer eine Full-Cover-Wette mit CHF 5 pro Zeile setzen will, steht bei CHF 155 Gesamteinsatz und bleibt damit weit unter der Grenze für eine Systemwette. Bei einer Kombiwette wäre derselbe Betrag bereits ein Mehrfaches des dortigen Höchstsatzes. Diese Differenz ist der praktischste Grund, warum die Lucky 31 bei Sporttip überhaupt in vernünftigen Grössen spielbar ist.
Der Kombiboost gilt nur online für Prematch, Live und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, und Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Für eine Lucky 31 mit fünf Voraussagen heisst das: Greifen alle fünf Quoten die Schwelle, greift der Boost, und dann auf jeder der gewinnenden Positionen, die aus diesen fünf gebildet werden. Das ist die einzige Stelle, an der sich der Charakter einer Systemwette in den Bedingungen wiederfindet, und sie ist keine Kleinigkeit.
Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Für eine einunddreissig Positionen umfassende Wette heisst das: Es gibt keinen Weg, einzelne Beine zu schliessen und den Rest laufen zu lassen. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Ein Teilverkauf einer guten Hälfte ist damit nicht vorgesehen; wer die Wette verkaufen will, verkauft sie ganz, und zwar zu einem Preis, der unter dem liegt, was er sich beim Setzen ausgerechnet hat.
Bei der Verwaltung des Guthabens ist Sporttip deutlich begrenzter. Spielguthaben auf dem Wallet kann per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden, mit einem Mindestbetrag von CHF 20; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Der Mindestkauf von CHF 20 ist der Alltagsärger dieses Modells: Wer gern klein einsetzt, muss bei jedem Kauf mehr aufladen, als ein einzelner Schein kostet, und ein Restguthaben bleibt auf dem Konto liegen. Dass das Guthaben zugleich die Bezugsgrösse für die Einzahlungslimite ist, macht die Regelung aber verständlich.
Und dann ist da der Ablauf. Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos; eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Ein halbes Jahr ist für ein Onlinekonto reichlich Zeit, aber die Frist läuft ab der Bekanntmachung, nicht ab dem Moment, in dem man sich einloggt. Wer Sporttip nur sporadisch nutzt, sollte gelegentlich nachsehen, was auf dem Konto liegt.
Die bewusste Kehrseite: das Programm ist ein geschlossener Katalog. Was gesetzt werden darf, folgt einer amtlichen Liste zulässiger Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, und in ihrer jeweils geltenden Fassung zeigt sie keine Corner- oder Kartenmärkte und keinen Esport-Bereich; Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe sind nur dabei, wenn die Liste sie führt. Wer über eine Systemwette Nebenmärkte abdecken will, findet sie hier nicht. Die Kombination aus dem weiten Reglement, dem hohen Systemeinsatz und dem engen Marktkatalog macht Sporttip zum klarsten Platz für eine Lucky 31 auf Hauptmärkte — und nicht zum Platz für eine, die auf Sonderbedingungen gebaut ist.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus dem Produkt der Einzelquoten, und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einunddreissig Positionen rundet Swisslos einunddreissigmal. Wer eine Lucky 31 mit sehr kleinen Teileinsätzen plant, sollte das wissen, bevor er sich über die Differenz zur eigenen Tabelle wundert.
Und schliesslich die Grenze, die in jedem dieser Punkte mitschwingt. Regelmässige Spielende müssen bei Swisslos vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999, unter 21 Jahren von CHF 1’000; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Ein Wettschein über CHF 155 ist gegen eine Tageslimite von CHF 9’999 kein Problem. Er ist es gegen die eigene, niedrigere Limite sehr wohl, und die Erhöhung wartet dann drei Tage.
Loterie Romande Jouez Sport: die Variante mit der harten Deckelung nach oben
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Wie Sporttip arbeitet sie auf der Grundlage der Interkantonalen Vereinbarung vom 20. Mai 2019 und unter Gespa-Aufsicht, mit einer Veranstalter- und einer Spielbewilligung. Wer in Freiburg, Genf, Neuenburg, Waadt, Wallis oder Jura wohnt, hat hier sein Konto und bei Sporttip keines. Wer in Zürich wohnt, hat keines hier. Die Auswahl zwischen den beiden bewilligten Angeboten stellt sich in der Praxis über die Wohngemeinde, nicht über den Geschmack.
Die Zahlen liegen bei Jouez Sport an beiden Enden anders. Der Mindesteinsatz online beträgt CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Mindesteinsatz von CHF 2 ist die Zahl, die eine Lucky 31 auf 31 Zeilen zu CHF 62 Gesamteinsatz führt und damit zu einem Betrag, den man als kleine Wette betreibt. Dass auf der anderen Seite die Gesamtdeckelung eines Multiple-Wettscheins bei CHF 7’500 liegt, ist grosszügig gegenüber der Einzelgrenze von CHF 500 — bis zu 3’750 Zeilen von CHF 2. Der begrenzende Faktor ist also der Teileinsatz: Wer CHF 5 pro Zeile setzen will, landet bei CHF 155 und hat kein Problem, wer CHF 300 pro Zeile setzen wollte, wäre doppelt blockiert.
Das ist der grosse Unterschied zu Sporttip im Alltag. Wer pro Zeile rechnen muss und ohnehin klein setzt, wird von der Mindestgrenze von CHF 2 mehr berührt als von jeder Obergrenze, denn auch drei oder vier Zeilen unter dieser Marke fallen weg, und die kleinste Buchung kostet hier bereits das Vierfache der Swisslos-Schwelle. Wer dagegen eine Lucky 31 mit vielen Auswahlen und höherem Teileinsatz plant, findet bei Sporttip mit CHF 10’000 für Systemwetten die luftigere Grenze. Die Wahl ist damit eine Wahl zwischen zwei Formen von Zwang.
Nach oben gibt es die harte Marke. Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000; eine Kombiwette umfasst zwei bis zehn Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die Obergrenze von 100’000 pro Gesamtquote trifft eine Systemwette auf lange Aussenseiter, und die Mindestquote von 1.10 trifft sie am anderen Ende: Eine Voraussage mit einer Quote knapp über 1.00 zählt nicht, und über die Gesamtquote einer Zeile fällt sie aus dem Rennen. Für eine Lucky 31, deren Reiz gerade darin besteht, auch eine schwache Vorhersage über eine Einzelwette zu retten, ist das eine Einschränkung mit Biss — die schwache Vorhersage ist dann im Schein, aber nicht im Spiel.
Ob eine Lucky 31 bei Jouez Sport in dieser Form überhaupt spielbar ist, entscheidet das Reglement und nicht der Wunsch. Das Reglement nennt Kombinationen auf zwei bis zehn Voraussagen; eine Full-Cover-Wette mit den Einzelwetten und allen Untergruppen ist eine andere Konstruktion, und wer sie in der Westschweiz buchen will, muss vorher prüfen, wie Jouez Sport eine Systemwette auf fünf Auswahlen tatsächlich anlegt. Diese Prüfung dauert fünf Minuten im Wettschein und erspart die Enttäuschung, nach dem Setzen festzustellen, dass die Einzelwetten fehlen.
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal liegt in der Vertriebsform. Jouez Sport zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und ist damit auch für Leser ohne Onlinekonto ein Weg — hier gilt ein Mindesteinsatz von CHF 3, und für Multiples von CHF 2. Wer den umgekehrten Weg sucht, findet ihn bei Swisslos in einer Zahl von Verkaufsstellen, die auf der Deutschschweizer Seite vor allem eines sind: die Bühne, an der die Prüfung von Minderjährigen genau jenem Test der Gespa zufolge in 47.5 % von 200 Fällen versagte. Die Verkaufsmaske ist der bequemere Ort und nicht der besser kontrollierte.
Über Zahlungswege und Auszahlungsfristen dieses Reglements ist hier nichts weiter zusammenzutragen. Die Schweizer Grundeinstellung bleibt aber bestehen: Die Auszahlung läuft auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers, und eine Kreditgewährung ist untersagt. Wer sein Konto mit dem Ausweis einer anderen Person führen will, wird bei keinem der beiden Veranstalter weit kommen. Der Registrierungsweg ist derselbe wie bei Swisslos, denn die Wohnsitz- und Altersprüfung gilt für die ganze Schweiz.
Zusammengefasst ist Jouez Sport die richtige Adresse für einen Leser mit Wohnsitz in der Westschweiz, für den der bequeme Weg zur Wette zählt und der mit einem Teileinsatz von CHF 2 pro Zeile gut lebt. Für eine Lucky 31 hoch hinaus ist es die falsche Adresse, und nicht weil die eine Kombination verboten wäre, sondern weil ein Reglement, das Kombinationen von zwei bis zehn Voraussagen kennt und eine Gesamtquote erst ab 1.10 zulässt, ein Full-Cover-Spiel nicht in den Vordergrund stellt. Wer hier wohnt, weiss genau, wie oft er CHF 62 einsetzen will.
IviBet: ein internationaler Sportmarkt ohne Schweizer Bewilligung
IviBet gehört zu den Marken, die dieser Vergleich nach denselben Kriterien bewertet und die kein Schweizer Papier vorzuweisen haben. Es gibt keine Schweizer Bewilligung; die gemeldete Lizenz stammt aus dem Ausland und hat in der Schweiz keine Geltung. Was daraus folgt, ist nüchtern: kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Rechtsweg. Und weil die Gespa ihre Sperrliste laufend ergänzt und gesperrte Domains innerhalb von Stunden ersetzt werden, kommt eine technische Unerreichbarkeit hinzu, die niemand vorher ankündigt. Adressen wie diese sind rechtlich nicht mehr als ein Treffpunkt zweier Nummern, und die Sperrliste entscheidet, ob die erste der beiden noch auflösbar ist.
Über eigene Regeln zu Systemwetten, Mindesteinsätze, Auszahlungswege oder Bearbeitungszeiten ist hier nichts anzuführen. Wo die eigene Leistung im Vordergrund steht, ist der Punkt die Absenz des Schweizer Schutzes, nicht die Grösse eines Angebots. Wer dort trotzdem spielt, spielt mit seinem eigenen Risikoprofil: Die gesamte Spielerschutzarchitektur, an der Swisslos und Loterie Romande gebunden sind, ist für dieses Konto nicht verbindlich.
Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer — im Unterschied zur Schweizer Wette, bei der oberhalb des Freibetrags eine Steuer einbehalten wird. Die kantonale Praxis macht es aber komplizierter: Der Kanton Thurgau betrachtet Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von ihrer Höhe als vollständig steuerbares Einkommen. Wer in einem anderen Kanton wohnt, sollte sich bei der eigenen kantonalen Steuerverwaltung erkundigen, wie dort mit solchen Gewinnen umgegangen wird, denn ein Satz aus einem fremden Kanton sagt über den eigenen nichts.
Das ist die einzige wirkliche Rechnung, die für diese Adresse aufzumachen ist. Der Verlust des Schweizer Rechtswegs lässt sich nicht mit einem Vorteil aufwiegen, den man in einem Reglement nachlesen kann — und wer am Ende wegen eines abgesagten Spiels streiten wollte, stünde ohne Instanz da. Wer ein Konto bei IviBet führt, sollte das als einen Umgang mit einem fremden Angebot betrachten, der keine Schweizer Absicherung kennt.
bet365: die international bekannteste Marke auf der Schweizer Sperrliste
bet365 ist die bekannteste Marke in dieser Aufstellung, und die Bewilligungslage ist dieselbe wie bei allen ausländischen Anbietern: keine Schweizer Bewilligung, keine Geltung eines ausländischen Papiers in der Schweiz, kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Neu ist hier nicht die Rechtsfolge, sondern die Adresse: bet365 steht auf der Sperrliste der Gespa. Das ist der eine Name aus der ausländischen Gruppe, für den sich die Frage nach der Erreichbarkeit nicht mehr mit einem Blick auf die Domain beantworten lässt, sondern mit einem Blick auf die Liste selbst.
Und noch ein Punkt kommt hier schärfer zur Geltung als anderswo. Bekanntheit ist kein Beweis für Zulassung, und sie schützt auch nicht davor, über die Liste blockiert zu werden. Wer so etwas bei einer so verbreiteten Adresse für eine Randerscheinung hält, hat die Sperrliste falsch verstanden.
Der Rest ist der Schweizer Rahmen, und er gilt hier wie überall in dieser Gruppe. Vergleichen lässt sich bei bet365 nichts von den Dingen, die bei Swisslos eine Zahl haben, und der praktische Vorbehalt ist der, der für die ganze Gruppe gilt: Möglicherweise ist das Konto nicht erreichbar, wenn man es öffnen will, und niemand sagt vorher, an welchem Tag. Gewinne aus ausländischen Anbietern sind nicht der Verrechnungssteuer unterworfen, dafür je nach Kanton steuerbar, wozu die eigene Steuerverwaltung im Zweifel zu fragen ist.
Wer bei bet365 trotzdem ein Konto hält, hält es ohne Schweizerschutz und mit einer Wohngemeinde, die über einen Schweizer Weg ohnehin schon entscheidet. Für einen Leser, der die konkreten Schweizer Beträge in den Vergleich einbeziehen will, liefert diese Adresse keine.
Jackbit: eine internationale Adresse ohne Bewilligung und ohne Schweizer Instanz
Bei Jackbit findet man dieselbe Ausgangslage wie bei den vorangehenden Adressen: keine Schweizer Bewilligung, und die gemeldete Lizenz eines anderen Landes entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Jackbit ist damit kein Sonderfall, sondern gehört zu jener Gruppe von Namen, die vor allem als vertraute Oberflächen für ein Publikum erscheinen, das im Schweizer Markt nach Alternativen sucht. Wer dort ein Konto eröffnet, tut es innerhalb eines Rahmens, den die Schweiz nicht prüft.
Praktisch relevant sind an dieser Stelle zwei Dinge. Erstens hat ein Konto bei Jackbit keinen Anschluss an die schweizerische Sperre, was bedeutet: Wer sich bei den Schweizer Veranstaltern hat sperren lassen, ist damit nicht am Zugang zu Jackbit gehindert. Für Spielende, die eine Sperre als Schutzlinie verstehen, ist das der Kern des Problems — und die Aussicht, dass eine Adresse von der Sperrliste erfasst werden kann, kommt als Unsicherheit darüber hinzu, wann sie sich noch öffnen lässt.
Zweitens lässt sich ein Konto nicht mit den Schweizer Schutzwerten bewirtschaften. Es gibt keine Prüfung von Verlustlimiten durch einen Schweizer Veranstalter, keine Schweizer Beratung und keine Schweizer Stelle, an die man sich bei einem Streit über eine Wette wendet. Wer das auf sich nimmt, tut es mit einem Blick auf sein eigenes Verhalten, nicht auf ein Reglement.
Auf der Habenseite steht allein die breitere Oberfläche und die internationale Ausrichtung, die sich mit den Schweizer Gegebenheiten nicht vergleichen lässt. Eine Bewertung, die eine solche Marke neben Swisslos stellt, ohne diesen Unterschied zu benennen, wäre keine Bewertung. Der Unterschied ist keine Zahl, sondern das Fehlen einer ganzen Ebene.
Sportaza: internationale Oberfläche mit derselben Bewilligungslücke
Sportaza steht in derselben Ausgangslage: keine Bewilligung für die Schweiz, und eine ausländische Lizenz, die nach Art. 4 BGS hier keine Geltung hat. Damit fehlt die Anbindung an das Sperrregister, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg und der Anschluss an die Schweizer Aufsicht besteht nicht. Diese Adresse wird deshalb nach denselben Massstäben bewertet wie die übrigen ausländischen Marken — nicht schlechter, aber mit derselben Auslassung, und die Auslassung ist hier der Punkt.
Warum das für eine Lucky 31 mehr wiegt als für eine einzelne Wette, ist schnell erklärt. Eine Systemwette bindet mehr Geld länger als eine einzelne Zeile, und die Regeln, die den Umgang mit einer abgesagten Partie, mit einer nachträglichen Ergebnisseinstufung oder mit einer Auszahlung betreffen, sind genau die Regeln, die man im Streitfall heranziehen möchte. Ohne Schweizer Instanz bleibt davon ein Ablauf, der von fremden Bedingungen bestimmt ist. Wer den Schein also bei einem ausländischen Anbieter aufbaut, sollte ihn nicht grösser machen als den Betrag, dessen Verlust ihn nicht kümmert.
Prüfenswert im eigenen Reglement bleiben die Dinge, die zu jeder Systemwette gehören: die Behandlung abgesagter Begegnungen, die Behandlung von Quotenänderungen und die Frage, welcher Teileinsatz je Position gilt. Nicht jeder Anbieter rechnet die Systemwette so, wie der Spieler sie im Kopf hat.
Bleibt die Bewertung. Sportaza bietet eine internationale Oberfläche zu einem Schweizer Spiel ohne Schweizer Schutz — für einen Leser, der die zwei bewilligten Wege ohnehin prüft, ist das kein weiterer Kandidat, sondern die andere Seite des Vergleichs. Ein Konto hier ist eine Entscheidung gegen den regulierten Rahmen, und sie lässt sich nicht damit aufwiegen, dass die Oberfläche vertraut aussieht.
HornetBet: ein weiterer Name ohne Bewilligung und ohne Sperranbindung
HornetBet führt keine Schweizer Bewilligung. Für eine Bewertung heisst das, dass die wichtigste Vergleichsdimension dieser Seite ausfällt: Es gibt keine Veranstalterbewilligung, keine Spielbewilligung, keine Aufsicht durch die Gespa und keinen Anschluss an die Schweizer Spielsperre. Ein Konto ist hier von Schweizer Schutzmassnahmen so weit entfernt wie jede Adresse in dieser Gruppe, und die Sperrliste macht das technisch sichtbar.
Für einen Spieler mit Wohnsitz in einem Kanton, in dem das Sporttip- oder das Jouez-Sport-Angebot offensteht, ist der Vergleich dadurch unmittelbar. Auf der einen Seite steht ein Betrag wie CHF 62 für eine Lucky 31 mit zwei Franken pro Zeile, mit Schweizer Auszahlungsregeln, Schweizer Alters- und Wohnsitzprüfung und einer Limitenverwaltung, die den Wettschein vor dem leichtsinnigen Nachschlag schützt. Auf der anderen Seite steht eine freie Auswahl mit ungewissem Fortbestand des Zugangs, ohne Registerabgleich und ohne Instanz. Die Systemwette ist in diesem Vergleich nicht der Unterschied. Der Unterschied ist, was passiert, wenn etwas schiefgeht.
Wo die Konstruktion einer Lucky 31 eigene Prüfpunkte mitbringt, sind sie hier nicht anders als bei den Schweizer Veranstaltern: die Zahl der Positionen, die Höhe des Teileinsatzes, die Behandlung einer abgesagten Begegnung. Nur steht keine Schweizer Regel hinter der Antwort. Wer sie im Kleingedruckten sucht, findet Bedingungen, die keinem schweizerischen Prüfmassstab unterliegen.
Wer den regulierten Weg wählt, gewinnt Schweizer Schutz und verliert die freie Auswahl. Wer HornetBet wählt, gewinnt die freie Auswahl und verliert den Schutz. Beides ist eine Wahl mit einem Preis, und nur eine davon ist gesetzlich abgesichert.
Bahigo: ohne Bewilligung und ohne Schweizer Auszahlungsregeln
Bei Bahigo wiederholt sich das Bild der Gruppe: keine Schweizer Bewilligung, keine Geltung eines ausländischen Papiers, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Ein Vergleich der Systemwettenregeln über die beiden Gruppen hinweg ist damit nicht zu führen, weil auf der einen Seite ein Prüfmassstab steht und auf der anderen die Bedingungen eines fremden Veranstalters.
Der wichtigste Punkt betrifft Geld. In der Schweiz werden Gewinne und Guthaben nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt; anonyme und Krypto-Auszahlungen kennt die bewilligte Schweizer Sportwette nicht, und eine Kreditgewährung an Spielende ist untersagt. Bei einem Anbieter ausserhalb dieser Ordnung sind Zahlungswege und Auszahlungsmodalitäten dessen eigene Sache, und wer prüfen will, wie eine Auszahlung abläuft, muss sie in dessen Bedingungen nachlesen. Das ist kein Detail — bei einer Wette mit einunddreissig Positionen ist die Auszahlung selbst ein Ablauf mit mehreren Schritten.
Wer einen Schein mit vielen Zeilen spielt, sollte aus genau diesem Grund die Auszahlungsmodalitäten vor dem ersten Einsatz prüfen: Bearbeitungsdauer, Identifizierungsschwelle, allfällige Gebühren. Diese Fragen sind bei einer Adresse ohne Schweizer Bewilligung nicht mit dem Hinweis auf Schweizer Regeln zu beantworten.
Bahigo eignet sich damit für den Leser, der eine internationale Oberfläche sucht und die fehlende Schweizer Absicherung bewusst in Kauf nimmt. Wer Schweizer Auszahlungsregeln als Massstab nimmt, findet hier keine Entsprechung, und das ist keine Kleinigkeit, sondern die ganze Frage.
FortuneJack: Krypto-nahe Oberfläche ohne Schweizer Bewilligung
FortuneJack steht ohne Schweizer Bewilligung da, mit einem ausländischen Papier, das in der Schweiz keine Wirkung entfaltet. Die Anbindung an die Schweizer Spielsperre fehlt, der Rechtsweg ist nicht der schweizerische, und die Aufsicht ist eine andere. Für Leser, die vor allem auf eine breite Produktpalette und Zahlungswege ausserhalb des klassischen Bankennetzes schauen, ist das die Adresse, die in dieser Gruppe am deutlichsten einen anderen Charakter hat als die beiden Schweizer Veranstalter.
Genau dort liegt aber der Bruch mit dem Schweizer Modell. Die Schweizer Sportwette zahlt ausschliesslich auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers aus, kennt keine anonyme Auszahlung und keine Krypto-Auszahlung, und eine Kreditgewährung an Spielende ist untersagt. Wer solche Wege sucht, findet sie in der Schweiz nicht. Wer sie bei einem ausländischen Anbieter nutzt, nutzt sie ausserhalb des Schweizer Rahmens, und die Auszahlung hängt damit an fremden Bedingungen, nicht an Schweizer Regeln.
Wer bei FortuneJack ein Konto führt, sollte entsprechend das ganze Verhältnis als ein Verhältnis zu einem fremden Veranstalter behandeln. Es gibt keine Schweizer Instanz, die einen Streit über eine Wette entscheidet, und die Steuerfrage stellt sich nach kantonalem Recht.
Als Vergleichspunkt taugt die Adresse insofern, als sie zeigt, was ausserhalb der Schweizer Ordnung angeboten wird: ein weiteres Sortiment und Zahlungswege, die die Schweizer Schranken nicht kennen. Wer den regulierten Rahmen als Vorteil liest, liest ihn hier am deutlichsten als Verzicht.
Coolzino: internationales Portfolio ohne Schweizer Zulassung
Coolzino ist die letzte Adresse dieser Gruppe und teilt die Rechtslage der übrigen: keine Schweizer Bewilligung, eine ausländische Lizenz ohne Geltung, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Die Aufnahme dieses Namens in den Vergleich erfolgt nach denselben Kriterien wie bei allen anderen — und die Kriterien machen bei einem Angebot ohne Bewilligung nun einmal die Lücke zum Hauptbefund.
Was ein Leser hier wissen sollte, betrifft die Reihenfolge der Prüfung. Wer eine Lucky 31 plant, prüft zuerst, ob die Konstruktion überhaupt angeboten wird, und dann, zu welchem Teileinsatz. Wer bei einem Anbieter ausserhalb der Schweizer Ordnung prüft, muss zusätzlich prüfen, wie abgesagte Begegnungen behandelt werden, wie Quotenkorrekturen gehandhabt werden und welche Rückzahlungsregel für eine ungültige Position gilt. Diese Fragen entscheiden bei einer Wette mit einunddreissig Positionen über mehr als ein Prozent des Ergebnisses.
Schweizer Schutzinstrumente stehen bei Coolzino nicht zur Verfügung: kein Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Beschwerdeweg. Wer dort spielt, schützt sich selbst, indem er den eigenen Einsatz begrenzt und nicht darauf baut, dass eine Regel im Streitfall hilft.
Damit bleibt es bei einer klaren Zweiteilung. Zwei bewilligte Veranstalter decken ein Gebiet und einen klar umrissenen Markt ab. Alles andere ist rechtlich ungeschützt, und der Spieler trägt die Folgen selbst — bei Coolzino wie bei jeder anderen Adresse in dieser Gruppe. Wer in einem Westschweizer Kanton wohnt und den bequemeren Registrierungsweg sucht, sollte prüfen, ob Jouez Sport die gewünschte Wette als Systemwette führt, bevor er Alternativen erwägt.
Nicht jedes Spielprogramm kennt fünf Spiele an einem Abend
Eine Seite kleiner Anbieter wie Coolzino hat nur begrenzten Nutzen, deshalb ist ein Blick auf die Frage sinnvoll, die für die Lucky 31 zuerst zählt: Ist überhaupt ein Spielprogramm vorhanden, aus dem sich fünf Vorhersagen mit einigermassen brauchbaren Quoten bilden lassen? Beim Schweizer Reglement ist die Sportart eine Frage der zulässigen Liste.
Die zulässigen Wettbewerbe und Wettarten ergeben sich aus der amtlichen Liste zulässiger Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die die Gespa in der Fassung der geltenden Version führt; Qualifikationsrunden sind nur dann dabei, wenn die Liste sie aufführt, Frauenwettbewerbe ebenfalls nur dann, und Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen, Corner- und Kartenmärkte zeigt die Liste nicht, und ein Esport-Bereich fehlt darin. Wer fünf Fussballpartien eines Spieltages zu einer Lucky 31 verbinden will, findet das in der Schweiz bei den Hauptmärkten; wer fünf Nischenmärkte zu einem Schein verketten will, findet sie nicht bei den zwei Veranstaltern, sondern müsste sich ausserhalb der Schweiz umsehen — und hätte dann die ganze Bewilligungsfrage an der Backe.
Für die Praxis bleibt ein Rat, der sich aus der Marge ergibt. Wer eine Systemwette mit einunddreissig Positionen plant, sollte die fünf Auswahlen nach ihrer eigenen Überzeugung aussuchen und nicht nach ihrer Verkettbarkeit. Die Zahl der Teilwetten ist fix, und jede zusätzliche Verlegenheitsauswahl verschiebt das ganze Paket.
Häufige Fragen zur Lucky 31
Was ist eine Lucky 31 Wette, und wie viele Auswahlen braucht sie?
Eine Lucky 31 ist eine Full-Cover-Wette auf genau fünf Auswahlen. Sie enthält insgesamt einunddreissig einzelne Wetten, in denen die Einzelwetten ausdrücklich enthalten sind — im Unterschied zu einer gewöhnlichen Kombination, die nur bei vollständigem Erfolg zahlt. Wer sechs Auswahlen tippen will, braucht die Lucky 63.
Wie verteilen sich die 31 Wetten auf Einzelwetten, Doppel, Dreier, Vierfach- und Fünffachwette?
Die Aufteilung folgt der Kombinatorik: fünf Einzelwetten, zehn Doppelwetten, zehn Dreierwetten, fünf Vierfachwetten und eine Fünffachwette. Jede Auswahl erscheint je nach Ebene mehrfach auf dem Schein, und jede dieser Positionen trägt den vollen Teileinsatz, bevor die Runde überhaupt beginnt.
Worin unterscheiden sich Lucky 15, Lucky 31 und Lucky 63?
Die eine unterscheidet sich von der anderen durch die Zahl der Vorhersagen. Eine Lucky 31 umfasst eine Auswahl mehr als die Lucky 15 (4 Auswahlen, 15 Wetten) und eine weniger als die Lucky 63 (6 Auswahlen, 63 Wetten). Jede zusätzliche Auswahl etwa verdoppelt die Zahl der Teilwetten und damit den Gesamteinsatz.
Wie lässt sich der Gesamteinsatz einer Lucky 31 berechnen?
Der Gesamteinsatz ist der Teileinsatz mal einunddreissig. Bei CHF 1 pro Zeile ergibt das CHF 31, bei CHF 2 pro Zeile CHF 62. Wer bei Jouez Sport online setzt, beginnt mit einem Mindesteinsatz von CHF 2 und landet damit bei mindestens CHF 62; bei Sporttip sind es ab CHF 1.
Welche Einsatzgrenzen gelten bei Jouez Sport?
Online beträgt der Mindesteinsatz CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn beträgt CHF 300’000 pro Wette und CHF 1’000’000 für ein Multiple.
Was bedeutet die Marge im Preis jeder Quote für ein Paket aus vielen Wetten?
Jede Quote tragen eine Sicherheitsmarge. Der Quotenschlüssel eines Marktes ergibt sich aus 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten, und die Marge ist 100 Prozent minus diesem Wert. Bei einer Lucky 31 fällt sie mehrfach an, weil eine Auswahl in vielen Teilwetten sitzt.
Sind Wetten auf fünf Spiele bei Swisslos und Loterie Romande erlaubt?
Erlaubt sind Wetten auf Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die die amtliche Liste führt. Ob eine bestimmte Kombination aus fünf Spielen zulässig und als Systemwette buchbar ist, entscheidet die Liste zusammen mit dem Reglement des jeweiligen Veranstalters. Nicht jede Sportart ist auf jedem Schein abgedeckt.
Warum gibt es in der Schweiz nur zwei Sportwettenveranstalter?
Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Jeder der beiden bedient sein eigenes Gebiet. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher existiert nicht, weil es keine gibt; die Gespa veröffentlicht nur eine Sperrliste. Ausländische Bewilligungen entfalten in der Schweiz keine Geltung, und die Aufsicht liegt bei der Gespa.
Wie funktioniert der Cash-Out bei einer Systemwette?
Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Eine einzelne Zeile aus einer Lucky 31 lässt sich damit nicht herauslösen.
Wann verfallen Gewinne bei Sporttip, und welche Frist gilt für eine Einsprache?
Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Beide Fristen laufen, ohne dass eine Erinnerung kommt.
Wie viel eine Lucky 31 wirklich kostet
Die Rechnung, die am Ende einer jeden Systemwette steht, ist keine Zahl, sondern ein Verhältnis. Der Gesamteinsatz ist bekannt: Bei CHF 1 pro Zeile sind es CHF 31, bei CHF 2 pro Zeile CHF 62. Was nicht bekannt ist, ist der Teil davon, der zurückkommt. Die angenehme Nachricht lautet, dass bei fünf richtigen Voraussagen jede Position zählt und der Schein ein Vielfaches seines Einsatzes zurückgibt. Die unbequeme lautet, dass die Erwartung über viele Versuche hinweg negativ ist, weil in jeder der einunddreissig Quoten dieselbe Marge steckt.
Dasselbe Muster findet sich in jeder Sportwette, und es lohnt, es zu benennen: Wetten zahlen im Durchschnitt weniger aus, als gesetzt wird, und die Differenz ist kein Betriebsunfall, sondern der Erlös der Veranstalter. Wer sich beim Abschluss eines Wettscheins vorstellt, dass die Buchmacher nur für gute Unterhaltung sorgen, sollte sich an die Zahlen erinnern, die der Vergleich oben liefert. Das gilt in der Schweiz nicht weniger als im Ausland, und es gilt für jede Zeile einer Lucky 31.
In der Schweiz kommt eine Eigenschaft hinzu, die dem Spieler Geld erspart oder nicht, je nach Kanton. Gewinne aus einem bewilligten Grossspiel — die ESTV nennt die Sportwette ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Ab dem 1. Januar 2026 beträgt der Bundesschwellenwert CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Eine Lucky 31 mit einem Gewinn in dieser Grössenordnung ist praktisch kaum erreichbar. Treffer darunter sind steuerfrei, und wer die Schwelle überschreitet, wird die Verrechnungssteuer von 35 Prozent erstattet bekommen, wenn er den Gewinn in der Steuererklärung angibt.
Dieser Schwellenwert ist der einzige Punkt, an dem die Steuer bei einer normalen Sportwette überhaupt auftaucht. Kantonale Freibeträge sehen anders aus, und deshalb gilt je nach Kanton, was am Wohnsitz der Gewinnerin oder des Gewinners steht. Wer mit einem Schein über CHF 1’071’000 rechnen müsste, hat ohnehin eine andere Frage zu klären.
Und schliesslich: Manche Teile eines Wettscheins verfallen, wenn sie nicht beansprucht werden. Bei Sporttip erlöschen Gewinne, die nicht innert 26 Wochen geltend gemacht werden, zugunsten des guten Zwecks — und dieser Verfall trifft gelegentlich Nutzer, die sich ihrer Gewinne nicht bewusst waren. Ein Blick auf das Spielerkonto kostet weniger als ein verfallener Gewinn.
Was bleibt also vom Vergleich der zehn Namen? Zwei Wege, beide regional begrenzt, beide dem Geldspielgesetz unterstellt, mit unterschiedlichen Beträgen und unterschiedlich strengem Reglement. Und acht weitere Adressen, die ohne Schweizer Bewilligung arbeiten und damit auf jedem einzelnen der Schutzwertvergleiche dieser Seite leer ausgehen. Wer eine Lucky 31 spielen will, hat in der Schweiz die Wahl zwischen zwei Rechenwegen und keiner freien Auswahl. Wer sechs Treffer aus vier Fehlern machen will, steht vor derselben Aufgabe wie in jeder Kombination: fünf richtige Einschätzungen sind fünf richtige Einschätzungen, und ein Paket aus einunddreissig Wetten macht daraus keine mehr.
Wettarten – kombibonusch
Inhalt erstellt vom Team «kombibonusch»
