Wettboni in der Schweiz – zwei Bewilligungen, viele Angebote, wenig Schutz
Ladevorgang...
Der Kombiboost von Sporttip zahlt 5 % auf den Nettogewinn, sobald vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 zusammenkommen. Bei fünfzehn solchen Voraussagen sind es 100 %. Das ist keine Kleinigkeit, und es ist das grösste Bonusversprechen, das ein bewilligter Schweizer Veranstalter überhaupt aussprechen kann. Zwischen der Vierer- und der Fünfzehnerstaffel liegt allerdings der ganze Unterschied zwischen einer Wette und einem Vollzeitprojekt.
Stand: Oktober 29, 2026. Bewilligungen und Aufsichtsdaten geprüft gegen die Angaben der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) sowie die Teilnahmebedingungen von Swisslos und Loterie Romande.
Was ein Wettbonus in der Schweiz überhaupt sein darf
Wer nach Wettboni sucht, sucht in den meisten Fällen eine bestimmte Sache: Geld, das auf dem Spielerkonto landet, weil man sich angemeldet hat. Ein Betrag, den man abräumt, bevor die erste Wette überhaupt läuft. Das ist das Bild, das die Werbung in halb Europa gemalt hat. In der Schweiz führt dieses Bild an der Sache vorbei, und zwar nicht, weil die hiesigen Anbieter geizig wären, sondern weil das Geldspielgesetz den Rahmen anders zieht.
Gratisspielguthaben und Gratiswetten brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa. Ohne diese Zustimmung gibt es sie nicht, und die Aufsicht erteilt sie sparsam: 2025 gingen 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und acht an Swisslos. Das ist die gesamte Bonuslandschaft eines Landes mit rund neun Millionen Einwohnern. Wer auf einer Vergleichsseite zwanzig «Neukundenboni» für die Schweiz aufgereiht sieht, sieht mindestens achtzehn Angebote, für die es hier keine Zulassung gibt.
Daraus folgt der eigentliche Punkt dieser Seite. Wettboni sind Werbung mit Bedingungen, kein Geschenk. Und weil in der Schweiz nur zwei Veranstalter überhaupt bewerben dürfen, verschiebt sich die Frage. Sie lautet nicht mehr, wer am meisten schenkt. Sie lautet, welche Art von Bonus man will, was er verlangt und ob einen das, was er verlangt, dorthin bringt, wo man hinwollte.
Der Kombiboost, der Quotenboost und der Profitboost von Sporttip sind die grössten Posten im bewilligten Angebot — und alle drei sind keine Einzahlungsboni, sondern Aufschläge auf einen Gewinn, den man erst erwirtschaften muss.
Warum die Marge im Bonus steckt
Ein Buchmacher verdient nicht daran, dass jemand gewinnt oder verliert. Er verdient an der Marge in der Quote, und die ist in jeder Wette schon eingepreist, ob mit Bonus oder ohne.
Nehmen wir einen Markt mit zwei Ausgängen, beide zu Quote 1.90 — ein Rechenbeispiel, kein Zitat aus einem Wettprogramm. Setzt man die Auszahlungsquote als Kehrwert der Summe der Kehrwerte an, ergibt sich 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also rund 95,2 %. Dem Buchmacher bleiben davon also weniger als fünf Prozent jedes eingesetzten Frankens. Realistisch ist diese Zahl nicht: Der Kombiboost verlangt Quoten von je mindestens 1.50, und je enger die Quoten, desto mehr zieht der Buchmacher dem Spieler ab, und bei Zweiwegmärkten mit Quoten um 1.90 liegt der Schlüssel je nach Anbieter und je nach Markt zwischen etwa 90 und 96 Prozent, was einer Marge von rund vier bis zehn Prozent entspricht. Ein Bonus, der drei Prozent des Nettogewinns ausmacht, wird von einer Marge in dieser Grössenordnung leicht aufgefressen.
Das ist der ganze Trick. Ein Bonus von 5 % wird gegen eine Marge von vier bis zehn Prozent gesetzt, und in diesem Vergleich sieht der Bonus plötzlich klein aus. Er ist es auch — aber nur auf dem Papier der Durchschnittsrechnung. Wer den Kombiboost bei vier Voraussagen nutzt und trifft, bekommt mehr ausgezahlt als ohne Boost; wer ihn bei fünfzehn nutzen will, hat fünfzehnmal Gelegenheit, sich zu irren.
Welche Boni es in der Schweiz zu wählen gibt
Drei Bauformen tauchen im bewilligten Angebot auf, und sie unterscheiden sich nicht im Betrag, sondern darin, wann Geld fliesst.
Der Kombiboost setzt am Gewinn an. Mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50, ausschliesslich online, dafür bei Prematch-Wetten, Live-Wetten und Systemwetten. Der Aufschlag steigt mit der Zahl der Voraussagen: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind begrenzt, und wer vorher aussteigt, verliert den Boost.
Der Quotenboost gilt nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine einzige Voraussage. Der Profitboost hebt den möglichen Nettogewinn eines bestimmten Sportereignisses um einen genannten Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Der dritte Weg ist gar kein Bonus im engeren Sinn, sondern der Verzicht auf einen Abschlag. Gratisspielguthaben aus Promotionen lässt sich nicht auszahlen — wer solches Guthaben erhält, spielt es, oder es bleibt liegen.
Die drei Bauformen im Vergleich
| Bauform | Wo sie greift | Was sie verlangt | Was sie kostet |
|---|---|---|---|
| Kombiboost | Nettogewinn einer Kombination, online, auch live und als Systemwette | mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 | Einsatz und Gewinnerhöhung begrenzt; bei Cash-Out entfällt er |
| Quotenboost / Profitboost | Prematch-Einzelwette auf eine Voraussage, online | eine einzige Voraussage, definiertes Ereignis | pro Wettendem einmal nutzbar; bei Cash-Out entfällt er |
| Gratisspielguthaben aus Promotion | Spielerkonto | Zustimmung der Aufsicht, Bedingungen des Veranstalters | nicht auszahlbar; Gewinne daraus enthalten den Einsatz nicht |
Wer die Staffel bis fünfzehn Voraussagen durchrechnet, merkt schnell, worauf sie zielt. Ein Boost von 100 % klingt nach einer Verdopplung des Gewinns, und genau das ist er auch — auf einen Gewinn, den zuvor fünfzehn richtige Voraussagen mit Quoten ab 1.50 erzeugen mussten. Bei den kleineren Sportarten, die im Gespa-Wettprogramm stehen, ist das nicht nur eine Frage des Sachverstands, sondern des Angebots an passenden Märkten. Die Staffel ist so gebaut, dass die meisten Spielenden in der Vierergruppe landen. Dort sind es 5 %, und 5 % sind im Vergleich zur Marge ein freundlicher Gruss, mehr nicht.
Was Gewinne aus Gratiswetten nicht enthalten
Bei einer Gratiswette wird üblicherweise nur der Gewinnanteil ausbezahlt, nicht der Einsatz. Wer eine Gratiswette über CHF 10 auf Quote 2.00 setzt und trifft, bekommt also nicht CHF 20, sondern CHF 10. Der Einsatz bleibt beim Veranstalter. Diese Mechanik ist der Grund, warum Gratiswetten und Gratisspielguthaben in der Werbung dramatischer aussehen als in der Auszahlung. Sporttip gewährt die höchsten Zuschläge nicht auf den Einsatzbetrag, sondern auf den Nettogewinn — also auf die Differenz zwischen Auszahlung und Einsatz. Auch das ist eine Buchung auf den Gewinn, nicht auf das Konto.
Rechnen wir das an einem Beispiel durch, das in verschiedenen Quoten funktioniert. Eine Gratiswette von CHF 10 auf Quote 2.00 bringt CHF 10 Gewinn und nicht einen Rappen mehr. Auf Quote 3.00 bringt sie CHF 20. Auf Quote 1.50 bringt sie CHF 5. Der Wert der Gratiswette hängt also vollständig an der Quote, und in jedem dieser Fälle fehlt der Einsatz im Rückfluss. Ein Veranstalter, der CHF 10 «risikofrei» nennt, während die Gratiswette diese Form hat, verkauft einem einen Zwanziger, von dem man im Gewinnfall zehn sieht.
Rangliste: die Buchmacher mit Wettboni in der Schweiz
Zehn Namen, zwei Gruppen, und der Unterschied ist nicht der eines Geschmacksurteils. Die ersten zwei dürfen in der Schweiz Sportwetten veranstalten, die übrigen acht nicht.
Die Rangliste bewertet Bonusbedingungen, Bewilligung und Quotenniveau zusammen, und sie weist aus, welche Aktionen in der Schweiz überhaupt nutzbar sind. Das führt zu einem Ergebnis, das manchem Leser falsch vorkommen wird: Das Bonusangebot des Siegers ist deutlich kleiner als das Angebot auf den hinteren Rängen. Der Grund steht in der Bewilligung.
Die Einordnung der zehn Namen
| Marke | Bewilligung | Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne |
| Fezbet | keine Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat nach Art. 4 BGS keine Wirkung |
| Cloudbet | keine Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat nach Art. 4 BGS keine Wirkung |
| Wettigo | keine Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat nach Art. 4 BGS keine Wirkung |
| Duelbits | keine Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat nach Art. 4 BGS keine Wirkung |
| BDMBet | keine Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat nach Art. 4 BGS keine Wirkung |
| PowBet | keine Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat nach Art. 4 BGS keine Wirkung |
| Coolzino | keine Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat nach Art. 4 BGS keine Wirkung |
| N1 Bet | keine Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat nach Art. 4 BGS keine Wirkung |
Die Spalte mit der Bewilligung ist die einzige, die durchgehend gefüllt ist, und das ist bereits die Aussage. Bei den acht ausländischen Marken steht in derselben Zeile immer dasselbe, weil es dort nichts zu unterscheiden gibt. Eine Liste mit acht identischen Einträgen und zwei echten wird von Vergleichsportalen gern als «Top 10» verkauft. Eine Rangliste ist es erst, wenn man sagt, worin sich die acht unterscheiden: in ihrer Erreichbarkeit, in ihrem Angebot, in ihrer Zahlungsabwicklung und darin, was passiert, wenn etwas schiefgeht.
Die Spielregeln hinter dem Bonus
Ein Bonus ohne Blick in die Teilnahmebedingungen ist ein Versprechen ohne Text. Die Bedingungen sind der eigentliche Inhalt des Angebots.
Bei Sporttip gilt der Mindesteinsatz von CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, der Höchsteinsatz von CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und von CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer den Kombiboost mit einem hohen Einsatz ausreizen will, stösst also zuerst an die Einsatzgrenze und nicht an die Bonusstaffel. Das ist der Punkt, an dem die schöne Verdopplung auf einen bescheidenen Betrag zusammenschrumpft.
Die Fristen liegen in der Natur der Sache. Ein Boost gilt für ein bestimmtes Sportereignis, eine Freiwette für einen bestimmten Zeitraum. Was nicht innerhalb der Frist gespielt wird, verfällt. Genau hier verlieren die meisten Spielenden ihren Bonus: nicht an einer verlorenen Wette, sondern an einem Kalender.
Dazu kommen Regeln, die nur auf den zweiten Blick mit Geld zu tun haben. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Ein Boost auf einer Kombination, deren eine Voraussage auf 1.00 fällt, verliert damit einen Teil seiner Grundlage. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Und bei Livewetten zählt eine Wette, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wird, mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.
Wie ein Gewinn bei Sporttip berechnet wird
Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen mal der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Die zweite Rundung ist die interessante: Sie geht immer nach unten.
Ein Beispiel, das die Mechanik zeigt. Eine Kombination aus drei Voraussagen mit den Quoten 2.00, 1.80 und 1.60 ergibt eine Gesamtquote von 5.76. Bei einem Einsatz von CHF 50 liegt der rechnerische Gewinn bei CHF 288,00, nach der Rundung bei CHF 288,00 — die Abrundung auf fünf Rappen fällt hier nicht ins Gewicht. Bei einer Gesamtquote von 5.77 und demselben Einsatz ergibt sich rechnerisch CHF 288,50, und die Abrundung greift erneut nicht. Spürbar wird sie erst bei krummen Gesamtquoten, etwa 3.33 mit CHF 130 Einsatz: rechnerisch CHF 432,90, ausgezahlt CHF 432,90. Die Rundung ist keine grosse Sache, aber sie existiert, und sie existiert zuungunsten des Spielenden.
Die Gesamtquote multipliziert sich aus den Einzelquoten, und damit multipliziert sich auch die Marge. Drei Voraussagen mit je rund fünf Prozent Abschlag ergeben keine fünf Prozent Abschlag, sondern rund vierzehn. Der Kombiboost setzt auf genau diese Wette — und muss deshalb grösser sein als ein einzelner Marktabschlag, um überhaupt etwas zu verändern. Bei vier Voraussagen mit 5 % Boost ist er das nicht.
Zur Auszahlung: Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert drei Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmenden überwiesen.
Cash-Out, Livewetten und der Boost, der verfällt
Der Cash-Out ist bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.
Für Bonusjäger ist eine Regel entscheidend: Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer also eine Gewinnposition absichert, verliert genau den Aufschlag, wegen dem er die Kombination gebaut hat. Das ist kein Versehen, sondern eine Bedingung mit einer klaren Funktion — der Boost soll zu Ende gespielt werden, nicht vorher glattgestellt.
Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand des Sportereignisses ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Wer den Ausstieg als Teil der Strategie einplant, plant mit einer Option, die nicht überall besteht und deren Preis der Veranstalter festlegt.
Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Es braucht also keinen Stream, um live zu setzen — nur ein laufendes Sportereignis und eine Quote, die sich bewegt. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer, etwa 90 Minuten im Fussball, plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei einem Boost auf ein Live-Ereignis ist das die Frist, die zählt — nicht der Abpfiff nach Verlängerung, sondern der Abpfiff der regulären Zeit.
Grundlagen: wer in der Schweiz Wetten veranstalten darf
Zwei Veranstalter, mehr nicht. Swisslos, Produkt Sporttip, und die Loterie Romande, Produkt Jouez Sport. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt, und das ist die erste Tatsache, mit der jede Bonusfrage beginnt.

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Loterie Romande nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Jeder der beiden bedient sein eigenes Gebiet. Sporttip läuft in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Jouez Sport läuft in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer in Genf wohnt, kann Sporttip nicht nutzen. Wer in Zürich wohnt, kann Jouez Sport nicht nutzen. Die Wahl zwischen den beiden Schweizer Anbietern ist also für die meisten Leserinnen und Leser keine Wahl.
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Wetten lassen sich online abgeben, in der App zusammengestellte Wetten zusätzlich per QR-Code an einer Sporttip Verkaufsstelle spielen.
Welche Zahlungswege und Grenzen gelten
Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt.
Bei der Auszahlung zählt eine Zahl, die in der Bonuswerbung nie auftaucht: Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Die Überweisung erfolgt innert fünf bis zehn Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Diese drei Sätze zusammen sind die ehrlichste Beschreibung dessen, was ein Schweizer Wettbonus ist. Er ist Spielguthaben, das man einsetzen, aber nicht abheben kann. Wer nur die erste Zeile eines Bonusangebots liest, liest die einzige Zeile, die nicht gilt.
Ob ein Bonus in der Schweiz überhaupt erlaubt ist
Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, in Kraft seit dem 1. Januar 2019, und werden von der Gespa beaufsichtigt — nicht von der ESBK, die nur Casinos prüft. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Eine ausländische Bewilligung, ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land, hat nach Art. 4 BGS keine Wirkung in der Schweiz.
Wer Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung veranstaltet, macht sich strafbar, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spielende wird nicht bestraft. Das ist die Unterscheidung, die in vielen Darstellungen fehlt: Das Risiko trifft den Veranstalter, das Geld des Spielenden trifft es trotzdem — in einem Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden.
Was zusätzlich gilt: Ein ausländischer Anbieter ist nicht an das schweizerische Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Gespa kann seine Domains auf die Sperrliste setzen, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS-Sperre umsetzen. Diese Liste gibt es seit dem 3. September 2019; Ende 2025 enthielt sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, ein Vorgang, den die Gespa Domain-Hopping nennt. Das bedeutet für den Leser: Eine gesperrte Adresse ist kein sicheres Ende des Weges, und eine funktionierende Adresse ist kein Beweis für irgendetwas.
Was in der bewilligten Schweiz gewettet werden darf
Die zulässige Offerte ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Fassung vom 10.09.2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettkämpfe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einstieg in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. AufTrainingsläufe darf nie gewettet werden. Die Liste enthält keine Eckball- und Kartenmärkte und keine Esports-Sektion.
Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat; das BGS enthält keine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte.
Cash-Out ist nicht reguliert. Er ist ausschliesslich ein Merkmal des jeweiligen Veranstalters, mit den Bedingungen, die dessen Teilnahmebedingungen nennen. Wer die Bedingungen hinter dem Bonus nicht liest, liest also auch die Grenzen des Ausstiegs nicht.
Ein weiterer Punkt gehört in diesen Abschnitt, weil er die Bonusentscheidung berührt: Wann immer jemand eine Wette platziert, um einen Umsatz zu erfüllen, kann er nicht mehr an den Ergebnissen selbst sparen. Er setzt; der Veranstalter verdient an jeder dieser Wetten.
Limits und Spielerschutz bei Boni
Ein Bonus verändert das Spielverhalten. Das ist der Zweck eines Bonus. Deshalb gehört die Verlustgrenze in jeden Vergleich, und zwar vor dem Bonusbetrag.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Die 72 Stunden sind keine Verzögerung, sondern die Sperre selbst. Wer verliert und erhöhen will, sitzt drei Tage mit der Entscheidung. Der Gesetzgeber hat 24 Stunden vorgesehen, die beiden Schweizer Veranstalter wenden 72 Stunden an — für den Spielenden der strengere der beiden Werte.
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer also wegen eines Bonus neue Spielwege ausprobiert, sollte wissen, dass eine unbefristete Sperre im Register den Zugang auch dort schliesst, wo der Bonus gerade lockt.
Was das für zusätzliches Guthaben bedeutet
Zusätzliches Guthaben hebt keine Verlustgrenze auf. Die Limiten werden in Franken gemessen, nicht in Guthaben, und ein Bonus erhöht den Betrag, mit dem gespielt werden kann, nicht den Betrag, der verloren werden darf. Genau hier liegt die Versuchung: Ein Guthaben von CHF 50 wirkt wie eine Einladung, mehr zu wagen als geplant, während die Verlustlimite unverändert im Hintergrund mitläuft. Wer CHF 200 Verlustlimite für den Monat gesetzt hat und CHF 50 Gratisspielguthaben erhält, hat am Monatsende entweder die CH 200 erreicht oder nicht. Ein Bonus macht das Erreichen nicht wahrscheinlicher, aber angenehmer zu bemerken, weil es sich zuerst wie ein Kontoausgleich anfühlt.
Das Schweiz-Spezifische am Spielerschutz ist, dass es keine feste Einzahlungsobergrenze von Staats wegen gibt. Limiten setzt der Spielende, nicht der Staat; der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste verlangen. Neben der Spielsperre gibt es die selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten, die angeboten werden muss. Ausgeschlossene oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.
Wer sich fragt, ob ein Bonus die Sperrmechanik umgeht, findet die Antwort an einer anderen Stelle: Bei Swisslos kann sich der Zugang produktbezogen sperren lassen, und die unbefristete Variante landet im Register. Der Bonus umgeht nichts. Er kommt nur nicht mehr dort an, wo der Zugang zu ist.
Wenn die Prüfung an der Verkaufsstelle versagt
Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt: An Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Das ist die Zahl, die man im Kopf behalten sollte, wenn irgendwo von lückenlosem Schutz die Rede ist. Der Online-Zugang verlangt Alter und Identität, das Ausweisdokument wird ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft; an der Verkaufsstelle gilt diese Technik nicht.
Wer aus diesem Grund die analoge Variante dem Konto vorzieht, wählt nicht den sichereren, sondern den persönlicheren Weg — mit einer Aufsichtsbehörde, die den Verkauf an Minderjährige im Test fast zur Hälfte der Fälle feststellen musste.
Die zehn Buchmacher im Einzelnen
Zehn Angebote, zwei Gruppen. Die Reihenfolge folgt der Rangliste: zuerst die zwei Veranstalter mit Schweizer Bewilligung, dann acht internationale Marken ohne Schweizer Bewilligung. Ein Vergleich, der diese Trennung verwischt, wäre kein Vergleich, sondern eine Werbefläche.
Swisslos Sporttip – Kombiboost und Quotenboost als Ökosystem
Swisslos ist der einzige Anbieter dieser Liste, der in deutschsprachigen Kantonen überhaupt über einen Bonus sprechen darf, und wer in einem seiner Kantone wohnt, hat keine Alternative in der Schweiz.
Die Bewilligung ist vollständig: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS, Aufsicht durch die Gespa. Veranstalter ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, das Produkt heisst Sporttip. Das Konto gibt es nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Vertragsgebiet — die deutschsprachigen Kantone, Tessin und Fürstentum Liechtenstein. Für die Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.
Das Bonusprogramm ist das umfangreichste im ganzen Land: Kombiboost online für Prematch, Live und Systemwetten mit der Staffel von 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen; Quotenboosts für Prematch-Einzelwetten; Profitboosts auf Nettogewinne definierter Ereignisse. Dazu Fees, Limiten und Fristen, die in den Teilnahmebedingungen stehen.
Der Vorbehalt steht in derselben Aufzählung. Alle diese Boni sind online. Kein Kombiboost an der Verkaufsstelle, kein Quotenboost am Schalter. Wer nach einem Besuch im Kiosk auf den Boost spekuliert, bekommt ihn nicht.
Ausserdem: Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50. Die ersten drei Prozentpunkte sind damit nicht geschenkt, sondern an eine Bedingung geknüpft, die den Kombinationsbau diktiert. Wer fünfmal eine Wette bauen muss, die den Boost zieht, baut nicht die Wette, die er wollte, sondern die, die den Boost auslöst.
Fazit. Das Angebot verdient seinen Rang nicht wegen der Höhe der Zuschläge, sondern weil es das einzige ist, das nicht mit einer ausländischen Bewilligung im Hintergrund arbeitet. Wer den Kombiboost nutzt, sollte die Staffel als Anreiz zu kleineren Kombinationen lesen. Die 5 % bei vier Voraussagen sind das, was die meisten erreichen.
Loterie Romande Jouez Sport – das Schweizer Angebot für die Westschweiz
Jouez Sport steht auf derselben Bewilligungsgrundlage wie Sporttip: Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS mit Aufsicht durch die Gespa, aber mit einem anderen Gebiet.
Veranstalterin ist die Société de la Loterie de la Suisse Romande. Siebedient die sechs französischsprachigen Kantone Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis und nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne. In einem Kanton, der nicht auf dieser Liste steht, ist ein Konto nicht möglich.
Wichtig für dieses Thema: Die Loterie Romande ist unter den beiden Schweizer Veranstaltern die aktivere im Bereich der Gratisspielguthaben und Gratiswetten. 24 der Zustimmungen, die die Aufsicht 2025 erteilt hat, gingen an sie, acht an Swisslos. Für einen Bonusvergleich ist das eine Grössenordnung, die man kennen sollte. Wer in Genf, Waadt oder Wallis wohnt und sich für Boni interessiert, findet das reichhaltigere der beiden Schweizer Angebote auf der eigenen Seite der Sprachgrenze.
Was ein Vergleich der beiden Bonusprogramme schwierig macht, ist die Grösse der Vergleichsbasis. Zwei Anbieter mit unterschiedlichen Produkten, unterschiedlichen Bedingungen und unterschiedlichem Gebietszuschnitt lassen sich nicht über einen Nenner legen. Wer hier vergleicht, vergleicht Äpfel, weil es keine Birnen gibt.
Fazit. Kein Leser wählt diesen Anbieter aus einem Vergleich heraus; er kann kein Konto bei Sporttip eröffnen, wenn er in Jura wohnt. Innerhalb seines Gebiets ist Jouez Sport die einzige Option, und das ist sein wichtigstes Merkmal überhaupt.
Fezbet – internationaler Zugang ohne Schweizer Bewilligung
Fezbet gehört zur zweiten Gruppe: acht Marken ohne Schweizer Bewilligung, die in dieser Rangliste nach denselben Kriterien bewertet werden wie die beiden Veranstalter und von denen jede mit demselben Hinweis versehen ist.
Ein Schweizer Sportwettenangebot im Rechtssinne liegt nicht vor. Eine ausländische Bewilligung, gleich welcher Herkunft, hat nach Art. 4 BGS keine Wirkung in der Schweiz. Dazu kommen drei Folgen, die für einen Leser mehr wiegen als die Lizenzfrage auf dem Papier: keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Möglichkeit, dass die Gespa die Domains der Marke auf die Sperrliste setzt.
Was ein ausländischer Anbieter einem Schweizer Konto bietet, weiss man aus Erfahrung: manipulierbare Wetten in grösserer Zahl, höhere Quoten auf einzelnen Märkten und Boni, die nach hiesigem Recht gar nicht zulässig wären. Was ein solches Konto nicht bietet, ist eine Behörde, an die man sich wenden kann, wenn die Auszahlung stockt. Der Swisslos-Rückfluss zeigt, was im bewilligten System an öffentlichen Zwecken ankommt: ein Reingewinn von CHF 562 Mio. für 2025, davon CHF 506 Mio. an kantonale Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz; aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr.
Fazit. Das Angebot eines Anbieters ohne Schweizer Bewilligung ist rechtlich ungeprüft in einem Punkt, der sich nicht reparieren lässt. Wer es trotzdem nutzt, sollte die Gewinne in der Steuererklärung korrekt behandeln: Eine kantonale Praxis wie im Thurgau erfasst Gewinne aus ausländischen Grossspielen als steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe.
Cloudbet – internationale Reichweite, kein Schweizer Rechtsweg
Cloudbet steht in derselben Kategorie wie Fezbet, mit demselben Bewilligungsstatus: keine Schweizer Bewilligung, eine im Ausland gemeldete Bewilligung ohne Wirkung nach Art. 4 BGS, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Risiko.
Was diese Marke in einem solchen Vergleich von den anderen unterscheidet, ist nicht ihr Rechtsstatus, sondern die Art der Nutzung, die Schweizer Spieler damit verbinden: Sie wird für ein grosses Sport- und Live-Angebot gesucht, also für die Märkte, für die die Gespa-Liste in der bewilligten Schweiz keinen Raum lässt. Das ist die ehrliche Beschreibung des Reizes und gleichzeitig der Kostenpunkt. Die Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten ist eine geschlossene, und jede Wette ausserhalb dieser Liste existiert in der Schweiz nur ausserhalb der Bewilligung.
Fazit. Der Zugewinn liegt in den Märkten ausserhalb der Gespa-Liste; der Preis ist der einzige Rechtsschutz, den ein Schweizer Konto kennt. Wer sein Konto dort führt, sollte vorab klären, ob die Absicherung bei Differenzen überhaupt über die Schweizer Gerichte laufen soll.
Wettigo – Bonusvielfalt ohne Schweizer Aufsicht
Wettigo trägt den Hinweis «keine Schweizer Bewilligung» wie die übrigen sieben internationalen Marken und wird nach denselben Kriterien bewertet.
Diese Marke ist in der Schweizer Wahrnehmung ein Bündel von Aktionen, und hier wird der Vergleich aufschlussreich. Was in der bewilligten Schweiz der Zustimmung der Aufsicht bedarf, ist bei einem Anbieter ohne Bewilligung eine Hausregel. Der Unterschied liegt nicht darin, dass dort mehr gezahlt würde. Er liegt darin, dass dort niemand prüft, ob die Bedingungen eingehalten werden, und niemand eingreift, wenn eine Auszahlung ausbleibt. Ein Bonus ohne Aufsicht ist ein Bonus ohne Beweislast.
Fazit. Wer die Aktion interessant findet, sollte die Bedingungen lesen und sich fragen, wer sie durchsetzt. Die Antwort lautet hier: niemand mit Schweizer Kompetenz.
Duelbits – Live-Wetten ohne Anbindung an das Sperrregister
Duelbits gehört zur Gruppe der Marken ohne Schweizer Bewilligung, mit dem Hinweis auf Art. 4 BGS, ohne Anbindung an das Sperrregister und ohne Schweizer Rechtsweg.
Der Livebereich ist das Feld, in dem solche Anbieter gegen die Gespa-Liste laufen. Livewetten sind in der bewilligten Schweiz erlaubt, aber nur auf den Sportarten, Wettkämpfen und Wettarten, die die Liste führt, und nur, wenn der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat. Wer häufig in Nischenligen live setzt, findet dort ein Angebot, das die bewilligte Schweiz nicht hergibt.
Fazit. Die Anbindung an das Sperrregister fehlt vollständig. Wer die Spielsperre als Schutzmechanismus schätzt, findet hier nichts davon.
BDMBet – Sportwetten im Umfeld von Casino-Angeboten
BDMBet steht ohne Schweizer Bewilligung in dieser Liste, mit derselben Kennzeichnung wie die anderen sieben internationalen Marken.
Ein Punkt verdient hier Beachtung, der bei reinen Sportwettenanbietern nicht auftaucht: Sportwetten und Casino sind in der Schweiz zwei getrennte Bewilligungen mit getrennten Regeln. Wer ein Konto bei einer Marke mit Casino-Bezug führt, verlässt mit dem Casino-Teil das Feld, das diese Seite bewertet. Die Verlustlimite, die jemand für Sportwetten setzt, ist keine Casino-Limite, und umgekehrt.
Fazit. Für einen Leser, der ausschliesslich Sportwetten sucht, bringt der zweite Produktbereich keinen Bonus, sondern eine zweite Baustelle. Wer ihn nutzt, sollte zwei getrennte Limiten denken und nicht eine.
PowBet – breites Angebot, ausländische Bewilligung ohne Wirkung
PowBet trägt dieselbe Kennzeichnung wie die übrigen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung: keine Bewilligung hier, eine gemeldete ausländische Bewilligung ohne Wirkung nach Art. 4 BGS.
Ein solches Angebot liegt ausserhalb der Schweizer Regeln, und der Unterschied zu den bewilligten Sportwetten ist besonders dort sichtbar, wo es um Jugendschutz geht. Die Swisslos-Registrierung liest das Ausweisdokument aus und prüft es gegen Adressdatenbanken; eine unbefristete Spielsperre landet in einem Register, das auch für Casinos gilt. Eine Marke ohne Schweizer Bewilligung kennt dieses Register nicht.
Fazit. Wer die Verlässlichkeit der Alters- und Identitätsprüfung als Teil der Produktqualität versteht — und das ist sie —, kann diesen Punkt nicht abwählen. Er ist bei einer Marke ohne Bewilligung einfach nicht vorhanden.
Coolzino – Namen mit Casino-Klang, dieselbe Rechtslage
Coolzino steht wie die anderen acht Marken ohne Schweizer Bewilligung in der Rangliste, obwohl der Name mehr nach Casino als nach Sportwette klingt.

Der Name ist nicht das Problem. Das Problem ist die Erwartung, die er erzeugt: Wer Casinospiele sucht, sucht etwas, wofür die Schweiz ein eigenes Bewilligungsregime kennt, und die Verlustlimite folgt dem Produkt. Sportwetten und Casino sind in der Schweiz getrennt bewilligt. Eine Marke, die beides anbietet, lässt sich nicht mit einem Massstab messen, der nur für die eine Hälfte gilt.
Fazit. Ein Vergleich von Sportwettenboni sollte hier nur auf den Sportwettenteil schauen und den Rest ausklammern. Alles andere würde die Bewertung der Aktion mit einer Bewertung des Casinoprodukts verwechseln.
N1 Bet – nationale Anmutung, ausländische Bewilligung
N1 Bet trägt ebenfalls den Hinweis, der alle acht internationalen Marken dieser Liste kennzeichnet: keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Risiko.
Der Name klingt national, und der Effekt dieser Anmutung ist nicht zu unterschätzen. Ein Schweizer Leser, der «N1» liest, verbindet damit eine Nummer-eins-Position am Schweizer Markt. Es gibt sie nicht. Der Schweizer Markt kennt zwei Veranstalter, und keiner von ihnen heisst so.
Fazit. Was bleibt, ist ein internationales Angebot, das man auf eigene Rechnung nutzt. Wer dort spielt, sollte wenigstens seinen Wohnsitz zum Sperrlisten-Thema nachschlagen und die Domain nicht als dauerhaft erreichbar einplanen.
Woran man ein Bonusangebot in der Schweiz erkennt
Der Unterschied zwischen Werbung und Bedingungen ist in wenigen Zeilen prüfbar, und dieselben Zeilen gelten bei beiden Schweizer Veranstaltern.
Wer ein Angebot liest, sucht zuerst die Angabe, wie der Bonus ausgezahlt wird. Ein Zuschlag auf den Nettogewinn ist etwas anderes als Geld auf dem Konto. Zweitens: die Mindestquote. Ein Kombiboost, der Voraussagen mit mindestens 1.50 verlangt, ist an eine Quotenuntergrenze gebunden. Drittens: die Frist, an der die Wette gespielt sein muss. Viertens: die Höchstgrenzen für Einsatz und Erhöhung. Fünftens: die Auszahlbarkeit — Gratisspielguthaben aus Promotionen lässt sich nicht auszahlen.
Diese fünf Punkte sind keine Beratung, sondern eine Lesehilfe. Der Ertrag liegt darin, dass man vor dem ersten Einsatz weiss, was man bekommt.
Die bewilligten Sportwetten sind im Übrigen steuerlich einfach. Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig. Auf Bundesebene liegt der Betrag ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr davor bei CHF 1’070’400; die kantonale Grenze weicht je nach Kanton ab. Oberhalb der Grenze behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt. Für die typische Wette auf einen Bundesliga- oder La-Liga-Spielausgang ist das ohne Bedeutung. Wer ausländische Anbieter nutzt, hat keine Verrechnungssteuer, dafür eine kantonale Praxis wie im Thurgau, die solche Gewinne als Einkommen erfasst. Für die eigene Situation bleibt der Gang zur kantonalen Steuerverwaltung oder zu einer Steuerberatung.
Häufig gestellte Fragen
Wie verdient ein Buchmacher an Wettboni, und wo steckt die Marge?
Der Buchmacher verdient an der Marge in der Quote, nicht am Bonus. Ein Zweiwegmarkt zu Quoten von je 1.90 ergibt einen Quotenschlüssel von rund 95,2 %, also eine Marge von unter fünf Prozent — bei engeren Quoten liegt sie je nach Anbieter und Markt zwischen rund vier und zehn Prozent. Ein Bonus von 5 % wird von dieser Marge leicht aufgefressen.
Welche Buchmacher dürfen in der Schweiz Boni anbieten?
Gratisspielguthaben und Gratiswetten benötigen die vorherige Zustimmung der Gespa. In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport Sportwetten veranstalten; die Aufsicht erteilte 2025 insgesamt 32 Zustimmungen. Wer sonst Boni bewirbt, tut das ohne Schweizer Zulassung.
Worin unterscheiden sich Neukundenbonus, Boost und Gratiswette?
Der Neukundenbonus ist an eine Einzahlung geknüpft, der Boost erhöht den Nettogewinn eines bestimmten Ereignisses oder einer Kombination um einen Prozentsatz, und die Gratiswette ist ein Einsatzguthaben. Bei der Gratiswette ist der Einsatz im Gewinnfall nicht enthalten.
Welche Fristen und Mindestquoten gelten typischerweise für Aktionen?
Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50, der Quotenboost gilt nur für Prematch-Einzelwetten. Fristen und Höchstgrenzen stehen in den Teilnahmebedingungen und nicht in der Werbung. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Wie wirken Verlustlimiten, wenn ein Bonus zusätzliches Guthaben bringt?
Limiten werden in Franken gemessen, nicht in Guthaben. Vor der ersten Sporttip-Teilnahme setzen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage; eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden. Zusätzliches Guthaben verschiebt diese Grenze nicht, und Gratisspielguthaben ist kein auszahlbares Geld.
Bonus – kombibonusch
Inhalt erstellt vom Team «kombibonusch»
