Wettquote Rechner 2026: Was der Rechner zeigt und was der Veranstalter daraus macht
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Stand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen und Aufsicht wurden gegen die Informationen der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht, und gegen die veröffentlichten Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter abgeglichen.
Wer zum ersten Mal einen Wettschein ausfüllt, rechnet nicht. Zwei Zahlen stehen auf dem Bildschirm, die Quote und der eigene Einsatz, und das Produkt daraus wirkt so eindeutig wie ein Preis im Laden. Genau diese Eindeutigkeit ist die Illusion, mit der jede Wettplattform arbeitet. In der Schweiz kommt ein zweiter Faktor hinzu, den kein Taschenrechner und keine App kennt: die Spielregeln des Veranstalters. Sie entscheiden, was mit einer abgesagten Partie passiert, wann eine Livewette mit Quote 1.00 gewertet wird und wie aus einem rechnerischen Betrag ein ausbezahlter Frankenbetrag wird. Der Rechner liefert also eine Grössenordnung. Den verbindlichen Betrag liefert Swisslos oder die Loterie Romande.
Das ist kein Misstrauen gegenüber der Mathematik, das ist Schweizer Geldspielrecht in der Praxis. Sportwetten sind hier ein Grossspiel, und ein Grossspiel darf nur veranstalten, wer eine Bewilligung des zuständigen interkantonalen Gremiums hat. Das sind zwei Organisationen, und keine dritte. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, spielt ausserhalb dieses Rahmens, mit einem Ergebnis, das niemand in der Schweiz nachprüfen muss.
Der Rechner bleibt trotzdem nützlich, und zwar mehr, als die meisten glauben. Er ist kein Gewinnversprechen, sondern ein Kostenübersetzer: Er zeigt, welcher Einsatz nötig wäre und was eine Kombination aus mehreren Teilwetten daraus macht. Genau dort entstehen die Fehler, die echtes Geld kosten.
Die Rechenwege: Einzelwette, Kombiwette, Systemwette und ihre Quoten
Die Grundrechnung ist so einfach, dass sie kaum eine Erklärung verdient, und wird trotzdem ständig falsch angewendet. Bei einer Sporttip-Wette ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Wer CHF 20 auf eine Quote von 2.10 setzt, kommt auf CHF 42. Der Reingewinn liegt bei CHF 22, und die Verwechslung von Auszahlung und Gewinn ist der erste Fehler auf jedem Wettschein.
Wichtiger ist der zweite Teil derselben Regel. Der rechnerische Betrag wird bei Sporttip zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei CHF 42.00 passiert nichts, aber eine Kombination mit einer krummen Gesamtquote endet fast nie auf einem runden Rappen. Der Rundungsschritt ist klein, und er ist keine Ungenauigkeit: Er ist die verbindliche Berechnungsvorschrift.
Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten. Drei Voraussagen mit 1.80, 2.00 und 1.75 ergeben eine Gesamtquote von 6.30, und aus CHF 10 werden rechnerisch CHF 63. Diese Multiplikation ist der Grund, warum Kombiwetten so verlockend aussehen: Jede zusätzliche Voraussage hebt die mögliche Auszahlung, und jede zusätzliche Voraussage senkt die Zahl der Fälle, in denen sie tatsächlich anfällt. Ein Rechner, der diese Spannung nicht zeigt, zeigt die Hälfte.
Der Veranstalter selbst schränkt ein, wie weit das gehen darf. Bei Jouez Sport umfasst eine Kombiwette zwei bis zehn Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombination muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Das führt zu einem Punkt, den kein Rechner der Welt anzeigt: Eine absurd hohe Gesamtquote ist gar kein gültiger Wettschein. Der verbindliche Rahmen des Veranstalters kappt ihn, bevor der Gewinn überhaupt entstehen kann.
Systemwetten sind der dritte Rechenweg und der einzige, bei dem ein Rechner mehr leistet als eine Multiplikation. Hier werden aus einer festen Anzahl von Voraussagen mehrere Kombinationen gebildet, sodass ein Teil der falschen Tipps durch die richtigen aufgefangen wird. Genau dabei steigt jedoch die Zahl der Einsätze, die der Wettschein insgesamt enthält, und der gesamte Einsatztotal ist der Betrag, der das Konto tatsächlich belastet. Die Frage nach den passenden Systemwetten-Rechnern, die Spielende in der Schweiz immer wieder stellen, hat deshalb eine unspektakuläre Antwort: Ein Systemrechner ist genau dann brauchbar, wenn er den Gesamteinsatz über alle Teilkombinationen zuerst und gross zeigt und die mögliche Auszahlung danach. Ein Rechner, der die Auszahlung oben und den Einsatz unten führt, ist eine Verkaufsfläche.
Welche Wettarten und Wettmärkte berechnet werden, ergibt sich deshalb aus der Formel selbst: Einzel-, Kombi- und Systemwetten rechnen mit Einsatz, Quote und Anzahl der Teilwetten auf unterschiedliche Weise, und wer die drei durcheinanderbringt, rechnet sich seinen eigenen Wettschein falsch.
Welche Quoten überhaupt erlaubt sind
Bei Sporttip ist der Spielraum der Quoten gross und der der Beträge eng. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer also mit einem System aus vielen Teilkombinationen auf einen grösseren Betrag kommt, kann an der Betragsgrenze scheitern, obwohl jede einzelne Voraussage sauber ausgewählt wurde.
Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2, in den Verkaufsstellen bei CHF 3 und für Multiples bei CHF 2; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Unterschied zum Systemschein bei Sporttip ist deutlich: Die Westschweiz deckelt den Gesamtbetrag eines Multiple-Scheins, das Vertragsgebiet von Swisslos setzt den Deckel pro Wette und lässt bei Systemwetten mehr Raum.
Die Obergrenze des Gewinns ist die zweite unsichtbare Zahl auf dem Wettschein. Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Ein Rechner, der eine Auszahlung oberhalb dieser Grenzen anzeigt, zeigt einen Betrag, den der Veranstalter nicht schuldet. Das ist der Punkt, an dem der eigene Rechner und die Realität auseinanderlaufen, und es lohnt sich, vor einem grossen Schein zu prüfen, ob man sich dieser Grenze nähert.
Die Rechner und die Organisatoren im Vergleich
Zu vergleichen ist hier weniger ein Ziffernblock als eine Zuständigkeit. In der Schweiz darf Sportwetten nur veranstalten, wer eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz besitzt, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Diese zwei bilden den geprüften Teil des Marktes, und alles andere steht daneben.
Auch der Vergleich der Rechner selbst bleibt eine Frage der Deckung. Geprüft wird, ob ein Rechner Einzel-, Kombi- und Systemwetten abbildet, ob seine Rundung mit den tatsächlichen Regeln der Veranstalter übereinstimmt und wie viel Bedienung nötig ist, bis ein Ergebnis dasteht. Ein Rechner, der nur Einzelwetten kennt, ist für einen Schein mit vier Voraussagen wertlos, egal wie hübsch er aussieht. Ein Rechner, der den Höchsteinsatz und den Höchstgewinn nicht kennt, ist bequem und irreführend zugleich.
Die Bewilligungslage als Vergleichsachse hat einen unbestechlichen Vorteil: Sie ist eine Ja-oder-Nein-Sache und keine Geschmacksfrage. Die nächste Übersicht ordnet die zehn Anbieter, die in dieser Gegenüberstellung vorkommen, nach genau diesem Merkmal und nennt daneben, was der jeweilige Anbieter an Zulassung anführt.
| Anbieter | Bewilligung nach BGS | Veranstalter bzw. angeführte Zulassung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Sportwetten unter dem Namen Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Westschweizer Kantone |
| WirWetten | keine Schweizer Bewilligung | angeführte Zulassung ohne Geltung in der Schweiz |
| BillyBets | keine Schweizer Bewilligung | angeführte Zulassung ohne Geltung in der Schweiz |
| Bahigo | keine Schweizer Bewilligung | angeführte Zulassung ohne Geltung in der Schweiz |
| Boomerang Bet | keine Schweizer Bewilligung | angeführte Zulassung ohne Geltung in der Schweiz |
| Interwetten | keine Schweizer Bewilligung | angeführte Zulassung ohne Geltung in der Schweiz |
| HighFlyBet | keine Schweizer Bewilligung | angeführte Zulassung ohne Geltung in der Schweiz |
| Rabona | keine Schweizer Bewilligung | angeführte Zulassung ohne Geltung in der Schweiz |
| Rollbit | keine Schweizer Bewilligung | angeführte Zulassung ohne Geltung in der Schweiz |
Die Tabelle liest sich in zwei Hälften, und die zweite Hälfte ist lang. Acht der zehn Anbieter fallen in dieselbe Kategorie, und ihr gemeinsames Merkmal steht in jeder Zeile: eine ausländische Zulassung, die in der Schweiz keine Wirkung hat, keine Verbindung zum hiesigen Sperrregister und kein Schweizer Rechtsweg. Wer dort spielt, verlässt den Rahmen, in dem ein Rechner überhaupt etwas Garantiertes aussagen kann.
Was ein Quotenrechner leistet und wo seine Grundlagen liegen
Ein Quotenrechner ist ein Umrechner zwischen zwei Grössen, die jeder selbst festlegt: der Einsatz und die Voraussagen. Was er nicht kennt, ist die Wahrscheinlichkeit. Diese Unterscheidung ist der ganze Wert des Instruments und zugleich der Grund, warum sich Quoten immer wieder wie Versprechen lesen.

Der zweite blinde Fleck ist die Marge. In jeder Quote steckt ein Aufschlag des Veranstalters, und die Zahl neben der Quote ist ein Angebot, kein Naturgesetz. Das folgende Rechenbeispiel ist bewusst ein Beispiel und keine zitierte Quote eines Anbieters: ein Zwei-Weg-Markt mit 1.90 auf beiden Seiten. Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Seite beträgt 1 geteilt durch 1.90, also rund 52,6 %. Über beide Seiten addiert ergeben sich etwa 105,3 %. Aus diesen 105,3 % folgt ein Quotenschlüssel, also der Anteil der Einsätze, den dieser Markt zurückzahlt, von rund 95 %, und eine Marge von etwa 5 % des Einsatzes. Je nach Markt, Sportart und Anbieter liegt diese Marge typischerweise in einem Band von ungefähr zwei bis acht Prozent.
Für Spielende heisst das: Bei zwei gleich hohen Quoten ist der Markt näherungsweise ausgeglichen, und der Erwartungswert beider Seiten liegt unter dem Einsatz. Es gibt in diesem Markt keine Seite, die die Marge dreht. Wer den Rechner bedient, um zu erfahren, welche Seite «richtig» ist, fragt ihn nach etwas, das er nicht wissen kann; wer ihn bedient, um zu sehen, was aus CHF 50 bei Quote 1.90 wird, wird sauber bedient.
Der dritte blinde Fleck betrifft die Sportart und das Ereignis. Quoten sind vom Veranstalter gestellte Preise für einen konkreten Anlass, und derselbe Wettschein über dasselbe Spiel zu einer anderen Stunde kann einen anderen Betrag ergeben. Eingefrorene Screenshots taugen als Rechnung, nicht als Beleg.
Und dann ist da noch das, was auf keinem Rechner steht: was geschieht, wenn das Spiel gar nicht stattfindet. Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage Quote 1.00. Diese Quote 1.00 ist der Grund, warum eine Kombiwette bei einer Absage nicht einfach nur etwas kleiner wird: Sie kann deutlich unter den im Rechner angezeigten Betrag fallen, und die Regelung ist nirgends auf einem Wettschein abgedruckt.
Der Mindesteinsatz im Vertragsgebiet
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500. Wer aus der Westschweiz kommt und kleine Beträge setzen will, findet dort also eine Untergrenze, die über der von Sporttip liegt, wo Einzel- und Kombinationswetten schon ab CHF 1 möglich sind.
Für Sporttip ist der Mindesteinsatz CHF 1 bei Einzel- und Kombinationswetten, der Höchsteinsatz CHF 1’000 und bei Systemwetten CHF 10’000. Beides gilt im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie in der Region Tessin und im Fürstentum Liechtenstein.
Diese Beträge sind keine Nebensache, sobald ein Konto bestehen und ein Budget geschont werden soll. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen, und Swisslos kann die Grenzen jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen.
Die Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten
Drei Voraussagen mit den Quoten 1.80, 2.00 und 1.75 ergeben das Produkt 6.30. Aus CHF 10 werden daraus rechnerisch CHF 63, und wieder ist der Reingewinn nicht diese Summe, sondern der Betrag abzüglich des Einsatzes.
Vier Voraussagen mit Quoten nahe 1.50 ergeben dagegen nur ein Produkt von rund 5.06. Wer den Rechner mit einem eigenen Wettschein vergleicht, sollte auf diesen Zusammenhang achten: Bei gleicher Gesamtquote trifft eine Kombination aus vielen kleinen Quoten meist öfter ein als eine aus zwei sehr hohen, und der Betrag am Ende ist identisch.
Die Gesamtquote bleibt der Hebel, an dem der Rechner am stärksten wirkt. Genau deshalb ist der verbindliche Deckel bei Jouez Sport, wonach die Gesamtquote 100’000 nicht übersteigen darf, so wirksam: Er setzt dem Hebel eine Grenze, bevor der Rechner ins Fantastische kippt.
Die Rechtslage: Wer in der Schweiz Wetten annehmen darf
Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019) und werden von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Nicht zuständig ist die ESBK, die ausschliesslich Casinos überwacht. Eine Bewilligung besteht aus einer Veranstalterbewilligung und einer Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos betreibt Sporttip, die Loterie Romande betreibt Jouez Sport. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt; die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste blockierter ausländischer Domains.
Bewilligt ist damit ein geschlossener Katalog. Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.
Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Ein Online-Konto setzt einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz und in der Praxis im jeweiligen Gebiet des Veranstalters voraus. Die Nettoerlöse fliessen gemeinnützigen Zwecken in den Kantonen zu.
Was überhaupt Gegenstand einer Wette sein darf, ist ebenfalls begrenzt. Erlaubt sind Sportwetten; Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind es nicht. Massgeblich ist die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, die unter anderem Qualifikationsrunden nur bei ausdrücklicher Nennung führt, Frauenwettbewerbe nur bei ausdrücklicher Nennung, Ranglistenwetten nur dann, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet, und niemals Wetten auf Trainingsläufe. Auf der Liste finden sich keine Corner- und Kartenmärkte und kein Esport-Abschnitt. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen. Livewetten sind erlaubt, soweit der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung besitzt; eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das Gesetz nicht. Cash-Out ist nicht reguliert und bleibt überall eine Eigenschaft des jeweiligen Anbieters.
Bei einer Livewette von Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die erst nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie einem Elfmeter, einer Roten Karte oder einem Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer im Stadion auf dem Handy tippt, während die Menge schon jubelt, hat seine Quote damit unter Umständen bereits verloren.
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Die Kombination, die im Rechner am besten aussah, kann also ganz ohne Gewinn verschwinden.
Der Zugang selbst ist an Bedingungen geknüpft. Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Für Sporttip-Wetten gilt generell: Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen, und wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Geld fliesst nur auf Wegen, die auf den Namen laufen. Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt; anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettgeschäft nicht, und ein Kredit an Spielende ist nicht erlaubt. Zahlungsmarken sind Sache des jeweiligen Anbieters und stehen in dessen eigenen Bedingungen. Swisslos bietet für das Aufladen des Spielkontos PostFinance Pay an, wobei die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird; Spielguthaben lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20, höchstens CHF 10’000 in 30 Tagen, und nur solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt.
Bei den Auszahlungen lohnt die Reihenfolge. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne über CHF 1’000 bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Konto überwiesen.
Steuerlich ist die Lage für den typischen Wettschein unspektakulär. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig, wobei der Bundesfreibetrag ab dem 1. Januar 2026 CHF 1’071’000 beträgt und 2025 CHF 1’070’400 betrug; der kantonale Freibetrag weicht ab und ist je nach Kanton verschieden. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration in der Steuererklärung zurückgeholt wird. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Wer mit Gewinnen rechnet, die über den Freibetrag hinausgehen könnten, oder wer im Ausland gespielt hat, klärt die Behandlung mit einem Steuerberater oder mit der kantonalen Steuerverwaltung.
Ohne Schweizer Bewilligung: was ausländische Anbieter nicht mitbringen
WirWetten, BillyBets, Bahigo, Boomerang Bet, Interwetten, HighFlyBet, Rabona und Rollbit sind ohne Schweizer Bewilligung aktiv. Eine ausländische Zulassung, ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land, hat in der Schweiz keine Wirkung. Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat und kann mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet werden, bei gewerbsmässigem Betrieb mit bis zu fünf Jahren. Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es besteht weder Schutz noch eine Kontrolle der Fairness.
Dazu kommt die Sperrliste. Die Gespa veröffentlicht eine Liste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren; die erste Liste erschien am 3. September 2019, und Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, ein Vorgang, den die Aufsicht als Domain-Hopping bezeichnet. Wer bei einem Anbieter ohne Bewilligung spielt, trägt also die Kosten eines doppelten Risikos: kein Schweizer Rechtsweg und ein Zugang, der jederzeit verschwinden kann.
Verantwortungsvolles Spielen: Limiten und Spielsperre
Ein Rechner zeigt den möglichen Gewinn, aber auch, wie viel eingesetzt wird. Die hilfreichere Richtung ist deshalb die andere: Der mögliche Verlust steht nach demselben Produkt auf dem Bildschirm wie die mögliche Auszahlung, und er ist die Zahl, die eine Entscheidung braucht. Wer monatlich CHF 200 einsetzt, muss nicht berechnen, was das bei Quote 3.40 einbringen könnte, sondern was bei einer schlechten Serie davon übrig ist.
In der Schweiz setzen Spielende ihre Limiten selbst, und das ist keine Nebenbemerkung. Der Veranstalter muss Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste verlangen, und eine staatlich festgelegte Einzahlungsobergrenze gibt es nicht. Bei Swisslos müssen Spielende vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und von CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Die 72 Stunden sind der interessante Teil dieses Mechanismus. Sie sind eine Bedenkzeit, die von der Person selbst ausgelöst wird, und sie ist der einzige Moment im System, in dem ein Konto einem unmittelbar entschlossenen Spielenden nicht gehorcht. Wer seine Limite in einer schwachen Stunde nach oben setzen will, wartet drei Tage. Das ist unbequem und richtig so.
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Eine Spielsperre ist also keine Pause, sondern der Verlust des Zugangs, mit einer einzigen Wartezeit von drei Monaten als Mindestdauer.
Wer wissen will, wo die Grenze des eigenen Spiels liegt, findet sie nicht in einer Quoten-App. Sie findet sich in der eigenen Kontoübersicht, und die stellt jeder Veranstalter zur Verfügung.
Zum Schluss eine unangenehme Zahl, die aber zum Bild gehört. Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch, und an Verkaufsstellen wurde bei 200 Fällen in 47,5 % der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Daraus folgt nicht, dass die Regel fehlt, sondern dass eine Regel und ihre Durchsetzung zwei verschiedene Dinge sind.
Verlustlimite und Einsatz kehren sich um
Zwischen der Limite und dem Rechner besteht ein Verhältnis, das selten ausgesprochen wird. Der Rechner skaliert nach oben, die Limite skaliert nach unten, und beide arbeiten mit demselben Einsatz. Wer CHF 500 als Höchsteinsatz setzt, hat die Grenze ausgereizt, die das Angebot überhaupt zulässt.
Die freiwillige Einzahlungslimite ist der Hebel, der am ehesten wirkt, weil sie an der Kasse des eigenen Kontos greift statt am Wettschein. Sie ist nicht mit dem System zu verwechseln: Ein Systemwetten-Rechner plant Kombinationen, eine Limite begrenzt den Vorrat.
Der letzte Punkt: Eine Casino-Limite ist keine Wettlimite. Wer das Spielerlebnis vollständig kontrollieren will, muss die Einschränkungen beim Sportwetten und die Einschränkungen beim Casino getrennt behandeln.
Die Bewilligung als Angelpunkt der Auswahl
Eine Bewilligung ist eine Aufsichtsfrage, keine Sympathiefrage. Eine Veranstalterbewilligung mit Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz bedeutet: geprüfte Auszahlungswege, eine Beschwerdemöglichkeit, eine Anbindung an das Sperrregister und eine Aufsicht mit Sitz in Bern. Eine ausländische Zulassung bedeutet in der Schweiz keine dieser Dinge. Wer diese eine Frage zuerst stellt, halbiert die Auswahl und spart sich jede weitere Selbstkontrolle.
Der Preis der Bewilligung ist ein engerer Katalog. Wer gern Corner-Wetten, Karten-Wetten, Trainingsläufe oder Esport spielt, findet im bewilligten Schweizer Angebot keine solchen Märkte; und wer im Ausland etwas spielt, hat auch keinen Schweizer Rechtsweg. Beides sind dieselbe Tür, nur von verschiedenen Seiten gesehen.
Bei einem Markt mit zwei bewilligten Veranstaltern ist der Unterschied innerhalb dieser Gruppe kleiner als der Unterschied zu allem, was danebensteht. Der Vergleich der zehn Anbieter ist also auch eine Rangliste innerhalb der Kontrolle, und die zweite Hälfte der Tabelle beginnt weit unten.
Eine andere Frage ist, ob ein Anbieter ohne Bewilligung für einen bestimmten Spielenden besser passt. Im Preisvergleich kann er bequemer sein; die Bequemlichkeit ist genau das, was fehlt, wenn kein Rechtsweg in der Schweiz besteht. Wer über einen Wechsel nachdenkt, prüft zuerst, was er aufgibt. Dieser Aufgabepunkt ist die Bewilligung.
Swisslos Sporttip: Rechner mit verbindlicher Rundung
Sporttip ist eine der beiden Sportwettenmarken mit Schweizer Bewilligung und deckt einen grossen Teil der Deutschschweiz sowie das Tessin und Liechtenstein ab. Die Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, die Aufsicht liegt bei der Gespa. Der Rechenweg für Wettscheine ist bei Swisslos detailliert geregelt und damit überprüfbar: Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus dem Produkt der Einzelquoten, und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Die Beträge, die auf einen Wettschein passen, sind klar begrenzt: Mindesteinsatz CHF 1 bei Einzel- und Kombinationswetten, Höchsteinsatz CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 bei Systemwetten. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Systemschein ist damit die einzige Stelle, an der grosse Beträge überhaupt hineinpassen, und die Stelle, an der ein Rechner am schnellsten eine Summe ausweist, die nie zustande kommt.
Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Wer eine Wette vor Spielbeginn glattstellt, zahlt dafür mit einem Teil des möglichen Gewinns, und dieser Teil steht nicht auf dem Wettschein.
Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro wettende Person nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Die Bedingung, die den Kombiboost aus dem Rechner heraushält, ist die Mindestquote von 1.50 auf jeder der vier Voraussagen: Sie zwingt zu Voraussagen, die einzeln weniger wahrscheinlich sind, und sie lässt Kombinationen aus lauter sicheren niedrigen Quoten draussen.
Bei der Wertung gibt es weitere Regeln, die kein Rechner kennt. Die reguläre Spielzeit umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer, etwa 90 Minuten im Fussball, plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks von Swisslos; eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.
Das Urteil zu dieser Marke dreht sich um die Rundungsregel, nicht um das Angebot. Wer Sporttip nutzt, kann seinen Gewinn bis auf 5 Rappen genau vorausberechnen, weil die Vorschrift veröffentlicht ist, und das ist mehr Transparenz, als die meisten Rechner-Apps bieten. Die Kehrseite derselben Genauigkeit ist ihre Härte: 26 Wochen für einen Gewinn, 48 Stunden für die Nachholung eines abgesagten Spiels, Quote 1.00 in spielentscheidenden Situationen. Die Regeln sind nachlesbar und gnadenlos. Wer vor der Wette liest statt danach, fährt mit dieser Marke am besten.
Loterie Romande Jouez Sport: Westschweizer Rahmen mit Deckel auf dem Schein
Jouez Sport ist die Sportwettenmarke der Loterie Romande, veranstaltet für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Auch hier stehen eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz hinter dem Angebot, die Aufsicht führt die Gespa. Die Loterie Romande nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.
Die Einsatzgrenzen liegen anders als in der Deutschschweiz und sind für kleine Budgets die wichtigere Zahl: Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2, Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Wer gewohnt ist, mit CHF 1 anzufangen, findet hier eine Untergrenze, die den Einstieg verteuert, und wer einen grossen Multiple-Schein plant, findet eine Obergrenze für den gesamten Schein statt pro einzelne Wette.
Auch bei der Kombination greift der Veranstalter durch: Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombination muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Der Deckel von 100’000 auf die Gesamtquote ist die deutlichste Grenze, die ein Rechner übersehen kann: Eine Kombination aus vielen Voraussagen erreicht diese Zahl rechnerisch schnell, und dann existiert der Wettschein in dieser Form nicht.
Zwischen den beiden Schweizer Marken verläuft die Trennlinie also nicht entlang der Seriosität, sondern entlang der Beträge und der Wohnadresse. Wer in Genf wohnt, kann kein Sporttip-Konto eröffnen; wer in Zürich wohnt, kein Jouez Sport-Konto. Wer mit CHF 1 einsteigen will, ist im Vertragsgebiet von Swisslos besser bedient; wer in der Westschweiz eine Verkaufsstelle in der Nähe hat, findet dort die niedrigere Untergrenze für Multiples von CHF 2 statt CHF 3.
Das Urteil zu Jouez Sport hängt an der Obergrenze für den Gesamteinsatz eines Multiple-Scheins. Diese Regel ist der Grund, warum sich grosse Multiple-Pläne in der Westschweiz nicht einfach hochskalieren lassen, und sie ist kein Nachteil, sondern eine Bremse, die eine bestimmte Art von Wettschein gar nicht erst zulässt. Wer mit kleinen Multiples arbeitet, merkt sie nie; wer mit dem Rechner einen maximalen Schein baut, stösst sofort darauf.
WirWetten: ohne Bewilligung, mit Datenrisiko
WirWetten tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Eine ausländische Zulassung, wie immer sie lauten mag, hat hier keine Wirkung; es besteht keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.
Für einen Quotenrechner bedeutet das mehr als ein rechtliches Detail. Jede Zahl, die ein solcher Anbieter anzeigt, ist eine Zusage, die in der Schweiz nicht durchsetzbar ist. Wer dort mit einem Rechner arbeitet, arbeitet mit einer Schätzung ohne Rückhalt.
Das Urteil fällt bei dieser Marke kurz aus: Der Verzicht auf den Schweizer Rechtsweg ist der eigentliche Preis, und er wird nicht durch eine günstigere Quote ausgeglichen.
BillyBets: ohne Bewilligung, mit demselben Haken
BillyBets gehört zu den Anbietern, die in der Schweiz ohne Bewilligung tätig sind. Eine ausländische Zulassung hat in der Schweiz keine Wirkung, es besteht keine Anbindung an das Sperrregister, und die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden.
Der Unterschied zu den bewilligten Marken liegt nicht in der Bedienung, sondern in der Durchsetzbarkeit. Ein Streit über eine Wertung, ein Cash-Out oder eine Auszahlung hat in der Schweiz keinen Adressaten.
Der Reiz solcher Seiten liegt im Angebot, der Preis liegt im Verzicht, und dieser Verzicht gehört in jede Abwägung.
Bahigo: ohne Bewilligung, ausserhalb des Registers
Bahigo ist in der Schweiz ohne Bewilligung aktiv. Eine ausländische Zulassung gilt hier nicht, das Schweizer Sperrregister kennt den Anbieter nicht, ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, und die Domain kann blockiert werden.
Wer bei einem Anbieter ohne Bewilligung spielt, kann nicht damit rechnen, dass die eigene Spielsperre respektiert wird. Eine freiwillige Sperre, die nur das bewilligte Schweizer Angebot bindet, ist bei einem ausländischen Anbieter wirkungslos.
Das ist das Argument, das in solchen Vergleichen am wenigsten Beachtung findet und am meisten Gewicht hat: Selbstschutz endet dort, wo die Bewilligung endet.
Boomerang Bet: ohne Bewilligung, gleiche Ausgangslage
Boomerang Bet tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Eine ausländische Zulassung hat keine Wirkung, es gibt keine Verbindung zum Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg und die Möglichkeit einer DNS-Blockade.
Ein weiterer Punkt betrifft die Steuer, unabhängig vom konkreten Anbieter: Gewinne bei ausländischen Veranstaltern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, dafür behandelt die kantonale Steuerpraxis im Thurgau Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. «Je nach Kanton» ist hier keine Floskel, sondern der ganze Hinweis.
Wer steuerlich nichts deklarieren will, sollte diese Frage vor dem ersten Wettschein klären und nicht nach einem grossen Gewinn.
Interwetten: ohne Bewilligung, namentlich genannt
Interwetten ist in der Schweiz ohne Bewilligung aktiv. Eine ausländische Zulassung gilt hier nicht, das Sperrregister führt keine Verbindung, und die Aufsicht nennt den Anbieter im Zusammenhang mit Domain-Hopping, also dem Ersetzen blockierter Domains innerhalb von Stunden. Wer eine solche Seite über einen neuen Namen erreicht, erreicht nicht eine bewilligte Seite.
Das illustriert den Mechanismus der Zugangssperre besser als jede Statistik: Blockiert wird eine Domain, nicht ein Unternehmen, und sie erscheint unter einer anderen wieder.
Die Verfügbarkeit eines Zugangs ist damit kein Zeichen einer Zulassung. Ein aufgerufenes Angebot und ein bewilligtes Angebot sind zwei verschiedene Dinge.
HighFlyBet: ohne Bewilligung, mit dem gleichen Rechtsweg-Problem
HighFlyBet gehört zur Gruppe der Anbieter, die in der Schweiz ohne Bewilligung tätig sind. Die ausländische Zulassung hat hier keine Wirkung, es besteht keine Anbindung an das Sperrregister und kein Schweizer Rechtsweg.
Was fehlt, ist die eine Instanz, die bei einem Streit entscheiden könnte. Die Gespa beaufsichtigt nur die bewilligten Veranstalter; eine Beschwerde gegen einen Anbieter ohne Bewilligung hat dort keine Grundlage.
Der Vergleich mit den beiden Schweizer Marken fällt deshalb nicht nach Quote, sondern nach Zuständigkeit aus.
Rabona: ohne Bewilligung, gleiche Einordnung
Rabona ist in der Schweiz ohne Bewilligung aktiv. Eine ausländische Zulassung entfaltet hier keine Wirkung, eine Verbindung zum Sperrregister besteht nicht, und es gibt keinen Schweizer Rechtsweg.
Dazu passt ein Punkt, der über den einzelnen Anbieter hinausgeht: Die Sperrliste der Gespa ist kein Filter für Qualität, sondern ein Werkzeug der Aufsicht. 671 Domains umfasste sie Ende 2025. Wer dort spielt, wo keine Aufsicht hinsieht, spielt ohne die Kontrolle, die den bewilligten Markt ausmacht.
Die Quote bleibt in solchen Angeboten die sichtbare Zahl, und die Durchsetzbarkeit die unsichtbare.
Rollbit: ohne Bewilligung, gleiche Ausgangslage
Rollbit tritt in der Schweiz ohne Bewilligung auf. Eine ausländische Zulassung hat hier keine Wirkung, es besteht keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann per DNS blockiert werden.
Ein Detail, das bei solchen Anbietern oft übersehen wird: Im bewilligten Schweizer Wettgeschäft gibt es keine anonymen oder Krypto-Auszahlungen, sondern nur Auszahlungen auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers. Wer die Anonymität als Vorteil sieht, hat sie nicht als Vorteil gefunden, sondern als Verzicht auf eine Schutzfunktion.
Damit schliesst sich der Kreis zur Bewilligung: Sie ist keine Formalität am Rand des Angebots, sondern die Bedingung dafür, dass ein Gewinn einklagbar wird.
Was ein Quotenrechner wirklich über eine Wette sagt
Hinter allen Tabellen und Regeln steht eine einzige Frage: Was ist ein möglicher Gewinn wert, wenn er nur manchmal eintritt? Ein Quotenrechner beantwortet sie nicht, weil er den einen Faktor nicht kennt, der die Antwort bestimmt.
Was er kennt, ist der Betrag, der auf dem Spiel steht. Und dieser Betrag ist dieselbe Zahl, die verloren geht, wenn die Voraussage nicht eintrifft. Der Rechner zeigt den möglichen Gewinn links und den sicheren Einsatz rechts, und nur die eine Hälfte wird mit Farbe und einem Animationsblitz versehen.
Der zweite Punkt betrifft die Marge. Sie steckt in jeder Quote, die ein Anbieter stellt, und sie ist der Grund, warum der Erwartungswert des Wettscheins unter dem Einsatz liegt. Ein Markt mit Quoten um 1.90 auf beiden Seiten zahlt etwa 95 % der Einsätze zurück; die restlichen rund 5 % behält der Veranstalter. Über viele Wetten gerechnet ist das der stille Verlust, den kein Wettschein ausweist.
Der dritte Punkt betrifft den Zusammenhang zwischen Quote und Wahrscheinlichkeit. Eine Quote von 1.10 beschreibt ein sehr wahrscheinliches Ereignis mit geringem Ertrag, eine Quote von 20 ein seltenes mit hohem Ertrag. Beide sind mit derselben Marge behaftet, und keine der beiden ist «sicherer» in dem Sinne, dass sie den Erwartungswert über den Einsatz hebt.
Der vierte Punkt betrifft die Kombination. Die Multiplikation der Quoten ist der stärkste Hebel im Spiel und der empfindlichste gegenüber einer einzigen Fehlvoraussage. Wer den Rechner bedient, um einen Schein zu maximieren, maximiert in Wahrheit die Zahl der Bedingungen, die gleichzeitig eintreffen müssen.
Der fünfte Punkt betrifft die Rundung und die organisatorischen Regeln. In der Schweiz entscheidet nicht der Rechner über den ausbezahlten Frankenbetrag, sondern die Spielregel: Erst zwei Nachkommastellen, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Der Rechner liefert eine Grössenordnung, der Veranstalter einen Betrag.
Daraus folgt die nüchterne Schlussfolgerung für den Umgang mit solchen Werkzeugen. Der Rechner gehört vor die Wette, nicht nach ihr. Er gehört neben die Limite, nicht an ihre Stelle. Und er ersetzt keine einzige Zeile der Teilnahmebedingungen des jeweiligen Veranstalters. Wer das beherrscht, kann Berechnungen anstellen, die den tatsächlichen Betrag des Wettscheins treffen. Wer den Rechner für einen Gewinnplan hält, verwechselt das Werkzeug mit dem Ergebnis.
Häufige Fragen zum Quotenrechner
Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote?
Der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Quote; bei Kombinationen Einsatz mal dem Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird dieser Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Auszahlung und Reingewinn bleiben dabei zwei verschiedene Zahlen.
Wie wird die Gesamtquote einer Kombiwette aus den Einzelquoten berechnet?
Die Einzelquoten werden miteinander multipliziert, es wird also keine addiert. Drei Voraussagen mit 1.80, 2.00 und 1.75 ergeben eine Gesamtquote von 6.30. Bei Jouez Sport muss diese Gesamtquote mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen, sonst ist die Kombination nicht gültig.
Warum weicht der ausbezahlte Betrag vom Ergebnis eines Rechners ab?
Weil der Veranstalter den Betrag nach seinen eigenen Regeln bildet. Die Rundung auf 5 Rappen ist die häufigste Ursache, dazu kommen Absagen mit Quote 1.00 für die betroffene Voraussage, unabhängig übertragene Livewetten und der Höchstgewinn pro Wette. Kein Rechner kennt diese Bedingungen von selbst.
Wie berechnen sich die implizite Wahrscheinlichkeit und die Marge aus den Quoten?
Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Seite ist 1 geteilt durch ihre Quote. Bei einem Zwei-Weg-Markt mit 1.90 auf beiden Seiten ergeben sich rund 105,3 % über beide Seiten, daraus ein Quotenschlüssel von etwa 95 % und eine Marge von ungefähr 5 % des Einsatzes.
Wie rechnet sich eine Systemwette, und welche Angaben sind nötig?
Nötig sind die Anzahl der Voraussagen, die Anzahl der zu kombinierenden Voraussagen, die Quoten und der Einsatz pro Kombination. Daraus entstehen mehrere Teilkombinationen, deren Einsätze sich summieren. Der Gesamteinsatz dieses Wettscheins ist die Zahl, die das Konto belastet, nicht die angezeigte Auszahlung.
Quoten – kombibonusch
Inhalt erstellt vom Team «kombibonusch»
